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Bike Transalp 2021 // Pliem und Schöggl weiter im Führungstrikot

Bike Transalp 2021 // Pliem und Schöggl weiter im Führungstrikot

Bike Transalp 2021 // Pliem und Schöggl weiter im Führungstrikot

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RENNBERICHT – ETAPPE 3 // Von strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen geweckt, machten sich heute Morgen die über 600 MountainbikerInnen in Bormio auf den langen und harten Weg nach Aprica. Wer glaubt, den zähen TeilnehmerInnen der MAXXIS BIKE Transalp würde in Sachen Strapazen etwas geschenkt werden, der*die irrt. Die Schonzeit der gestrigen Etappe, die nach dem harten Auftakt mit 64 Kilometern und mit 2.030 Höhenmetern etwas milder anmutete, war bereits heute wieder vorbei. 

Aprica, 6. Juli 2021. Das Wetter meint es gut mit den SportlerInnen. Nach der kühlen und feuchten Auftakt-Etappe sorgt die italienische Sonne für noch mehr Motivation und ein Plus an guter Laune. Für die heutige Etappe war diese zusätzliche Unterstützung von oben sicher für viele ein Segen. Denn vor der morgigen Königsetappe, die sich in 99 Kilometern und mit 3.270 Höhenmetern von Aprica nach Pellizzano winden wird, sahen sich die TeilnehmerInnen heute schon einem gewaltigen Brocken gegenübergestellt. Gut, dass all die wundervollen Eindrücke und Erlebnisse einer solchen Herausforderung diese Strapazen in vollem Maße entschädigen. 

Entschädigung erhielten heute auch die beiden Österreicher vom Pure HUMANPWR KTM 1 für ihren unschönen Vortag, an dem sich David Schöggl einfach nicht gut gefühlt habe, wie er, die Füße im Pantschbecken kühlend, verrät. Nachdem er und sein Teamkollege Manuel Pliem auf der zweiten Etappe zwei Minuten ihres Vorsprungs verloren hatten, sorgten sie heute gleich einmal für einen Vorsprung, auf dem sie sich nicht ausruhen, aber doch ein wenig beruhigt fühlen werden. „Ganz einfach war es aber nicht“, erklärte David. „Die Zweitplatzierten haben uns am ersten Berg ganz schön Dampf gemacht. Wir mussten heftig fighten, bevor wir uns absetzen konnten, was uns in der schnellen Schotterabfahrt schließlich gelang.“ Schlussendlich überquerten die beiden die Ziellinie mit einem ausgebauten Gesamtvorsprung von dreizehn Minuten. Der zweite Rang ging heute an die Fahrer des KMC-Teams Tim Smeenge und Roel Verhoeven. Auf den dritten Platz schafften es Lennard Heidenreich und Jan-Frederik Finoulst vom Team MAXXIS Velomotion

Einen Führungswechsel und eine Premiere gab es auf der zweiten Etappe bei den Damen. Nach einer grandiosen Aufholjagd konnten sich Imke Weidemann und Anna Schmitt vom fünften auf den zweiten Platz in der Damenwertung vorkämpfen und diesen heute verteidigen. Bei diesem Meisterstück haben sie unter allen TeilnehmerInnen 40 Plätze aufgeholt. Dafür erhielten sie das Scott Attack Trikot. Ein reines Frauenteam im Scott Attack-Trikot – das hat es in 23. Jahren BIKE Transalp-Geschichte noch nicht gegeben! Auf dem ersten Platz hielten sich Danièle Troesch und Lorenza Menapace vom Centro Bike Val Di Sole-Team. Auf Platz drei rückten Carina Mohr und Conny Bucher vom Scott Contessa-Team nach Etappe Zwei einen Platz zurück. 

Die heutige Etappe war ein anspruchsvolles Puzzle, zusammengesetzt aus steilen Schotteranstiegen und langen Asphaltauffahrten, aus rutschigen Trails mit verzwickten Spitzkurven und schnellen Flowtrails, aus steinigen Pfaden und holprigen Wurzelpassagen. Dazu kamen die etlichen Höhenmeter und Kilometer sowie die plötzliche Wärme. Besonders anspruchsvoll war der lange La Grosina-Trail, einer der „5 Crazy Down“. „Der Trail war schon sehr anspruchsvoll. Besonders die Spitzkurven waren sehr steil und es gab wenig Gripp. Für manche Fahrer war das sicher eine große Herausforderung.“, verriet Drittplatzierter Lennard Heidenreich, der selbst ausreichend Spaß in dieser kniffligen Abfahrt hatte. Auch Carina Mohr und Conny Bucher, zwei waschechte Enduro-Fahrerinnen stürzten sich mit einem Lächeln in die Tiefe. „Anstrengend fand ich nicht die Spitzkurven, sondern die steinige Piste davor, wo mir die Hände durch die Erschütterungen fast abgefallen sind.“, erklärte Carina nicht ohne zu lächeln. Viele TeilnehmerInnen mussten dagegen an diesem schwierigen Stück beweisen, dass sie ihr Fahrrad lieben und begannen zu schieben. Nicht umsonst zählt der La Grosina-Trail zu den „5 Crazy Down“, den anspruchsvollsten Trails des Valtellina-Gebirges. 

Nach dieser anspruchsvollen Etappe heute werden sich die TeilnehmerInnen sicher auf ihr Hotel freuen, in dem ihre Beine endlich entspannen dürfen. Bei der morgigen Königsetappe von Apriva nach Pellizzano werden sie schnell genug wieder glühen. 

Bilder: © MARKUS GREBER

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