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KMC MTB-BUNDESLIGA TITISEE-NEUSTADT / ELIMINATOR-SPRINT

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Favoritinnen-Sieg und Überraschungs-Zweite // Der Weltmeister dominiert – Lokalmatador punktet stark.

Zum Auftakt des finalen Wochenendes der KMC MTB-Bundesliga haben sich in Titisee-Neustadt im Eliminator Sprint die Favoriten durchgesetzt. Vize-Weltmeisterin Kathrin Stirnemann aus der Schweiz und Weltmeister Daniel Federspiel aus Österreich triumphierten, während Juniorin Lia Schrievers überraschend Zweite wurde und Simon Stiebjahn auf dieser Position viele Punkte für die Gesamtwertung holte.

 

Federleicht enteilt

Wie leicht und locker das doch aussah. Nomen est Omen. Federleicht und spielend enteilte Daniel Federspiel beim Eliminator Sprint an der Hochfirstschanze seinen Konkurrenten. Auch im Finale jagte der Österreicher den Anstieg entlang der Zuschauerränge im Skisprung-Stadion hinauf und riss scheinbar ohne Mühe eine Lücke auf den Deutschen Ex-Meister Simon Stiebjahn.

 

(c) Dobslaff/EGO-Promotion
(c) Dobslaff/EGO-Promotion

 

„Ich habe dieses Jahr alles erreicht und bin in den vergangenen Wochen nur noch Sachen zum Spaß gefahren. Eigentlich bin ich schon in der Off-Season“, erklärte der Weltmeister.

„Im Grunde ist das nicht mein Wetter“, meinte er zu den Regenfällen, „aber es ging trotzdem richtig gut. Ich könnte jetzt grade noch mal einen Sprint fahren.“ Simon Stiebjahn wurde von Federspiel abgehängt, doch der Lokalmatador und Mit-Organisator des KMC Bundesliga-Wochenendes war weit davon entfernt enttäuscht zu sein. „So ist das, wenn man so gute Leute einlädt“, meinte er schmunzelnd mit Seitenblick auf den Sieger. „Spaß beiseite, es ist super cool, dass er gekommen ist. Ich hatte keine Chance, aber ich habe mehr Punkte geholt, als ich mir erhofft habe“, so Stiebjahn.

 

(c) Küstenbrück/EGO-Promotion
(c) Küstenbrück/EGO-Promotion

 

Das Halbfinale hätte er sich zum Ziel gesetzt, so Stiebjahn. Der zweite Platz brachte ihm 50 Punkte, so dass er vor dem abschließenden Cross-Country-Rennen am Sonntag mit 154 Punkten die Führung vor Max Holz (CEP Racing, 125) übernehmen konnte, der selbst im kleinen Finale siegte und auch noch Ben Zwiehoff (Bergamont, 120) überholte. Der hatte sich doch noch entschieden auf den Sprint zu verzichten.

Mit seinem dritten Platz im Finale holte sich Felix Klausmann (Link Rad Quadrat) erstmals den Gesamtsieg im Sprint, zwei Punkte vor Simon Stiebjahn, der nach vier Gesamterfolgen seine Serie nicht mehr verlängern konnte. „Ich bin sehr zufrieden ins Finale gekommen zu sein, nachdem ich in der Quali gestürzt bin“, meinte Klausmann. „Super, dass es für die Gesamtwertung gereicht hat.“

 

Stirnemann freut sich über zwei Linien

Kathrin Stirnemann (Haibike-Ötztal), Weltmeisterin von 2014, WM-Dritte 2015, und Vize-Weltmeisterin von 2016 hatte ihre Konkurrenz jederzeit im Griff. Die Eidgenossin ließ sich nicht in unnötige Zweikämpfe verwickeln, sondern griff dann an, wenn sie es für effektiv genug hielt.

 

„Ich wollte so viel wie möglich Energie sparen“, erklärte Stirnemann.

Von Lauf zu Lauf aber auch für das Cross-Country-Rennen am nächsten Tag. So lancierte sie im Finale den entscheidenden Angriff in der zweiten von zwei Runden im Anstieg, der über die Zuschauer-Ränge des Skisprungstadions hinauf führte.  Sie löste die Deutsche Meisterin Nadine Rieder (AMG-Rotwild) aus Sonthofen an der Spitze ab und holte rasch einige Meter Vorsprung heraus. „Der Regen hat es zusätzlich schwierig gemacht“, erklärte Stirnemann. „Aber das hat Spaß gemacht. Ich fand es auch gut, dass es im Wald zwei Linien gab, dadurch wurde es voll interessant. Die zweite Linie war mit dem Regen auf einmal schneller.“

 

(c) Goller/EGO-Promotion
(c) Goller

 

Hinter ihr bekam es Nadine Rieder mit der starken Juniorin Lia Schrievers (CEP Racing) zu tun. Auf der ansteigenden Zielgeraden konnte die 18-Jährige noch mal zulegen und schoss an der Meisterin vorbei auf Rang zwei. „Heute lief es gut, von Lauf zu Lauf sogar besser. Ich hatte auf der Zielgeraden immer noch Körner übrig, war aber erstaunt, dass es noch an Nadine vorbei gereicht hat“, erklärte die Bayreutherin. Im Viertelfinale hatte sie eine Schrecksekunde erlebt, als sie stürzte. Sie rappelte sich in Windeseile wieder auf und schaffte noch den Einzug ins Halbfinale.

Nadine Rieder zeigte sich nicht enttäuscht über den knapp verpassten zweiten Rang. „Ich habe schon in den letzten zwei Wochen gemerkt, dass Kraft und Motivation ein wenig nachlassen. Ich bin froh, dass ich hier noch mal das Meistertrikot präsentieren konnte und dass es noch aufs Podest gereicht hat. Und für den Sieg in der Gesamtwertung hat es ja auch gereicht“, so Rieder, die das Sprint-Gesamtklassement mit 74 Punkten vor Lia Schrievers (67) und Kathrin Stirnemann (60) gewinnen konnte (Punkte beim Finale zählen doppelt).

 

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