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CRACKZ // ALBANS HOLLYWOODREIFER NEUSTART MIT DEM TEAM BULLS

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Der 39-Jährige Lienzer stand Ende 2018, in Topform ohne Team da. Nun fährt er mit neuer Motivation im Team BULLS, an der Seite von Karl Platt. Die Geschichte eines fesselnden Teamwechsels.

Alban Lakata (39), alias Albanator ist einer der erfolgreichsten Mountainbiker aller Zeiten. Er hat beinahe alles erreicht, was es im MTB Marathon Sport zu erreichen gibt und viele Siege gibt es nicht mehr, die auf seiner “to win list” noch ausständig sind. Des Lienzers erfolgreiche Karriere beinhaltet neben drei XCM-Weltmeistertiteln und zwei Europameistertiteln auch sechs Staatsmeisertitel und er gilt nach wie vor als Österreichs unangefochtene Nummer Eins. Trotz aller Erfolge erlebte Lakata ein hartes, durchwachsenes Jahr. Denn das Aus seines Rennstalls (Canyon Factory Racing) schwebte, wie eine sich nicht verziehen wollende Wolke, die ganze Saison 2018 über in seinem Hinterkopf.

Viel wurde in den letzten Monaten des alten Jahres, um seinen Teamwechsel spekuliert und mit 01. Jänner wurde bestätigt, was zu Szene-Insidern bereits vereinzelt durchgedrungen war: Lakata wird ab 2019 für das deutsche Team BULLS an den Start gehen und damit an der Seite von Karl Platt, Urs Huber und Simon Stiebjahn um Topplatzierungen im MTB-Zirkus kämpfen. Doch vorher zurück zur Ausgangssituation.

 

Vom luftleeren Raum zum Happy Ending

Nach dem Aus des Canyon Factory Teams zum Jahresende 2018 hing der dreifache Weltmeister im luftleeren Raum. 10 Jahre verbrachte er im Dienst von Canyon, feierte mit der Marke mitunter seine größten Erfolge. Und was sich für ihn während der Saison 2018 immer wieder abzeichnete, wurde kurz nach der Marathon-WM gegenüber den Teamfahrern bestätigt. „Im September nach der Marathon-WM hat man uns gesagt, dass es definitiv nicht weitergehen wird. Wir Teamfahrer haben aber mit unseren Informationen schon vorher gemutmaßt, dass es aus sein wird und uns somit bereits ab Saisonmitte ein bisschen umgeschaut“, kommentiert Lakata die Entwicklungen.

„Das Thema hatte ich das ganze Jahr im Hinterkopf und es hat sehr stark dazu beigetragen, dass ich nicht 100% meiner Leistung abrufen konnte“, Alban Lakata.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters (39 Jahre) kam ein Karriereende für den Osttiroler nicht in Frage: „Zu keinem Zeitpunkt habe ich daran gedacht, aufzuhören. Ich will mindestens noch drei Jahre Rennen fahren. Alter ist irgendwie so eine Sache, ich fühle mich jetzt nicht so, dass ich nur noch hinten nachfahre, sonst würde ich es schon lassen. Wichtig ist, dass man Veränderungen akzeptiert und neue Reize setzt, dass man einfach nicht stagniert. Solange ich also meine Leistung noch verbessern kann, höre ich nicht auf. Wenn ich meine Leistungswerte nach dem Training studiere, sehe ich, dass ich noch lange nicht ausgebrannt bin. Im Gegenteil, ich werde noch besser.“  Und so musste sich der Lienzer noch einmal um ein neues Team bzw. einen neuen Sponsor bemühen.

Neben zwei EM-Titeln krönte sich Alban auch zum dreifachen Weltmeister. Hier zu sehen, bei der WM 2017 in Singen.

„Zu keinem Zeitpunkt habe ich daran gedacht, aufzuhören. Ich will mindestens noch drei Jahre Rennen fahren“, Alban Lakata.

Eine ungewisse Reise, die auch an einem Albanator nicht spurlos vorbeigeht: „Ich habe eine Familie und muss für deren Unterhalt sorgen. Der Druck, dass was passieren muss, lastete die ganze Saison 2018 auf meinen Schultern.“ Mitte August kam dann beim kolumbianischen Etappenrennen „La Leyenda del Dorado“, das erste Mal eine grobe Idee auf, mit Karl Platt und dem Team BULLS gemeinsame Sache zu machen. „Wir waren im gleichen Hotel untergebracht – da hat man Zeit zum Reden. Ich habe Karl erzählt, dass es das Team nicht mehr geben wird. Er war baff wie alle anderen und hat begonnen darüber nachzudenken, ob und wie er mich da unterstützen kann.“ Am Ende war es dann auch der Team Kapitän Karl Platt persönlich, der den Zweijahres-Deal mit Alban Lakata einfädelte. Denn ein Monat später erreichte Alban die Frage, ob er es sich vorstellen könne mit ihm zu fahren. „Wir haben dann beide intensiver darüber nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass das richtig gut funktionieren kann, weil wir vom Fahrertyp gleich sind, ähnlich viel Erfahrung haben und auch von unserem Umfeld her recht gefestigt sind – uns wirft nichts so schnell aus der Bahn. Und das sind Faktoren, die dann auch im Rennen entscheidend sind. Und, dass wir beide uns gegenseitig helfen können, etwas zu erreichen, was wir allein noch nicht geschafft haben“, resümiert Lakata  die Überlegungen.

Alban Lakata (rechts) mit seinem neuen Teampartner Karl Platt. © Sebastian Stiphout

 

Es gab auch andere Optionen. Sogar ein eigenes Team zu gründen stand im Raum.

Auf die Frage, ob es für Lakata auch andere Optionen gegeben hat meint er: „Ja, aber nichts hätte so gut gepasst wie der Wechsel zum Team Bulls.“ Auch die Vision, ein eigenes Team zu gründen stand im Raum. „Das war allerdings einer der kürzesten Gedanken und er kam mehr oder weniger aus der Not heraus. Ich hatte ein kleines Team im Kopf, mit einem erfahrenen Teamkollegen für Etappenrennen und jedenfalls einen jungen Fahrer zur Nachwuchsförderung. Das Ganze wäre aber viel Arbeit gewesen und ich hätte mich nicht mehr hundertprozentig auf den Rennsport konzentrieren können. Genau das war dann auch der Grund warum ich diese Idee auch wieder verworfen und eher geschaut habe, dass ich ein Team mit guten Strukturen finde. Auch deshalb ist es für mich perfekt, in ein derart starkes Team zu wechseln und ich bin sehr froh, dass ich diese Chance bekommen habe.“  

Der Hunger nach Mountainbike-Action und Erfolg scheint für Alban Lakata damit noch einige Zeit nicht gestillt zu sein und bereits die Cape Epic Teilnahme, Ende März, an der Seite des fünffachen Cape Epic Siegers, Karl Platt, liefert den ersten Nährboden in der neuen Saison. Wir wünschen ihm bei seinen Vorhaben in jedem Fall alles Gute und freuen uns auf spannende Bewerbe!

 

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Dann bist du hier genau richtig! In unserer mehrteiligen Serie “CAPE EPIC – Behind the Scenes mit Alban Lakata und dem Team Bulls” erhältst du in den kommenden Tagen (ab 15.03.) tiefe Einblicke, spannende Videos und atemberaubende Bilder rund um das tägliche Renngeschehen. Und bist damit hautnah am prestigeträchtigsten MTB-Rennen der Welt dran! #stayinfected

 

 

 

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