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Aufklärung zur Marathon WM Quali

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Einiges an Unruhe im österreichischen Fahrerfeld gab es seit bekanntwerden der Qualifikations-Richtlinien für die Marathon WM in Kirchberg. Viele Stimmen der Empörung erreichten auch unsere Redaktion. Anscheinend haben viele Spezialisten, wegen der strengen Quali Normen, den Traum Heim-WM schon vor der Saison abgehakt. Die heimischen Marathon Fahrer und Fahrerinnen fühlten sich angeblich schon länger gegenüber den reinen Cross Country Spezialisten seitens des ÖRVs benachteiligt. Die Tatsache, dass Athleten des Nationalkaders vom ÖRV für die WM nominiert werden können (dieser besteht zum Großteil aus Cross Country Spezialisten) – alle anderen  jedoch die schwere Aufgabe auf sich nehmen müssen und sich über die Marathon World Series qualifizieren müssen – brachte das Fass bei einigen Athleten zum Überlaufen. Ein Top 20 Ergebnis bei einem Rennen der World Series einzufahren ist schließlich keine Aufgabe, die man so im Handumdrehen am Saisonbeginn erledigt, hagelte es Kritik.

Hier gibt es nun die offizielle Stellungnahme des Österreichischen Radsport Verbandes, in Vertretung von Nationaltrainer Christoph Peprnicek:

RAD.SPORT.SZENE: Es gibt einiges an Aufruhe im Fahrerfeld bezüglich der WM Qualifikation (Kirchberg2013). Wir nehmen an, die Richtlinien laut Riders Guide sind noch immer aktuell?

Christoph Peprnicek: Ja.

RAD.SPORT.SZENE: Ist es richtig, dass alle Nationalkaderfahrer bei der WM starten dürfen?

Christoph Peprnicek: Der ÖRV hat als nationaler Verband lediglich 6 Startplätze pro Kategorie, daher werden auch nicht alle XC Fahrer zum Zug kommen. Ich gehe aber davon aus, dass sich einige auch über die Marathon World Series Qualifizieren werden.

RAD.SPORT.SZENE: Viele Marathon Fahrer fühlen sich nun gegenüber den Cross Country Fahrern benachteiligt. Wie sehen Sie das?

Christoph Peprnicek: Alle Fahrer müssen hier Leistungskriterien erfüllen. Die Erfüllung der Kaderrichtlinien ist sicher nicht einfach und verlangt von den Fahrern über die gesamte Saison viel ab. Hier sehe ich beim besten Willen keine Benachteiligung.

RAD.SPORT.SZENE: Gibt es für alle anderen Fahrer nur die Möglichkeit, sich über die World Series zu qualifizieren? Wird vom ÖRV definitiv niemand ohne Quali-Norm zur WM geschickt?

Christoph Peprnicek: Die Marathon World Series ist seitens des Weltverbandes UCI die Möglichkeit, sich für eine XCM WM zu qualifizieren. Die Startplätze, welche dem nationalen Verband zustehen, werden wir an Kaderathleten und -athletinnen vergeben, welche auch eine gewisse Leistung bei der XCM erbringen.

RAD.SPORT.SZENE: Sollte der ÖRV nicht bemüht sein, gleiches Recht für Fahrer aller Disziplinen herzustellen und für einheitliche Quali-Normen sorgen?

Christoph Peprnicek: Seitens des ÖRV sind wir auch bemüht in die Richtung Marathon weiterzuarbeiten. Es wurde auch angedacht in den letzten Jahren einen eigenen Marathon-Kader zu erstellen. Dies scheiterte jedoch an den Möglichkeiten, genaue Richtlinien (wie im XCO) zu erstellen. Auch ein Gespräch mit Alban Lakata brachte hier leider keine Lösung.

RAD.SPORT.SZENE: Vielen Dank für die Stellungnahme!

 

 

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