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MTB WORLD CUP VALLNORD ANDORRA // ABSALON UND NEFF MIT OLYMPIAREVANCHE

MTB WORLD CUP VALLNORD ANDORRA // ABSALON UND NEFF MIT OLYMPIAREVANCHE
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Zwei Wochen nach den Olympischen Spielen war es soweit und in Vallnord Andorra wurde das Weltcupfinale ausgetragen. Für manche kam das Rennen nach dem ganzen Olympiastress wohl noch zu früh. Für all jene die in Rio nicht am Start waren oder das Rennen nicht nach Wunsch verlaufen war, stellte die letzte Weltcupstation jedoch eine willkommene Chance zur Revanche da. Und dann war da ja noch die Weltcupgesamtwertung die es zu holen gab. Es war also alles angerichtet für ein spannendes Finale vor dem verdienten Abgang in die Weltcuppause.

 

Frei überlegen zum Weltcupgesamtsieg

Wie schon die letzten Weltcuprennen dominierte Sina Frei das Feld der U23 Damen. Die junge Schweizerin konnte sich von Anfang an absetzen und fuhr ein einsames Rennen an der Spitze. Schon nach der ersten Runde betrug ihr Vorsprung knappe 30 Sekunden; diesen konnte sie bis ins Ziel auf stolze zwei Minuten ausbauen. Ein ebenso konstantes Rennen fuhr Anne Tauber, die vom Start bis ins Ziel auf Rang Zwei unterwegs war. Auf dem dritten Platz konnte sich anfangs die Französin Lena Gerault behaupten. In der zweiten Rennhälfte musste sie aber die von Platz 10 nach vorne stürmende Nicole Koller vorbeiziehen lassen. Nach so einer überlegenen Saison wird man sehen, ob man Frei im kommenden Jahr überhaupt noch in der U23-Kategorie auffinden wird, oder ob es die zierliche Schweizerin anderen Talenten wie Jenny Risveds oder Allessandra Koller geich machen wird und verfrüht in die Elite-Kategorie aufsteigen wird. Jetzt darf sie sich allerdings erstmal über den Gesamtweltcupsieg freuen, den sie vor Courtney und Tauber für sich entscheidet.

 

Guerrini mit erstem Welcupsieg

Dritter in Albstadt, Vierter in La Bresse und Dritter bei der WM. Topplatzierungen hatte Marcel Guerrini im diesjährigen Weltcup schon einige. Nun lief ihm in Vallnord aber alles zusammen und der Schweizer vom Focus-Team feierte seinen ersten Sieg. Entgegengekommen ist ihm dabei wohl auch, dass mit Samuel Gaze und Titouan Carod beide Dominatoren dieses Jahres nicht ihren besten Tag erwischten. Den schlechten Start von Carod nutze Guerrini gleich, um in Führung zu gehen. Gemeinsam mit Andreassen und Bouqueret zog er davon, so dass ihm Carod selbst mit einer starken zweiten Rennhälfte nicht mehr gefährlich werden konnte. Antoine Bouqueret fiel in der letzten Runde noch auf den fünften Rang zurück und so entschied sich der Kampf um den Sieg zwischen Andreassen und Guerrini um 10 Sekunden zugunsten des Schweizers. Besonders die Leistung von Andreassen kann man aber nicht hoch genug einschätzen. Auf diesem Kurs wurde der Däne im vergangenen Jahr noch Juniorenweltmeister; er befindet sich also erst im ersten von vier Jahren in der U23-Kategorie. Die Trophäe für den Gesamtweltcupsieg holt Carod vor Gaze und Guerrini.

 

Neff meldet sich mit Topform zurück

Nach ihrer verpatzten Olympiapremiere konnte Neff das Welcupfinale für sich entscheiden. Die Fahrerin vom Stöckli Pro Team fuhr ein intelligentes Rennen und ließ Gunn-Rita Dahle-Flesjaa bis zur vorletzten Runde an der Spitze gewehren. Dann holte sie aber auf und konnte Dahle in der letzten Runde noch um 30 Sekunden distanzieren. Ein konstantes Rennen auf dem dritten Platz fuhr Catharine Pendrel. Die Kanadierin holte damit den Gesamtweltcupsieg vor Annika Langvad und Emily Batty. Beide fuhren nicht das beste Rennen. Während für Batty der Zwölfte Rang noch reichte, um ihren dritten Gesamtplatz zu verteidigen, musste Langvad, die als Weltcupführende in das Rennen gestartet war diese Position doch noch an Pendrel abgeben. Auch die frisch gebackene Olympiasiegerin Jenny Rissveds konnte mit ihrem vierten Rang wieder überzeugen, verlor mit ihrer Nullnummer in La Bresse und dem fehlen in Mont-Sainte-Anne aber viel zu früh wichtige Punkte um über einen vierten Platz in der Gesamtwertung hinauszukommen. Die Überraschung des Rennens war die Mexikanerin Daniela Campuzano, die den sechsten Rang belegte.

 

Matthew DeLorme/Red Bull Content Pool
Matthew DeLorme/Red Bull Content Pool

Jolanda Neff teilt sich das Rennen gut ein und schnappt am End noch Gunn-Rita Dahle und damit den ersten Platz.

Matthew DeLorme/Red Bull Content Pool
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Catharine Pendrel holt Rang 3 und den Gesamtweltcupsieg.

Matthew DeLorme/Red Bull Content Pool
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Gunn-Rita Dahle lässt mit ihren 43 Jahren höchtens ihre Konkurrentinnen alt aussehen.

Absalon mit siebentem Weltcupgesamtsieg

Um einiges enger erwies sich der Ausgang des Herren-Rennens. Der Kurs war aufgetrocknet und im Gegensatz zu den Damen war nach der Startrunde bis zum 15 Rang noch fast alles beisammen. Fast, weil zwei Fahrer entkommen waren, und die hießen überraschenderweise nicht Schurter und Absalon, sondern Ondrej Cink und Carlos Coloma. Beide starteten voller Selbstvertrauen vorne weg. Coloma, noch bis in die Haarspitzen motiviert von der Medaille bei den Olympischen Spielen und Cink mit dem Wissen um seiner vor einem Jahr auf eben dieser Strecke erworbenen WM-Bronzene. So kamen sie mit etwas Vorsprung aus der ersten Runde. Coloma musste deutlich zurückstecken, Cink konnte allerdings durchziehen und seinen Vorsprung ausbauen.

Auch nachdem Absalon und Schurter in der langen Abfahrt das Loch schließen konnten, wurde der Tscheche nicht müde wieder anzugreifen und so kam es, dass Cink auch nach drei von sieben Runden noch mit fast 30 Sekunden in Führung lag. Dann machten seine zwei Verfolger jedoch ernst und den Rückstand promt innerhalb einer halben Runde weg. Den darauffolgenden Platten von Schurter nütze Absalon, um davonzuziehen und ungefährdet seinem 33. Weltcupsieg, und damit siebentem Weltcupgesamtsieg, entgegenzufahren. Damit baut der zweifache Olympiasieger seinen Legendenstatus weiter aus. Eine andere Legende des Mountainbikesports Jose Antonio Hermida fuhr hingegen sein letztes Weltcuprennen und verabschiedet sich nach vielen Jahren nun aus dem professionellen Rennsport. Einige Jahre vor sich hat hingegen noch Pablo Rodriguez Guede. Der junge Spanier, der dieses Jahr sein erstes Jahr in der Elitekategorie bestritt, holte mit dem dritten Platz sein erstes Weltcuppodium. Vierter wird Maxime Marotte und holt damit den dritten Platz in der Weltcupgesamtwertung, Dreizehnter schlussendlich Nino Schurter, der gesamt den Zweiten Platz belegte.

Matthew DeLorme/Red Bull Content Pool
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Das Herrenpodium.

Matthew DeLorme/Red Bull Content Pool
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Ondrej Cink hatte keine Angst vor Absalon oder Schurter und fuhr vorne weg.

Matthew DeLorme/Red Bull Content Pool
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Julien Absalon.

 

Nicht ganz nach Plan lief das Abschneiden der Österreicher

Maximilian Foidl kommt nach einer starken Saison in der U23-Kategorie beim Finale nicht über einen 31. Rang hinaus, schafft es in der Gesamtwertung aber auf Platz 15. Elisabeth Osl zeigte sich nicht ganz zufrieden mit ihrem 26. Rang und auch Gregor Raggl konnte dieses Jahr schon mehr als einen 41. Platz beim Finale zeigen. Karl Markt wird 33.

Alle Ergebnisse.

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