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KTM FAHRRAD – BIKES MADE IN AUSTRIA

KTM FAHRRAD – BIKES MADE IN AUSTRIA
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„Am liebsten fahren wir Rad, hier in Mattighofen!“

Diese Leidenschaft der Mitarbeiter spiegelt sich auch in den Produkten des Familienunternehmens wider. Die vielen Jahrzehnte an Erfahrung, die sich im Firmenhauptsitz angesammelt haben, bilden die Grundlage für das Kunststück jedes Jahr aufs Neue ein hochqualitatives Vollsortiment herauszubringen. Dabei ist sich die Marke selbst treu geblieben, produziert weiterhin in Österreich und schafft es auf neue Trends wie Elektromobilität nicht nur aufzuspringen, sondern hier auch eine Vorreiterrolle einzunehmen. Ein Versuch das orange Erfolgsgeheimnis zu lüften und deine Chance einen Blick hinter die Kulissen von KTM zu werfen:

Von den Anfängen zur Kultmarke//

Der Startschuss für Bikes made in Austria fiel im Jahre 1934. Damals gründete ein gewisser Hans Trunkenpolz im Alter von 25 Jahren KTM. Seine Werkstatt entwickelte sich nach dem Krieg zu einer der größten Österreichs. Mit der Unterstützung von Ernst Kronreif begann er Leichtmotorräder zu bauen und zusammen ließen sie das Unternehmen in Verbindung mit motorsportlichen Erfolgen zum Synonym von Erfolg und Qualität heranreifen. In Sachen Fahrrad schlug 1964 die Geburtsstunde. Das erste Modell, das „Fleetwing“ wurde gebaut. Von da an ging die Entwicklung schnell voran und bereits 1989 wurde in Mattighofen das millionste Fahrrad hergestellt. Die zeitlichen Vorgänge sind mit der heutigen Produktion von fast 200.000 Rädern im Jahr nicht mehr zu vergleichen.

Rahmentestung alla KTM 1960. (C) KTM

1991 ertönte dann mit einem Konkursverfahren der Paukenschlag im Hause KTM Fahrzeugbau, damals im Bestitz der Taus-Gruppe. Im Dezember wurde schließlich das Angebot, zur Firmenübernahme von Herrn Hermann Urkauf angenommen. Es folgten weitere Herausforderungen, bis sich im Jahr 1995, mit einem sehr schlechten Jahr, die nächste Kehrtwende abzeichnete. Man stand praktisch vor einem erneuten Konkurs. Ab 07.01.1996 übernahm Frau Carol Urkauf-Chen die Leitung der Firma und rettete KTM Fahrrad damit vor dem Ruin. Auch sprachliche Barrieren und fehlende staatliche Unterstützung hinderten sie nicht daran, das Unternehmen wieder aufzurichten. Seit 1997 ist sie alleinige Inhaberin der KTM Fahrrad GmbH und aus der Welt der KTM Fahrräder nicht mehr wegzudenken. Der Aufstieg seit damals hat Bilderbuchcharakter. Zurzeit sind im Werk in Mattighofen über 400 Mitarbeiter beschäftigt, die mit ihrer Arbeit für Umsätze von €120 Mio. sorgen.

 

„Made in Austria“ sind dabei nicht nur die Fahrräder, sondern ist auch der ganze Entwicklungsprozess.

 

„Made in Austria“ sind dabei nicht nur die Fahrräder, sondern ist auch der ganze Entwicklungsprozess, der dahintersteht. Dieser findet nämlich genau wie damals immer noch im oberösterreichischen Firmenhauptsitz statt. Und auch der Name spiegelt spiegelt mit K (Kronreif), T (Trunkenpoltz), M (Mattighofen) immer noch die Anfänge wider.

KTMs erstes Straßenrad: Formula (1986). (C) KTM

Doch wofür stehen die drei Buchstaben und die Fahrradmarke KTM?

Die positive Verknüpfung der Marke mit Erfolg und Qualität konnte in den Fahrrad Sektor übernommen werden und spiegelt sich in erstklassigen Erzeugnissen made in Austria wider. KTM konnte nicht nur früh auf den Zug E-Bike aufspringen, sondern eine Vorreiterrolle in diesem Sektor einnehmen. Bereits 1995 versuchte sich KTM am ersten Modell und steht heute für eine breite Palette an Pedelecs, wie auch E-Mountainbikes. Das erste E-MTB kam 2009 und vollgefedert kann man mit KTM seit 2011 über die Trails fetzen. Diese Rolle und der damit verbundene Erfolg wurde auch international anerkannt und 2012 beispielsweise mit dem heiß begehrten Eurobike Design Award für den E-Shopper ausgezeichnet. Damit schafft es KTM dem heutigen Verlangen nach Elektromobilität nachzukommen und die breite Gesellschaft auf das Rad zu bringen.

Aber auch traditionelle Werte werden bei KTM hochgehalten. Nach einer bereits über 50 Jahre andauernden Erfolgsgeschichte ist es gelungen das Gütesiegel „Bikes – Made in Austria“ auf den Rädern zu behalten. KTM identifiziert sich besonders mit dem Siegel und ist stolz darauf eine heimische Produktion ihre zu nennen. Dass die dadurch verkörperte Qualität auch im Ausland geschätzt wird, zeigt sich in dem Vertrauen darauf, in mehr als 60 Ländern weltweit.

Bei der rasenden Entwicklung der Fahrradbranche ist das jährliche Vollsortiment von KTM hoch einzuschätzen. Durch die Bank soll dem Kunden hier hohes Niveau geboten werden. Darunter finden sich nicht nur Rennräder und Highend Carbon-Fullys, sondern auch Retro-Bikes und Räder für die ganz Kleinen. Bei allen Modellen erkennbar ist dabei das zeitlose Design und viel Orange.

Die große Identifikation als österreichische Marke zeigte sich nicht zuletzt auch im Rahmen der Rad-Weltmeisterschaften in Innsbruck dieses Jahr. Unter dem Motto „Kristall trifft auf Carbon“ ging KTM mit einem anderen österreichischen Top-Unternehmen eine besonders glanzvolle Kooperation ein. Anlässlich des sportlichen Großereignisses wurden zwei Modelle von Svarovski in glitzernde Kunstwerke verwandelt und mit Kristallen bestückt. Genauer gesagt waren das 24.500, die in Handarbeit! an zwei Revelator Lisse Rädern angebracht wurden und diese Aero Räder in ganz besondere Unikate verwandelten. Eines der beiden wurde daraufhin von Licht ins Dunkel für einen guten Zweck versteigert. Johanna Urkauf, KTM Geschäftsführerin freut sich ob dieser gelungenen Kooperation:

 

„Die kristalline Verwandlung ist etwas absolut Außergewöhnliches und ich finde, das Funkeln steht unseren Rennrädern besonders gut zu Gesicht!“

 

Eine besondere Patnerschaft für ein besonderes Modell. (C) Svarovski Kristallwelten

Ein Blick in die hauseigene Produktion//

Wenn es um die Herstellung von Fahrrädern geht, kann KTM mittlerweile auf eine lange Historie zurückblicken. Seit dem ersten produzierten Rad im eigenen Hause sind fast 60 Jahre vergangen. Diese Erfahrung fließt in jedes einzelne der 220.000 Räder ein, die heute pro Jahr gefertigt werden.

Die Produktion in Österreich ist zu etwas seltenem geworden. Bei KTM ist man darauf allerdings besonders stolz und sieht einige Vorteile daran alles im eigenen Haus zu haben: Verschiedenste Produktionsschritte – Tür an Tür – bringen viel Flexibilität und Möglichkeiten für Anpassung. Die in diesem Haus angesammelte Erfahrung bringt einen deutlichen Mehrwert an Qualität. Der ländliche Standort kann bei einer Firma dieser Größe das Finden neuer Arbeitskräfte durchaus erschweren und auch die Lohnkosten stellen sich gegenüber anderen Ländern höher dar. Herausforderungen auf die KTM mit Freude eingeht. Zu groß ist die Verbundenheit zur Heimat und der eigenen Tradition, um die Produktion ins Ausland zu verlagern. Besonderen Wert wird hierbei auch auf Nachhaltigkeit gelegt. Transportwege zu minimieren und logistische Fragen optimal zu lösen, hat bei KTM einen hohen Stellenwert. Auch beim Lackieren wird auf zusätzliche Giftstoffe verzichtet und auf wasserlösliche Farben vertraut.

 

Schauen wir uns also an, wie in der oberösterreichischen Produktionsstätte dein Spaßgerät für alpine Trails, treuer Begleiter für den täglichen Arbeitsweg oder der neue Rennschlitten für die kommende Saison entsteht!

 

Den besten Einblick in die orange Welt Mattighofens liefert uns aber ein Blick auf das Produkt an sich. Schauen wir uns also an, wie in der oberösterreichischen Produktionsstätte dein Spaßgerät für alpine Trails, treuer Begleiter für den täglichen Arbeitsweg oder der neue Rennschlitten für die kommende Saison entsteht!

Am Anfang steht in Mattighofen wie vor jedem besonderen Erzeugnis einmal eine einzigartige Idee. Die entsteht nicht auf Knopfdruck im Bürosessel der Firmenzentrale, sondern ist das Ergebnis einer langen Brainstormingphase, die von alltäglichen Formen und Kurven geprägt werden kann. Hat sich eine Idee einmal im Hinterkopf festgesetzt, heißt es diese auch aufs Papier zu bringen und später auf den Bildschirm zu übertragen.

In diesen Prozess fließen auch schon Farb- und Desingvorstellungen des späteren Bikes mit ein. Durch die Berücksichtigung des zukünftigen Einsatzbereichs und der verwendeten Anbauteile entsteht ein stimmiges Gesamtkunstwerk.

Ab mit den Daten in den 3D Drucker und schon gibt es das erste Modell in Echtform und Größe. Sind alle Beteiligten zufrieden, werden die Daten nach Asien geschickt, um eine erste Serie herzustellen. Bevor es in die Produktion geht, heißt es diese aber noch ausgiebig zu testen. Auch die verwendeten Anbauteile werden nochmals durchgecheckt.

Nachdem die endgültigen Rahmen dann im Werk angelangt sind, erfolgt in der hauseigenen Lackiererei die weitere Bearbeitung bevor der Rahmen dann, nach dem Bekleben und der Hitzeeinwirkung im Ofen, zum Aufbau weitergeleitet wird. Nach dem Einbau der Gabel und parallel ablaufendem Einspeichen der Laufräder, langen diese Teile bei der Bike-Box ein. Diese kleine Werkstätte bildet das Herzstück des Aufbaus und einen ganz besonderen und liebevollen Produktionsschritt. Hier arbeiten bei KTM nämlich immer eine Frau und ein Mann gemeinsam an einem Fahrrad. Bis zu 30 Räder schaffen sie täglich, bevor sie nochmals kontrolliert und verpackt werden. Anschließend werden sie an die Händler versandt, die meist lediglich den Lenker geraderichten müssen, bevor das Rad an den Kunden weitergeht.

Für die gesamte E-Bike Sparte entwickelte KTM zudem eine eigene E-Bike Straße, um den Produktions-Ablauf zu optimieren und effizienter arbeiten zu können. Zudem wird im Juli 2019 ein komplett neu aufgebautes Produktionsgebäude eröffnet, um auf höchstem Niveau der hohen Nachfrage gerecht werden zu können.

Eine Traditionsmarke die auch in Zukunft hoch hinaus will//

Auch nach dem Aufbau einer führenden Marke in den letzten Jahrzehnten und der Übergabe des Familienunternehmens an die nächste Generation mit Tochter Johanna Urkauf, steht in Mattighofen nichts still. Ständig wird an neuen Produkten und Taktiken gefeilt, um auch in Zukunft Standards zu setzen. Großen Anteil an dem Bestehen und weiterem Ausbau der Marken haben auch die beiden Geschäftsführer Stefan Limbrunner und Franz Leingartner, die ihr über die Jahre gesammeltes Wissen einfließen lassen.

Bestes Beispiel für gelebte Interaktivität und Zusammenarbeit ist der, erst vor kurzem ausgetragene, Bloomers Design Thinking Workshop. In Zusammenarbeit mit Oberösterreich Tourismus entstand die Idee ein Woman‘s Bike Camp zu veranstalten. Ziel des Projekts war es gemeinsam mit den 10 teilnehmenden aktiven Mountainbikerinnen Erkenntnisse über die aktuelle KTM-Produktpalette und das oberösterreichische Urlaubsangebot zu sammeln. Die Bikerinnen besichtigten dabei die Firmenzentrale und nahmen mit Modellen aus der neuen Produktpalette die frisch eröffnete Mühlviertler Granitland Südstrecke unter die Stollen. Die von den erfahrenen Outdoorspezialistinnen in einem intensiven Workshop erarbeiteten Vorschläge fließen nun in die weitere Produktentwicklung ein.

Die Ideen aus dem Womens-Outdoor-Workshop waren derart konstruktiv und kreativ. Sie werden deshalb definitiv in unsere Produktentwicklung einfließen.“ zeigt sich Stefan Limbrunner, Geschäftsführer der KTM-Fahrrad, begeistert.

KTM zählt aber auch auf die direkte konstruktive Rückmeldung von ausgestatteten Top-Fahrern im Rennbereich. Unter dem Motto „Made in Austria – Tested World Wide“ wurden die führenden Spitzenmodelle schon bei Prestige trächtigen Events, wie dem Cape Epic oder dem UCI MTB World Cup auf der ganzen Welt auf Herz und Nieren getestet. Aber nicht nur auf dem Bike wird diese Kooperation großgeschrieben. Auch im Cyclocross und auf der Straße sind führende Athleten auf Bikes Made in Austria unterwegs. Von nationalen Meistern bis Olympioniken finden sich für KTM Fahrer in den höchsten Klassen des Sports. Dies stellt für die Entwickler eine ganz wichtige Rückmeldung für den weiteren Entwicklungsprozess dar.

Ein anderer Hotspot an Innovation und Unternehmergeist fließt bei KTM in den Sektor E-Bike. Dass es in diesem neuen Sektor der Branche keinen Stillstand gibt, zeigt die unglaubliche Kurzlebigkeit in Sachen E-Bikes. Bis zu 70% des aktuellen Umsatzes werden in Mattighofen mit Produkten generiert, die es vor vier Jahren noch nicht gab. Um diesem Hunger nach neuen Technologien nachzukommen, werden im Hause KTM zu Spitzenzeiten bist zu 500 E-Bikes pro Tag gefertigt.

Der mit der rasenden Entwicklung ebenso schnell mitlaufende Imagewandel zeugt von dem riesigen Potential dieses Sektors. Aus Hilfsmitteln wurde angesehenes Sport- und Spaßgerät, nicht zuletzt überlegte sogar die UCI ein neues, auf das E-Bike zugeschnittenes, Format in die Sportstrukturen einfließen zu lassen. Aber auch im urbanen Raum ist das E-Bike fast nicht mehr wegzudenken. Elektrofahrräder sind die bisher einzig richtig gelebte Elektromobilität in Österreich. Gleichzeitig stellt der urbane Raum aber einen noch sehr großen unausgereizten Platz für E-Bikes dar. Diese große neue Palette an Produktnachfrage zu bedienen stellt die klugen Köpfe bei KTM vor neue Herausforderungen. Bis jetzt schafften sie es allerdings mit Bravour ihr Produktspektrum auszuweiten und dabei nicht auf neue Technologien und Designs zu vergessen. Auch in Zukunft will die Marke hier Standards setzen. Beispiele sind hierbei der neue Powertube Akku, der seinen Platz mittlerweile im Rahmen findet, oder das Macina Kapoho das perfekte Gerät für neue Trends wie Uphill Flow.

Im orangen Firmenhauptsitz in Mattighofen bleibt also alles beim Alten, während ungebremst neue Modelle und Innovationen entstehen. Und solange die von den Mitarbeitern gelebte Leidenschaft für das Rad fahren am Leben bleibt, werden auch die Maschinen in der Produktion des kleinen oberösterreichischen Ortes nicht stillstehen. Wir sind gespannt, ob das Christkind heuer in orange gekleidet ist und womit uns KTM in Zukunft so überrascht.

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