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Daniel Federspiel ist Vize-Weltmeister im Eliminator

Daniel Federspiel ist Vize-Weltmeister im Eliminator
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Mit dem Australier Paul van der Ploeg ist der neue Eliminator-Weltmeister eine Überraschung. Daniel Federspiel bewies einmal mehr, dass er der konstanteste Sprinter im Mountainbike ist und wird Vize-Weltmeister. Tolles Rennen auch von Gregor Raggl, der im Viertelfinale knapp ausschied und mit der besten Viertelfinal-Zeit Platz neun belegte.

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Pietermaritzburg/Südafrika. Welch ein Eliminator-Rennen war das heute in Pietermartizburg in Südafrika. Daniel Federspiel ist Vize-Weltmeister! Der Überraschungs-Weltmeister Paul van der Ploeg aus Australien konnte den Fahrer von Ötztal SCOTT Racing im Finale knapp abhängen. Am Start noch in Führung konnte Federspiel seine Konkurrenten zuerst dominieren, in der ersten Kurve überholte ihn der Australier aber innen. Im Sprintfinale bergauf konnte Federspiel die Lücke leider nicht mehr schließen und sprintete als Zweiter ins Ziel. „Ich wäre gerne Weltmeister geworden, bin aber jetzt glücklich, ob dem schwierigen Kurs die Silbermedaille geholt zu haben“, erklärt Federspiel noch im Ziel. Denn alle anderen Topfavoriten scheiterten bei dem schwierigen Kurs schon in den Achtel- und Viertelfinalläufen. Von den besten Eliminator-Fahrern zeigte nur Federspiel eine Topleistung bei der WM.

Toll auch die Leistung von Gregor Raggl, der im Viertelfinale knapp nicht ins Semifinale vorstoßen konnte. Für den U23-Fahrer eine echte Top-Leistung, die für die Zukunft viel verspricht. Mit der besten Viertefinalzeit wird Gregor Raggl insgesamt neunter der Eliminator-Weltmeisterschaften.

Die ersten Reaktionen

Daniel „Feder“ Federspiel, Vize-Weltmeister Eliminator 2013: „Es war ein tolles Rennen von der Qualifikation bis zum Finale. Die Woche war nicht leicht für mich, den Druck, Weltmeister zu werden, habe ich doch gespürt. Die Strecke war eine echte Herausforderung, vor allem die sehr verblockten Passagen und ein sehr steiler Anstieg zur Mitte haben uns alles abgefordert. Mein Ziel war die Goldmedaille, aber jetzt sage ich voller Freude: Ich habe die Silbermedaille gewonnen! Ich gratuliere Paul van der Ploeg ganz herzlich zum Weltmeistertitel. Er kam, sah und siegte sozusagen – deshalb hatten den Australier nicht viele als Favoriten am Radar. Paul war in dieser ersten 180-Grad-Kurve kurz nach dem Start einfach schlauer als ich, wählte eine enge Route und war vorne. Vor so viel Können ziehe ich meinen Hut und freue mich jetzt über meinen Vize-Weltmeistertitel wie über einen Sieg.“

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Gregor Raggl: „Zuerst war ich echt enttäuscht, dass ich im Viertelfinale so knapp Dritter in meinem Heat geworden bin. Aber nachdem ich jetzt auf Platz 9 gewertet bin, bin ich echt stolz auf meine Leistung beim Eliminator. Drei Rennen in fünf Tagen – das war für mich eine wirklich harte Weltmeisterschaft. Ich bin rundherum zufrieden mit den Ergebnissen und meiner Leistung. Jetzt freue ich mich auf 2014 und hoffentlich noch bessere Leistungen.“

Karl Markt, sportlicher Leiter Ötztal SCOTT Racing: „Feder ist wirklich eine Maschine. Der Kurs war nämlich sehr schwierig und eher wie ein Cross Country ausgelegt. Darum sind die meisten Eliminator-Spezialisten schon früh gescheitert. Aber nicht unser Daniel. Er war im Viertel-Finale und im Halbfinale wirklich überlegen. Für mich ist der Vize-Weltmeistertitel wie ein Sieg, denn der Druck auf den Daniel war schon sehr groß. Das musst du als Sportler einmal wegstecken und dann punktgenau dennoch deine Leistung abrufen. Der neunte Platz von Gregor Raggl macht mich als sportlichen Leiter unseres Teams noch stolzer. In so jungen Jahren bei den besten Sprintern mitzufahren – da kann man sich für die Zukunft noch viel erwarten.“

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Federspiel in der Rock-Section | Foto: Küstenbrück

 

Das Qualifying

Mit Platz vier (Federspiel) und Platz zehn im Qualifying zogen Daniel Federspiel und Gregor Raggl überlegen in die Finalrunden ein. Für Karl Markt, der ebenfalls beim Eliminator an den Start ging, war bereits im Qualifying Schluss. Mit einer Zeit von 1:56.738 belegte er Platz 62. „Für mich war es klar, dass ich für Österreich auch beim Sprint an den Start gehe, auch wenn das nicht meine Disziplin ist und ich mir nichts erwartet habe. Aber im Nationaltrikot noch einmal an den Start zu gehen – das ist für mich eine Ehre und ein Spaß“, meint Karl Markt.

Die Finalläufe

In den Achtel-Final-Heats hatten weder Daniel Federspiel noch Gregor Raggl große Probleme. Sie kamen in ihren jeweiligen Läufen souverän weiter und machten sich auf ins Viertelfinale. Wie hochkarätig das Feld war, zeigte sich schon in den Achtelfinali, wo unter anderem der amtierende Eliminator-Weltmeister Ralph Naef oder der Brite Kenta Gallagher ausschieden. Im Viertelfinale ließ Daniel Federspiel nichts anbrennen und setzte sich von Beginn an die Spitze des Heats und fuhr sein Viertelfinale überlegen nach Hause. Für Gregor Raggl war im Viertelfinale leider Schluss. Er schied ganz knapp gegen den italienischen Meister Elia Silvestri und den deutschen Andy Eyring aus. Raggl hielt lange den zweiten Platz, nach einer gerinfügig schlechteren Linie in einer Rocksection konnte Raggl den Italiener nicht mehr überholen. Im Semifinale war Daniel Federspiel unglaublich stark und ließ seinen Gegnern keine Chance. Das Finale war dann eine hauchdünne Entscheidung zwischen Federspiel und van der Ploeg. Federspiel ging nach dem Start in Führung, in einer 180-Grad-Kurve konnte der Australier innen vorbeiziehen. Im finalen Sprint leicht bergauf kam Federspiel knapp an den Australier heran, sprintete aber als zweiter ins Ziel.

Der Kurs

Noch einige Informationen zum Weltmeisterschaftskurs in Pietermaritzburg. Mit 820 Metern Länge bot der Kurs alles, was den Eliminator so spannend macht. Der Kurs war vor allem gespickt mit Hindernissen und Sprüngen und hat den Fahrern alles abverlangt. Vor allem die steilen Anstiege, enge Downhill-Passagen und Passagen mit stark verblockten Steinen machten den Kurs zu einem echten Weltmeisterkurs.

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