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BMW HERO SÜDTIROL DOLOMITES || PAEZ UND KOLLMANN-FORSTNER GEWINNEN 2018

BMW HERO SÜDTIROL DOLOMITES || PAEZ UND KOLLMANN-FORSTNER GEWINNEN 2018
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Leonardo Paez und Christina Kollmann-Forstner heißen die Sieger der Ausgabe 2018 des BMW HERO Südtirol Dolomites. Für den Kolumbianer Paez ist es schon der fünfte Sieg beim härtesten Mountainbike-Marathon der Welt, für die Österreicherin Kollmann der erste. Beide brachten ihren Sieg heute souverän ins Ziel in Wolkenstein.

Wolkenstein in Gröden (Südtirol/Italien), 16. Juni 2018 – Strahlend blauer Himmel und Bilderbuch-Bedingungen im Herzen des Unesco-Welterbes Dolomiten: Besser hätten es Organisatoren und Teilnehmer des BMW HERO Südtirol Dolomites nicht treffen können. Und trotzdem: auch in diesem Jahr hat der HERO wieder seine Zähne gezeigt und den 4018 Startern auf 86 Kilometern und 4500 Höhenmetern rund um Sellastock, Langkofel und die Seiser Alm alles abverlangt.

Bei den Männern war heute Rekordsieger Leonardo Paez wieder einmal nicht zu schlagen. Der fast 36-Jährige hatte sich schon im ersten Anstieg auf Dantercepies gemeinsam mit Vorjahressieger Juri Ragnoli vom mit drei Weltmeistern besetzten Feld absetzen können, danach hätte ihm ein Sturz fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ich habe ein paar wertvolle Sekunden auf Juri verloren, sie aber nach und nach wettmachen können“, so der HERO-Rekordsieger. Danach zeigte Paez auch heute wieder, dass der HERO so etwas ist wie sein Heimrennen: „Für mich ist dies ein ganz besonderes Rennen, auch wenn es vom Anfang bis zum Ende hart ist“, so der Kolumbianer, für den Ex-Weltmeister Massimo Debertolis heute die richtige Beschreibung fand: „Paez ist sonst schon unglaublich stark, beim HERO aber einfach super.“

Während mit Leonardo Paez der Topfavorit auf dem höchsten Treppchen steht, ist Martino Tronconi auf Platz zwei eine handfeste Überraschung. Der 22-Jährige aus Faenza in der Provinz Ravenna konnte heute zwar Paez nicht gefährden, ließ aber den Rest des Feldes mehr als eineinhalb Minuten hinter sich: „Eigentlich hatte ich auf ein Top-10-Ergebnis gehofft, aber das ist einfach unglaublich“, so Tronconi nach der Zieleinfahrt in Wolkenstein. Er habe sich zunächst an die Gruppe der Topfahrer hinter Paez und Ragnoli gehalten, dann aber gemerkt, dass er noch Energie hatte: „Da habe ich mir gedacht: Du bist 22 Jahre alt und hast nichts zu verlieren!“, so Tronconi.

Einen harten Kampf gab es bis auf die letzten Kilometer um Platz drei, den sich schließlich der Schweizer Urs Huber sicherte. „Ein Podestplatz war heute mein Ziel und es fühlt sich sensationell an, dass es geklappt hat“, so der 33-Jährige aus Mettmenstetten im Kanton Zürich. Er habe sich das Rennen heute sehr gut eingeteilt und sei die ersten Steigungen nicht allzu schnell angegangen. „Deshalb hatte ich noch Reserven und bin schließlich von Platz acht auf drei vorgefahren“, so Huber, der 2016 den Gesamtsieg beim härtesten Etappenrennen der Welt, der Cape Epic in Südafrika eingefahren hatte.

 

 

 

Während bei den Herren die 86-Kilometer-Königsdistanz für den UCI-Marathon-Weltcup gewertet wird, ist es bei den Damen die „kurze“ Variante über 60 Kilometer und 3200 Höhenmeter. Auf dieser schaffte die Schladmingerin Christina Kollmann-Forstner heute den Sprung vom zweiten Platz im Vorjahr auf das oberste Treppchen: „Dieser Sieg bedeutet mir megaviel, es ist einer, der mir noch gefehlt hat“, so die 30-jährige amtierende Europameisterin. Der HERO sei zwar ein „sehr, sehr schweres Rennen, heute hat aber von Anfang bis zum Ende alles super funktioniert“, so die Siegerin. Auf dem Sellajoch habe sie sich umgeschaut und: „Da war hinter mir niemand mehr zu sehen, sodass ich die letzten Kilometer einfach nur mehr genießen konnte“, erklärte Kollmann.

Mit über 3.16 Minuten Rückstand hinter Kollmann fuhr heute die Litauerin Katazina Sosna durchs Ziel in Wolkenstein: „Dieser zweite Platz fühlt sich an wie ein Sieg“, so Sosna, die heute nicht einmal ein Sturz aufhalten konnte. „Das Rennen war unglaublich hart, ich habe es mir aber exzellent eingehalten und konnte meinen Rhythmus halten“, so die 28-Jährige, die für das Team Torpado-Südtirol fährt. „Dieser Erfolg bedeutet mir sehr viel, auch weil es das Heimrennen unseres Sponsors ist“, so Sosna.

Hinter Kollmann und Sosna auf Platz drei landete heute die beste Italienerin, Mara Fumagalli aus Lecco. „Es war sehr wichtig, heute als erste Italienerin ins Ziel zu kommen, auch weil ich eine eindrückliche Visitenkarte für die WM abgeben konnte“, so die 30-Jährige. Sie habe in dieser Saison einige Rennen auslassen müssen, heute sei sie aber sehr gut in Form gewesen, „auch wenn der HERO immer extrem schwer ist – nicht zuletzt wegen der Höhe“, so Fumagalli.

 

 

Ein alter Bekannter setzte sich schließlich auf der 60-Kilometer-Strecke der Männer durch: der Olanger Klaus Fontana, der den ersten HERO im Jahr 2010 auf der langen Strecke für sich entscheiden konnte und den 60er auch bereits im Vorjahr gewonnen hatte. „Der HERO ist für mich das wichtigste Rennen im Jahr“, so Fontana, „und ein Sieg hier ist das Schönste überhaupt“.

Diese Einschätzung sicher teilen kann OK-Chef Gerhard Vanzi, der heute einen HERO der Extraklasse erleben durfte: „Ein Rennen bei diesem Wetter und diesen Bedingungen ist ein Traum“, so Vanzi: „Für die Fahrer, die Organisatoren und für das ganze Dolomitengebiet, das sich von seiner schönsten Seite zeigen konnte.“ Vanzi erinnerte heute auch an die rasante Entwicklung des HERO seit seiner ersten Auflage 2010, an die jährlichen Neuheiten und das internationale Netzwerk, das man um das Rennen aufgezogen habe. „All das sorgt Jahr für Jahr für jene Emotionen, mit denen wir das Interesse am HERO hochhalten können“, so der OK-Chef. Und auch wenn der HERO 2018 gerade erst zu Ende gegangen ist, warf Vanzi schon einen Blick voraus auf 2019. „Im nächsten Jahr feiern wir unser 10-Jähriges und wir haben jetzt schon einiges für dieses Jubiläum in petto“, so der OK-Chef, der sich heute auch bei den hunderten freiwilligen Helfern bedankte. „Man kann es nicht oft genug betonen“, so Vanzi, „ohne den Fleiß, den Einsatz und die Kompetenz unserer Freiwilligen wäre ein solches Event nie und nimmer möglich“.

 

Rangliste HERO Südtirol Dolomites Herren (86 Kilometer)

  1. Hector Leonardo Paez Leon (COL)        4:28.45,1
  2. Martino Tronconi (ITA)                            4:34.33,2
  3. Urs Huber (SUI)                                         4:36.05,6
  4. Samuele Porro (ITA)                                 4:36.38,1
  5. Alban Lakata (AUT)                                  4:37.31,2
  6. Diego Alfonso Arias Cuervo (COL)        4:38.41,0
  7. Roel Tony Paulissen (BEL)                     4:42.07,4
  8. Periklis Ilias (GRE)                                   4:43.38,8
  9. Riccardo Chiarini (ITA)                           4:43.39,7
  10. Juri Ragnoli (ITA)                                     4:44.45,0

 

Rangliste BMW HERO Südtirol Dolomites Damen (60 Kilometer)

  1. Christina Kollmann-Forstner (AUT)        3:50.01,4
  2. Katazina Sosna (LTU)                                 3:53.17,8
  3. Mara Fumagalli (ITA)                                 3:54.49,9
  4. Blaza Pintaric (SLO)                                    3:58.02,7
  5. Elena Gaddoni (ITA)                                   3:58.48,4
  6. Angela Carolina Parra Sierra (COL)        4:01. 56,0
  7. Sally Bigham (GBR)                                    4:05.19,4
  8. Jessica Pellizzaro (ITA)                              4:05.23,9
  9. Gaia Ravaioli (ITA)                                     4:05.45,2
  10. Costanza Fasolis (ITA)                               4:06.43,0

 

Die vollständigen Ranglisten und alle Teilzeiten finden sich hier.

 

Fotocredits: HERO Südtirol Dolomites 

 

 

 

 

 

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