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Österreichs Bike-Destinationen für deine MTB-Challenge 2021

Österreichs Bike-Destinationen für deine MTB-Challenge 2021

Österreichs Bike-Destinationen für deine MTB-Challenge 2021

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Zeiten wie diese, machen die Urlaubsplanung nicht gerade einfach. Ein Grund mehr, auf ein Stück Heimat zu setzen und den nächsten Urlaub in Österreichs Bergen und Natur zu verbringen. Soll es auf epische Trails gehen oder stehen Touren mit traumhaftem Panorama auf deiner „To-Do-Liste“ für 2021? Wir zeigen dir fünf österreichische Bike-Destinationen für einen unbeschwerten Urlaub.  Auf geht’s: Beitrag lesen, Koffer packen, MTB-Spaß haben!

Bade- und Trailspaß deluxe: Der Weissensee

Der Weissensee ist sicherlich einer der schönsten Seen Österreichs. Er ist der höchstgelegene Kärntner Badesee und mit 99 m auch einer der tiefsten. Namensgebend sind seine weißen Ränder, die durch das Einspülen von Kalk- ablagerungen aus den umliegenden Gailtaler Alpen entstehen. Diese lassen sich perfekt vom Einstieg der Weissenseetrails aus beobachten.

Ein kleines Paradies

Die ganze Region rund um den Weissensee ist ein kleines Paradies für sich. Effektiv konnte man verhindern, dass zu nah an den See gebaut wird. Ein Mindestabstand hält die Hotels und Privathäuser fern – lediglich kleine Bootshäuser aus Holz finden sich am Ufer, das von einem Grünstreifen umgeben ist und zum Baden einlädt. Mit 24° Badetemperatur im Sommer ist das auch ein durchaus angenehmes Vergnügen. 2015 entschloss man sich, im Bereich Mountainbike mehr zu machen, und so entstand 2016 der Weissenseetrail, der 2018 durch zwei zusätzliche Trails erweitert wurde. 2019 wurde dann die Trailworld of Mountains & Lakes als Teil der BIKEworld ins Leben gerufen, bestehend aus den drei Trails am Weissensee und denen am Nassfeld

Den Einstieg erreicht man bequem per Lift. Und doch ist dieser Trail anders als manch andere angelegte Strecke. Kein weiterer Flowtrail, keine breit ausgebaggerte Piste, sondern ein dem Hangverlauf natürlich folgender Bikepfad. So wie die Region sich zu großer Erschließung gegenüber verweigert, so tut es also auch der Berg. Der Trail schlängelt sich erst einmal relativ flach den Hang entlang. Wir folgen Kurven, Kehren und vor allem erhaschen wir immer wieder einen Blick auf den türkis-blau-schimmernden See. Benedikt Purner, ein Innsbrucker Mountainbike-Urgestein, hat die Trails hier am Weissensee mit besonderem Fingerspitzengefühl gebaut. Sein Ziel war Mountainbikewege in dieser Region anzulegen, die auch zu ihr passen. Und so verschwindet unser Pfad wieder unter einem dichten Blätterdach und folgt weiteren Kurven, Windungen und kleinen Absätzen. Der Boden ist griffig und dunkelbraun, die uns umgebende Vegetation dagegen erstrahlt in einem satten Grün.

Der Multisportsee

Im letzten Teil wird der Trail noch einmal etwas offener und unser Blick wandert wieder in Richtung See. Kurz vor der Talstation findet sich ein kleiner, aber feiner Technikparcours. Biker aller Könnerstufen finden hier das perfekte Gelände, um an ihren Fähigkeiten zu arbeiten. Nach der Ankunft an der Talstation geht es direkt wieder hinauf – schließlich warten noch zwei weitere Trails auf ihre Befahrung. Neben dem klassischen Weissensee-Trail entstanden der Panorama- und der Naggl-Trail. Letzterer ist nach der Naggleralm benannt, die sich auf dem Plateau hinter der Bergbahn befindet. Eine Einkehr ist hier im Grunde Pflicht – so lecker sind die Kärntner Spezialitäten. Besonders empfehlenswert ist ein Schwarzbeer-Kaiserschmarrn.

Alle drei Wege sind ausgesuchte Naturtrails und begeistern mit ihrem natürlichen Verlauf, den zahlreichen Kurven, Wellen und allem, was der Untergrund her gibt. Zu einem exklusiven Erlebnis macht das Biken am Weissensee aber definitiv der See. Mit Hilfe der Linienschifffahrt kann man spannende Bike & Boot-Verbindungen planen, und so auch am jenseitigen Ufer die geplante Tour fortsetzen. 13 Mountainbikestrecken mit einer Gesamtlänge von 160 km gibt es hier zu entdecken. Wir hingegen kehren nach zwei weiteren Runs unten am Seeufer ein – schließlich wollen wir uns nach dem Trailgenuss auch kulinarisch verwöhnen lassen. Fisch ist hier eine besondere Spezialität. 22 Fischarten beherbergt der Weissensee – von Rainanke und Karpfen bis hin zu Barsch und Hecht. Der See ist vor allem aber auch ein faszinierender Bade- und Sportsee. Im Sommer kann man mit Segel- und Paddelbooten unterwegs sein oder das SUP ausprobieren. Im Winter hingegen friert die riesige Eisfläche zu und eine kilometerlange Eislaufpiste entsteht. Und so kommt hier alles zusammen, was die Menschen und ihre Landschaft rund um den See ausmacht. Natürlich, sportlich und immer mit dem Bezug zum See – wie die Region als Ganzes.

Täglich lockt ein neues Ziel: Die Ferienregion  Hohe Salve

Die Ferienregion Hohe Salve setzt schon seit Jahren Superlative: Die erste E-Rennrad-Region der Welt, und zusammen mit dem benachbarten Kaisergebirge die größte E-Bike-Region punktet mit perfekter Infrastruktur. Vom Bike-Transport mit (Berg-)Bahnen und Bussen über radlerfreundliche Unterkünfte, vorbildliche Beschilderung und Streckenführung bis hin zu geführten Touren, Trainings-Angeboten und Test-Centern, modernen Service-, Verleih- und Akku-Wechselstationen sowie Top-Events für Cracks. Und das alles in der Bilderbuchlandschaft der Kitzbüheler Alpen, aus denen die Hohe Salve (1.829 m) hervorsticht.

Ob Rennradstrecken, sanfte Wege zum Tourenradeln oder knackige Trails: Die Auswahl ist riesig und jeder Weg lohnt sich. Denn in der Ferienregion Hohe Salve waren es leidenschaftliche Experten, die das Netz mit Herz und Verstand geknüpft haben. Mehr als 800 Streckenkilometer führen an Flussläufen entlang und auf Gipfel, Fernradwege nicht eingerechnet. Ob man mit oder ohne Elektromotor startet, bleibt jedem selbst überlassen.

GENUSSRADELN

Die Landschaft ist weit, verzaubert mit sanften Seitentälern und echten Geheimtipps. Wie wär’s zum Beispiel mit der Salvenradrunde (53,1 km, 676 hm)? Sie führt um die Hohe Salve herum, den schönsten Aussichtsberg der Kitzbüheler Alpen. Start und Ziel ist der Dorfplatz in Itter. Moderate Anstiege und viele Gasthäuser, der perfekte Familienausflug. Besonders reizvoll ist auch die Kelchsau, eines der verwunschenen Täler, das man von Hopfgarten aus erreicht. Das Tal verzweigt sich zum Ende noch einmal: Durch den Kurzen Grund geht‘s zur Niederkaseralm. Sie wird seit Generationen betrieben und lockt mit traditionellen Schmankerln und selbstgemachten Käse- und Michprodukten: Einkehren, relaxen und natürlich auch kosten. 

MOUNTAINBIKEN

Mit dem Rad auf den Berg und zu den Almen – das ist in der Ferienregion Hohe Salve so selbstverständlich wie anderswo Spazierengehen. Man kann es fast überall. Forstwege, Steige, Trails – die Infrastruktur ist perfekt, die Auswahl riesig. Wer die Hohe Salve in Angriff nimmt, kann sich die ersten Höhenmeter sparen und von Hopfgarten aus entspannt zur Mittelstation gondeln. Tipp: Über den Salvensee und den Filzalmsee hinunter nach Elmau und über Söll und Itter wieder zurück nach Hopfgarten (43 Streckenkilometer, 950 Höhenmeter). Am nächsten Tag vielleicht zur Haagalm? Am Badesee Hopfgarten vorbei geht es Richtung Kelchsau hinauf zum idyllischen Ausflugsziel und über das Sonnenplateau Penningberg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Tour (25,7 Streckenkilometer, 938 Höhenmeter) ist technisch anspruchsvoll, belohnt dafür mit herrlichen Ausblicken. 

RENNRADFAHREN

Das weitverzweigte Straßen- und Wegenetz, das durch die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren sanften Grasbergen, wilden Bächen und schmucken Dörfern führt, bietet beste Bedingungen für Rennradfahrer. Bei Bedarf gibt’s Rückenwind: Denn seit 2013 hat sich die Ferienregion Hohe Salve als erste E-Rennrad-Region weltweit etabliert.  

ENTSPANNT AM INN ENTLANG

520 Kilometer Strecke und nur 1500 Höhenmeter: Der Innradweg, der den Fluss von der Quelle im Engadin bis zur Mündung in Passau begleitet, ist die ideale Wahl für Familien und Genießer. Wer einfach mal eine Etappe testen möchte, folgt der Beschilderung von Wörgl über Kirchbichl bis Kufstein. Oder in die andere Richtung bis Strass im Zillertal. 

DIE SALVENRADRUNDE: EINMAL RUND UM DIE HOHE SALVE

Die Salvenradrunde eignet sich wunderbar für einen ausgiebigen Familienausflug auf Rädern oder E-Bikes. Auf vorwiegend Asphalt- und Schotter-Radwegen werden mehr als 60 Kilometer zurückgelegt. Die Radrunde startet in Itter, am Fuße der Hohen Salve durch das idyllische Brixental nach Kirchberg in Tirol und weiter nach Ellmau, mit Blick auf das beeindruckende Bergmassiv des Wilden Kaisers. Über Söll geht es schließlich zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das E-Bike an Ladestationen, in Gasthöfen oder Geschäften mit E-Bike-Verleih aufzuladen. 

AUF DEM KAT BIKE DURCH DIE KITZBÜHELER ALPEN

Einfach losradeln und sich von der Schönheit der Landschaft betören lassen: Das ist das Konzept des KAT Bike, der von Hopfgarten bis hinüber ins Pillerseetal quer durch die Kitzbüheler Alpen führt. In drei oder vier Tagen, mit bis zu 170 Kilometer Strecke und 6000 Höhenmetern in der wilden Variante über die Gipfel. Aber es gibt auch deutlich zahmere Alternativen, die spontan und je nach Tagesform gewählt werden können. Um Nebensachen wie Hotels, Gepäck und Abendessen kümmern sich andere. Diverse Rundum-Sorglos-Pakete stehen zur Auswahl. 

Vielseitig Mountainbiken im Paznaun

Zwischen den Gipfeln der Verwallgruppe im Norden und den Dreitausendern der Silvretta und der Samnaungruppe im Süden erstreckt sich zwischen Pians und Bielerhöhe ein sonnenverwöhntes Hochtal – das Paznaun. Auf 40 Kilometern Länge, ist das Paznaun von den vier Feriendörfern Galtür, Ischgl, Kappl und See besiedelt. Durchflossen wird es von der kristallklaren Trisanna.

Das Klima im Paznaun ist zwar rau, dennoch wird das Tal von der Sonne verwöhnt. Auf der Sonnenseite ziehen die Bauernhöfe und saftigen Almwiesen die Besucher in ihren Bann, während auf der Schattenseite der Wald meist bis zum Talboden reicht. Im Paznaun gibt es deutlich weniger Niederschlag als in den nord- oder südalpinen Staulagen. Das ist nur ein Grund, den perfekten Mountainbike-Urlaub im Paznaun zu verbringen, denn es gibt noch viele mehr. Mit 754 bestens ausgeschilderten und aussichtsreichen Tourenkilometern gehört das Paznaun zu den größten, höchstgelegenen und abwechslungsreichsten Bike-Regionen Europas. Ob klassischer Mountain- oder E-Biker: Das Angebot reicht hier von leichten Einsteiger- und Familienausflügen im Tal über ausgedehnte Tagestouren und Gebirgs-Marathons bis hin zu Freeride-Touren und anspruchsvollen Singletrails. 5 Gründe, die das Paznaun für Mountainbiker besonders attraktiv machen.

PERFEKTE INFRASTRUKTUR

Ob gut beschildertes Streckennetz, variantenreiche Touren im Tal und am Berg in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden, 9 Trails für Fahrvergnügen in Endlosschleife. Sportgeschäfte mit E- und Mountainbike-Verleih in allen Ortschaften, Mountainbike-Academy für Anfänger und Lernwillige, bikefreundliche Unterkünfte, Bike Guide mit Tourenkarte zum Mitnehmen oder online GPS-Daten zum Download – im Paznaun finden Mountainbiker im Urlaub eine perfekte Infrastruktur.

GEHEIMTIPP: GRENZEN ERFAHREN UND ZOLLFREI SHOPPEN

Im Paznaun verlaufen einige Trails wie zum Beispiel der Ischgler Schmugglertrail teilweise direkt an der Landesgrenze zwischen der Schweiz und Österreich. Da lohnt sich ein Abstecher ins Schweizerische Samnaun, denn dort wartet für Schnäppchenjäger ein wahres Paradies: duty-free Shopping in der einzigen Zollfreizone des Landes.

GENUSSBIKEN FÜR  FAMILIEN UND FEINSCHMECKER

Familien oder Genussbiker finden auf vielen abwechslungsreichen kürzeren, leichten bis mittelschweren Rundtouren wie zum Beispiel der 21 Kilometer langen Talrunde Galtür mit Blick auf die vergletscherten Gipfel des Jamtals oder der idyllischen, zwölf Kilometer langen Zeinissee-Runde inkl. Kopsstausee ihr Glück. Gut zu wissen: Im Paznaun sind die meisten Hütten bequem mit dem Mountainbike oder E-Bike erreichbar und Gäste werden hier aussichtsreich mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnt. Genuss-Highlight: Paznauner Almkäsesuppe oder der seltene Murmeltierbraten. Ein Enzianschnaps garantiert einen gemütlichen Ausklang auf der Hütte und eignet sich auch perfekt als Mitbringsel, ebenso wie der schmackhafte Paznauner Almkäse, welcher bei der jährlich stattfindenden Internationen Almkäse-Olympiade in Galtür zahlreich prämiert wird.

KRÄFTEMESSEN  MIT DER MOUNTAINBIKE-ELITE

Einmal gegen einen Profi antreten? Beim legendären Ischgl Ironbike, einem der härtesten und anspruchsvollsten Mountainbike-Rennen Europas ist genau das möglich. Am 7. August 2021 messen sich konditionsstarke Hobbysportler mit Mountainbikeprofis in der Königsdistanz über 76,64 Kilometer und 3.700 Höhenmeter. Aber schon davor wird vom 4. bis 7. August 2021 ein mehrtägiges Festival inklusive dem UCI Stage Race S1 angeboten. Die Kombiwertung mit dem M3 Montafon MTB Marathon und dem Capoliveri Legends Cup Elba wird es auch dieses Jahr wieder geben.

WELTMEISTER IM E-BIKEN WERDEN

On Top haben Paznaun Urlauber diesen Sommer, vom 13.-14. August, die Chance E-Bike Weltmeister zu werden. Neben der Elite-Strecke gibt es auch eine Jedermann-Strecke, die wirklich für jeden einfach zu erradeln ist. Das passende E-Bike für das Rennen ist im Startgeld bereits inkludiert – also ein Rundum-Sorglospaket zu sportlichen Höhen.

Best for Biker Flachau

Am Fuße des Kraxenkogels im Talschluss von Flachauwinkl entspringt die Enns, der längste Binnenfluss Österreichs. Ein weitläufiger Talboden, satte Almwiesen, bewaldete Bergrücken und felsige Gipfel bestimmen die Landschaft Flachaus. Eine Umgebung, wie prädestiniert für genussvolles, sportliches (E-)Mountainbiken. Mit mehr als 500 km Gesamtlänge bietet die Gebirgslandschaft in und um Flachau ein abwechslungsreiches, gut ausgeschildertes Routenangebot. Freu dich also auf ein variantenreiches Tourenangebot mit vielen unterschiedlichen Runden.

MUST DO:  STONEMAN TAURISTA – EIN ECHTES GUSTOSTÜCKERL FÜR AMBIONIERTE RADSPORTLER

Seit seiner Eröffnung im Juli 2018 avancierte der Stoneman Taurista zur echten Mountainbike-Attraktion. Rund 6.000 registrierte Starter haben seither die 123 km lange und 4500 Höhenmeter zählende Rundtour in der Salzburger Sportwelt bezwungen und sich in die offizielle Finisherliste eingetragen.

Das ist der Stoneman Taurista

Der Stoneman Taurista ist eine sportliche Challenge, die als beeindruckender Rundkurs entlang landschaftlicher und kultureller Highlights auf den schönsten Trails in der Region um Flachau führt. Die Strecke kann je nach sportlicher Ambition an einem, zwei oder drei Tagen absolviert werden. Starterpakete inkl. Starterkarte sind ab Euro 19,- bei den Logis-Partnern oder bei Flachau Tourismus erhältlich.

Stoneman Taurista im Sommer 2021

Wie bereits im vergangenen Jahr wird der Stoneman Taurista aufgrund von Bauarbeiten auf einer Alternativstrecke geführt. Bei dieser sogenannten C-Edition werden 123 +11 km bei gleichen Höhenmetern gefahren. Anstelle des Grießenkars wartet mit der Route zum Heinrich-Kiener-Haus am Hochgründeck ein nicht minder anspruchsvoller Streckenabschnitt auf die Mountainbiker. Markante Gipfel, ein gigantisches 360 Grad Alpenpanorama, glasklare Flüsse, glitzernde Bergseen, idyllische Almgebiete und imposante Naturdenkmäler wie der Johannesfall machen diese Tour zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Weitere Infos findest du hier!

TOURENTIPP: SATTELBAUERRUNDE – VARIANTE MURLEITEN

Mit 9,6 km und insgesamt 413 Höhenmetern ist die Tour eine knackige Einfahrrunde mit kurzen, flowigen Trailpassagen, die einfach Spaß machen! Die Route startet im Zentrum von Flachau und führt über den Weg der guten Wünsche, rund um den sogenannten Koppen, hinauf zum idyllisch gelegenen Bergasthof Sattelbauer. Hier solltest du zumindest kurz innehalten und das gigantische Panorama des Dachsteins genießen. Aber am besten legst du hier gleich auch noch eine Pause ein und lasst dich kulinarisch mit Kaiserschmarren, Buchteln, Apfelstrudel und Co verwöhnen. Bergab ins Tal sorgen immer wieder verspielte Trailpassagen für den Funfaktor, der bei dieser Runde sicherlich nicht zu kurz kommt. 

Für Trailfreaks: Der naturbelassene Blindsee Trail 

Die Zugspitze ist schon ein beeindruckendes und zugleich monolithisches Massiv. Es dominiert die Region und vor allem zieht es die Gäste aus aller Welt in seinen Bann. Beim Mountainbiken in der Tiroler Zugspitz Arena dient es als geographische Orientierung, vor allem aber auch als Blickfang. Und während es sich rund um die Zugspitze drängt, finden wir auf den umgebenden Bergen Mountainbike-Trails mit angenehmer Frequenz und naturbelassenem Flow.

Türkisblauer Blickfang

Wir starten unsere Tour von Lermoos aus mit der Grubigsteinbahn hinauf auf den gleichnamigen Berg. Von der Bergstation aus radeln wir bis knapp unter den Gipfel des Grubigsteins – dort lassen wir unsere Bikes stehen und begeben uns zu dem kleinen Aussichtsbankerl neben der Bergstation des im Sommer schlummernden Gamsjets. Von hier aus haben wir einen rundum offenen Panoramablick. Auf der einen Seite prangt das Zugspitzmassiv und überragt alle neben ihm liegenden Berge. Der durch Erosion gelöste Stein am Fuß der schroffen Wände gibt dem Berg seinen typischen Anblick, der immer auch ein wenig an die Dolomiten erinnert. Auf der anderen Seite schauen wir weniger in die Höhe, als in die Tiefe auf einen türkisblauen See, der unseren Blick einfängt: Der Blindsee liegt uns zu Füßen, ein Kleinod, das vor rund 4.100 Jahren durch einen gewaltigen Bergsturz entstand, in dessen Senken sich Wasser sammelte. Mittlerweile befindet er sich im Privatbesitz eines Lermoosers und ist aufgrund seines klaren Wassers gerade bei Tauchern sehr beliebt. Für Wasserratten befindet sich am nordöstlichen Ufer eine Badestelle, im Hochsommer erwärmt sich das Wasser auf angenehme 24° C.

Die Zugspitze immer im Blick, starten wir unsere Abfahrt von hier oben und legen eine kurze Strecke auf dem Forstweg zurück. Nach knapp 100 Höhenmetern weist uns ein Bikeschild den Weg zur Grubigalm über den gleichnamigen Trail. Erst geht es über offenes Wiesengelände und schließlich immer steiler an Felswänden vorbei, durch Hohlwege hindurch talwärts. Die Vegetation am Wegrand ist bunt und beeindruckt uns mit ihrer Fülle. Die Sonne schimmert leicht durch die Flora hindurch und bringt ein prachtvolles Farbenspiel zum Vorschein. Kurz vor der Grubigalm erreichen wir schließlich den Abzweig zum eigentlichen Blindsee Trail.

Wasser von allen Seiten

Ein großteils flowiger Trailverlauf, eine knackige Schlüsselstelle, ein schottriger Abschnitt und ein herrlicher Blick auf den türkisblauen See: Der Blindsee Trail vereint alle Zutaten, die es für eine gelungenes Trail-Erlebnis braucht. Zu Beginn müssen wir noch einen kurzen Gegenanstieg hinter uns bringen, doch dann geht es hinein in das Abfahrtsvergnügen. Hier ist Konzentration gefragt, denn unser Blick wird immer wieder vom Blindsee auf sich gezogen, doch erfordern die technisch anspruchsvollen Schotterrinnen unsere ganze Aufmerksamkeit. Am Wasserfall erreichen wir die Schlüsselstelle und zugleich ein weiteres Highlight des Trails. Nun dürfen wir also Wasser von allen Seiten genießen. Nach diesem kurzen Schiebestück folgen wir kurz einem Forstweg und gelangen erneut in einen diffizilen Trailabschnitt. Der Weg ist dabei nie zu schwierig, sondern angenehm fordernd und ein willkommener Gegensatz zu den ausgebauten Flowtrails anderer Regionen.

Die Region hat sich sowieso ganz der Pflege und Anlage natürlicher Wege verschrieben. Breite, glatt gebügelte Bikestrecken sucht man hier vergebens. Stattdessen gibt es Naturpfade mit Anspruch und einigen Herausforderungen. Wir fahren durch dichten Wald, über dicke Wurzelteppiche und Steilstufen hinab und erreichen schließlich den See. Nachdem wir kurz dem Seepfad gefolgt sind, ist es endlich soweit: Das Bike und die Radklamotten abgelegt, wird mit Anlauf in den angenehm temperierten See gesprungen. Wo man bei anderen Bergseen Angst wegen der Kühle des Wassers haben muss, verwöhnt uns der Blindsee mit Temperaturen um 20°. Ein ziemlich perfekter Abschluss eines fantastischen Trails – diese Mischung aus Trailvergnügen, eindrucksvollen Bergen und Badegenuss.

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