Home LIFESTYLE DER MYTHOS UM DIE ROTIERENDEN TEILE || TEIL 1
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DER MYTHOS UM DIE ROTIERENDEN TEILE || TEIL 1

DER MYTHOS UM DIE ROTIERENDEN TEILE || TEIL 1
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„Wie ein Rad, das sich nicht dreht…“, Sportfreunde Stiller bringen es auf den Punkt:

Die Themen Rad und rotierende Masse sind seit jeher untrennbar miteinander verbunden. Doch wie wirkt sich nun drehende Masse gegenüber geradlinig bewegter Masse auf deine notwendige Pedalkraft aus? Bringen Leichtbaulaufräder den erhofften Vorteil oder ist es egal? Wir wollen uns damit in einer zweiteiligen Serie beschäftigen. – Teil 1

Diejenigen unter uns, die schon einmal an einem Radrennen teilgenommen haben, kennen es bereits aus eigner Erfahrung: Die meisten Entscheidungen fallen in den Anstiegen, das heißt bergauf bzw. unter Einfluss der Schwerkraft. Wenn man an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit stößt, die Beine zu brennen beginnen, die Lungen nach Sauerstoff keuchen, wird eines entscheidend: Der notwendige Energiebedarf, um sich und sein Fahrrad bergauf fortzubewegen und auf die ständigen Tempoänderungen zu reagieren. Keine Frage, dass ein leichtgängiges Rad ein großer Vorteil ist. Aber wo bringt Gewichtersparnis am meisten?

Bestimmt hast du auch schon mindestens einmal davon gehört, dass die rotierende Masse – also im speziellen die Laufräder und alles was dazugehört – einen anderen Einfluss als die linienförmig bewegte Masse – also zum Beispiel der Rahmen – auf die benötigte Energie zum Beschleunigen usw. hat.

 

Leichtbau-Laufräder: Schweineteuer, empfindlich – aber notwendig?

Man findet auch immer wieder Beiträge und Testberichte in diversen Zeitschriften, die sich mit diesem Thema befassen. In letzter Zeit ist es auch immer öfter üblich, bei Laufrädern die notwendige Energie für den Beschleunigungsvorgang anzugeben. Und auch die Zahl der Fahrer steigt, die neben dem Gesamtgewicht eines Fahrrads auch auf das Gewicht der einzelnen Komponenten achten. Und wie bereits eingangs beschrieben, sollten vor allem die Laufräder inkl. Reifen einen großen Einfluss haben. Jetzt lassen sich Leichtbau–Laufräder meist durch folgende Eigenschaften beschreiben: Schweineteuer, meist genauso empfindlich, aber trotzdem absolut notwendig.

 

Ziemlich egal, ob die Masse rotiert oder nicht?

Doch wer sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, wird feststellen, dass es dazu viele unterschiedliche Auffassungen gibt. Es existieren in diversen Magazinen und Zeitschriften Berechnungen, die nachweisen, dass die Laufräder einen sehr hohen Einfluss auf die notwendige Energie haben. Und dann gibt es Berechnungen die das Ergebnis haben, dass es ziemlich egal ist, ob die Masse rotiert oder nicht.

Die Grundlagen
Betrachten wir zunächst ein Fahrrad und seine Hauptteile: Hier gibt es Komponenten wie den Rahmen, Vorbau, Lenker, Sattel, Anbauten usw., die grundsätzlich nur geradlinig bewegt werden. Die Laufräder inkl. Naben, Speichen und Bereifung werden allerdings zusätzlich rotierend bewegt. Und hier liegt der wesentliche Unterschied im notwendigen Energieaufwand begründet. Um einen Körper bzw. Masse zu bewegen oder zu beschleunigen, ist wie beschrieben Energie notwendig. Und es erscheint logisch, dass für eine Komponente deines Rads, die geradlinig und rotierend bewegt wird, mehr Energie notwendig ist, als für eine Komponente, die nur geradlinig bewegt wird. Diese Energie, von der nun die Rede ist, muss natürlich irgendwo herkommen bzw. umgewandelt werden, wie es in der Fachsprache heißt. Wenn du also nicht gerade auf einem E-Bike sitzt, so ist es dein Körper bzw. sind es deine Beine, die diese Energie auf die Pedale bringen müssen. Oder, wenn du an einer Kuppe angelangt bist und wieder nach unten rollst, ist es die Schwerkraft, die dich beschleunigt.

Mythos oder Wahrheit?
Nun zurück zur eigentlichen Frage, welchen Einfluss die rotierende Masse auf den Gesamtenergiebedarf hat. Hast du auch schon davon gehört, dass 1 kg Gewichtsersparnis am Laufrad ca. 10 kg am Rad oder Fahrer entsprechen sollen? Wir werden uns mit dieser Frage intensiv beschäftigen und dir im zweiten Teil ausführlich berichten. Eines aber vorweg: Die im vorigen Satz aufgestellte Behauptung ist in der Art sicherlich falsch. Warum? Weil es neben der Gesamtmasse des Laufrades vor allem auf die Gewichtsverteilung innerhalb des Laufrades ankommt, da das Trägheitsmoment quadratisch mit dem Radius wächst.

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