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2023 Absa Cape Epic: Feiertag für Südafrikas MTB-Fans

2023 Absa Cape Epic: Feiertag für Südafrikas MTB-Fans

2023 Absa Cape Epic: Feiertag für Südafrikas MTB-Fans

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Der vierte Tag des härtesten Mountainbike-Rennens der Welt, das Absa Cape Epic, hatte leider kein Geburtstagsgeschenk für den Deutschen Georg Egger parat. Für die südafrikanischen Mountainbike-Fans dagegen ein Tag zum Feiern: Auf der 100 km langen dritten Etappe von Hermanus nach Oak Valley holten sowohl bei den Herren wie den Frauen die Locals den Etappensieg. Die Gesamtführenden aus der Schweiz, Nino Schurter und Andri Frischknecht, fuhren auf Nummer Sicher, was sich auszahlte.

Amy Wakefield und Candice Lill (e-FORT.net | SeattleCoffeeCo) gewannen die Überführungsetappe in der CM.com-Frauenkategorie, während Local Matt Beers mit seinem amerikanischen Partner Christopher Blevins (Toyota-Specialized-NinetyOne) das Rennen der Herren, wieder einmal mit einem taktischen Manöver auf den letzten zwei Kilometern, für sich entschied. Lill und Beers sind die amtierenden südafrikanischen Marathonmeister, Wakefield die südafrikanische Marathonmeisterin von 2022.

Die aufeinanderfolgenden Etappensiege von Wakefield und Lill festigten ihre Gesamtführung in der CM.com Frauen-Kategorie. Sofia Gomez Villafane und Katerina Nash (NinetyOne-Songo-Specialized) liegen nun mit acht Minuten Rückstand auf dem zweiten Gesamtrang.

Eine weitere taktische Einlage mit explosivem Finish bescherten Beers/Blevins ihren dritten Etappensieg in vier Tagen. In der Gesamtwertung der Männer rückten sie um einen Platz vor auf Rang vier. Toyota-Specialized-NinetyOne liegt nun sieben Minuten und 40 Sekunden hinter den Führenden des Gesamtklassements, Nino Schurter und Andri Frischknecht (SCOTT-SRAM MTB Racing). Georg Egger und Lukas Baum (ORBEA x Leatt x Speed Company) blieben auf dem zweiten Platz und Fabian Rabensteiner und Wout Alleman (Wilier Pirelli Factory) behaupteten ihren dritten Gesamtplatz.

Wie jede bisherige Etappe des 2023 Absa Cape Epic begann auch die dritte schnell und stürmisch. Phil Buys und Alex Miller (PYGA Euro Steel) flogen geradezu aus dem Startgatter in Hermanus, dicht gefolgt vom Hauptfeld. Auf den ersten 18 Kilometern waren die UCI Elite-Herren noch zusammen, doch ab der ersten Verpflegungsstelle setzten sich fünf Teams nach vorne ab. Die Führung wechselte immer wieder zwischen PYGA Euro Steel, SCOTT-SRAM MTB Racing, ORBEA x Leatt x Speed Company, Toyota-Specialized-NinetyOne und Wilier Pirelli Factory. Das Südafrika-Duo PYGA Euro Steel musste dem Tempo Tribut zollen, fiel zurück, und so wurde es zu einem Showdown der vier wohl stärksten Teams des diesjährigen Rennens.

Schrecksekunden und ein wenig Pech dann im letzten Drittel für die Favoriten: Nino Schurter ging an der dritten Wasserstelle bei einer leichten Kollision kurz zu Boden. ORBEA x Leatt x Speed Company hatten ein Reifenproblem bei Kilometer 75, das sie glücklicherweise nur einige Sekunden kostete. Baum und Egger, der sich sicher etwas anderes zum 28. Geburtstag gewünscht hatte, fuhren aber eindrucksvoll zurück zur Spitzengruppe.

Zehn Kilometer vor dem Ziel spitzte sich dann alles zu: Wie schon in Etappe 2 ging der Singletrack in eine breitere Straße über, dieses Mal ein Feldweg statt Teer. Blevins – der sich als Meistertaktiker des diesjährigen Absa Cape Epic erweist – blockte die Konkurrenten im Singletrack von vorne, so dass Matt Beers Abstand Richtung Ziel gewinnen konnte.
Aus dem Singletrack in die Zielgerade einbiegend aktivierte Chris Blevins seinen überragenden Sprint-Modus, zog 40 Meter nach vorne zu Matt Beers, und sicherte den Etappensieg. Lukas Baum zeigte sich im Ziel von diesen Schachzügen nicht wirklich begeistert, da, wie er im Interview ansprach, Schurter/Frischknecht und er und sein Teampartner Egger die überwiegende Führungsarbeit auf der langen Etappe geleistet hatten.

„Die Strecke hat es heute schwer gemacht”, sagte Blevins. “Der Anstieg nach Houw Hoek war brutal hart. Jeder kämpfte vor dem Finish um seine Position. Wir haben einfach sichergestellt, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Die Taktik macht so viel aus und ist ein wichtiger Teil des Puzzles, wenn man mit einem Partner fährt. Ich genieße es wirklich.”

Beers freute sich über einen weiteren Etappensieg und seine Fortschritte beim Absa Cape Epic im Allgemeinen. „Es ist verrückt, beim Absa Cape Epic Etappensiege zu holen”, sagte er, „vor zwei Jahren hätte ich nicht gedacht, dass dies möglich ist. Ich kenne die Gegend gut von anderen Veranstaltungen, also wussten Chris und ich, wann wir zuschlagen mussten. Das ist sehr befriedigend. Bei Etappenrennen geht es vor allem um Kommunikation, und ich denke, Chris und ich haben das in dieser Woche gut hinbekommen.”

Schurter und Frischknecht überquerten die Ziellinie als Vierte der Etappe. Sie bleiben im gelben Leadertrikot und gehen mit einem Vorsprung von drei Minuten auf die zweitplatzierten Baum und Egger in die morgige 4. Etappe, ein relativ kurzes Zeitfahren.

Das Rennen der CM.Com-Frauenkategorie verlief nach einem ähnlichen Muster wie Etappe 2. Am Start setzten sich Sofia Gomez Villafane und Katerina Nash (NinetyOne-Songo-Specialized), Amy Wakefield und Candice Lill (e-FORT.net | SeattleCoffeeCo) sowie Kim Le Court und Vera Looser (Efficient Infiniti Insure) sofort vom Rest ab.

Sie blieben fast die Hälfte der Etappe zusammen, bis Looser und Le Court nach 50 km zurückfielen. NinetyOne-Songo-Specialized und e-FORT.net | SeattleCoffeeCo setzten sich gemeinsam ab, aber es war zu sehen, dass Wakefield und Lill im Laufe des Tages immer stärker wurden. Die beiden Südafrikanerinnen kennen die Region durch andere Rennen wie ihre Westentasche, und bei Kilometer 70, am vorletzten Anstieg des Tages, schlugen die beiden zu. Villafane und Nash wehrten sich, aber am nächsten Anstieg hatte Nash, die nicht den besten Tag hatte, keine Antwort mehr.
„Wir spürten, dass sie Probleme hatten”, sagte Lill, „also griffen wir bei Kilometer 70 an. Wir überholten sie und drückten auf die Tube. Sie holten uns noch einmal, aber am nächsten Anstieg konnten wir eine Lücke rausfahren. Amy und ich kennen diese Strecken so gut, dass wir genau wussten, was auf uns zukommt. Wir sahen uns die Strecke heute morgen an und wussten, das ist der Tag, an dem wir Zeit gutmachen können, wenn wir uns gut fühlen.”

Wakefield gab zu, dass die 100 Kilometer für sie strapaziös waren, lobte aber ihre Partnerin für deren mentale und körperliche Stärke. „Ich hatte heute ein paar echte Tiefpunkte”, sagte sie und erklärte, dass Candice sie immer unterstützte, wenn es nötig wurde. “Meinem Arm geht es eigentlich gut, das ist jetzt stabil! Heute hatte ich teilweise konditionell zu kämpfen. Aber wir haben uns durchgebissen und sind glücklich über die Führung und einen weiteren Etappensieg.”

Die Etappe 4 des Absa Cape Epic 2023 am morgigen Donnerstag, den 23. März, ist ein Zeitfahren über 47 km und 875 Höhenmeter auf dem Gebiet des Weinguts Oak Valley.

Der Live Broadcast kann ab 07:30 Ortszeit (06:30 Uhr MEZ) auf dem Epic Series YouTube Channel oder auf der Absa Cape Epic Facebook Seite verfolgt werden.

2023 Absa Cape Epic Etappe 3 Ergebnisse:

Männer:

  1. Toyota-Specialized-NinetyOne – Matthew Beers, Christopher Blevins – 04:07:11.1
  2. Orbea X Leatt X Speed Company Racing: Georg Egger, Lukas Baum – 04:07:12.6 (+00:00:01.4)
  3. Wilier Pirelli Factory: Fabian Rabensteiner, Wout Alleman – 04:07:13.3 (+00:00:02.1)

CM.com Frauen:

  1. e-FORT. net | SeattleCoffeeCo.: Amy Wakefield, Candice Lill– 04:59:42,6
  2. NinetyOne-songo-Specialized: Sofia Gomez Villafane, Katerina Nash – 05:02:40 (+00:02:57.4)
  3. Efficient Infiniti Insure: Kim le Court, Vera Looser – 05:08:24.7 (+00:08:42.1)

2023 Absa Cape Epic Gesamtklassement nach Etappe 3:

Männer:

  1. SCOTT-SRAM MTB-Racing: Nino Schurter, Andri Frischknecht – 13:32:57.7
  2. Orbea X Leatt X Speed Company Racing: Georg Egger, Lukas Baum – 13:36:10.6 (+00:03:12.9)
  3. Wilier Pirelli Factory: Fabian Rabensteiner, Wout Alleman – 13:37:55.3 (+00:04:57.3)

CM.com Frauen:

  1. e-FORT. net | SeattleCoffeeCo.: Amy Wakefield, Candice Lill – 16:45:44.6
  2. NinetyOne-songo-Specialized: Sofia Gomez Villafane, Katerina Nash – 16:54:06 (+00:08:21.4)
  3. Efficient Infiniti Insure: Kim le Court, Vera Looser – 17:05:07.1 (+00:19:22.5)

Die vollständigen Ergebnisse der 3. Etappe findest du hier.

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