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Salzkammergut-Trophy 2023: Hitzeschlacht mit Siegen für Handl und Somavilla

Salzkammergut-Trophy 2023: Hitzeschlacht mit Siegen für Handl und Somavilla

Salzkammergut-Trophy 2023: Hitzeschlacht mit Siegen für Handl und Somavilla

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Eines der wichtigsten Mountainbike-Wochenenden des Jahres fand von 14. – 16.7.2023 in der
Ferienregion Dachstein Salzkammergut statt. Die Salzkammergut-Trophy ist das größte Event dieser
Art in Österreich mit alljährlich mehreren tausenden Teilnehmern.

Beeindruckende Streckendaten und Starterzahlen

Die mystische Stimmung beim Start zur Extremdistanz im Morgengrauen um 5:00 Uhr war am
15.7.2023 bereits zum 26. Mal der legendäre Auftakt zu einem herausfordernden Abenteuer auf den
Mountainbike-Routen im Salzkammergut. Mit 472 Startern ging heuer ein wahrlich beachtliches Feld
auf die unvorstellbare 209 Kilometer und 7.000 Höhenmeter messende A-Strecke, darunter 10
Damen. Nicht minder beeindruckend die 694 Starter auf der mit 127 Kilometer und 3.800
Höhenmetern ebenfalls Respekt einflößenden B-Distanz. Insgesamt starteten auf den 7 Marathonund 2 Gravelbikedistanzen über 3.000 Sportler aus 32 Nationen.

Herausfordernde Temperaturen

Die Herausforderung des Tages war zweifellos die große Hitze, wobei die ersten Morgenstunden in
den alpinen Waldregionen noch angenehm waren. Das Rennen entwickelte sich auf der bis zu 30%
steilen Strecke zum Hallstätter Salzberg und am Weg zum höchsten Punkt auf 1.500 m Seehöhe bei
der Rossalm aber zur Hitzeschlacht.

Die Führung wechselte mehrmals zwischen dem Oberösterreicher Lukas Kaufmann (ARBÖ RC LINZ
IMMOunited) und dem Tiroler Philip Handl (Team Texpa Simplon). Und einmal mehr war wieder der
Hallstätter Salzberg der entscheidende Streckenabschnitt. Denn am Ende der 11 Kehren konnte sich
der Tiroler Handl etwas von Kaufmann absetzen und mit einer Endzeit von 9:22:31 Stunden seinen
Vorsprung auf 6 Minuten und 40 Sekunden bis ins Ziel ausbauen. Auf Rang drei landete der Steirer
David Schöggl (Sport 2000 Wallner).

O-Ton Handl nach seinem Zieleinlauf:
„Das ist emotional, weil die Trophy bedeutet mir echt viel. Es gibt zwar keine UCI Punkte und
kein Preisgeld, aber hier geht’s einfach ums Radlfahren. Deswegen liegt mir die Trophy so am
Herzen.“ Bei den Damen ging die Königsdisziplin überlegen an die Tirolerin Bianca Somavilla
(deniflcycling.com) in einer Zeit von 11:52:33 Stunden. Sie gewann überlegen vor Anna Bicskei aus
Ungarn.

Sieger der B-Strecke: Milena Kalasova (CZE) und Karl Markt (AUT)

Den Sieg auf der zweitlängsten Marathondistanz konnte der Tiroler Karl Markt (jb BRUNEX Superior
Factory) in 5:27:42 Stunden vor Matthias Alberti (GER/KTM Bike Industries) für sich entscheiden.
Dritter wurde mit Michael Kampelmüller ein Biker aus Oberösterreich.

Bei den Damen ging der Sieg nach Tschechien. Die Siegerin der Extremdistanz von 2014 und 2015,
Milena Kalasova, gewann eindrucksvoll in 6:54:07 Stunden vor ihrer Landsfrau Jana Dubcova (BJEZ
Racing Team) und der Salzburgerin Theresa Rindler Bachl (Cocoon Sports).

Eigene Wertung für Gravelbikes

Auf der C-Strecke gab es wieder eine eigene Wertung für Gravelbikes, welche die Tirolerin Luca Hautz
und Andreas Schrottenbaum (GER) für sich entscheiden konnten.

Stimmung von Kilometer 1 bis 209 und von Morgens bis Abends

Die Salzkammergut-Trophy ist bekannt dafür, auch dem allerletzten Teilnehmer einen großen
Empfang zu bereiten. Für die weit über 10.000 Zuschauer an der Strecke und im Ziel gilt der letzte
Fahrer genauso viel wie der Sieger, das Publikum an den Fanpunkten ist legendär. Bis knapp vor 22:00
Uhr dauert das Rennen in Bad Goisern, bevor bei der After-Race Party die Anspannung des Tages
verfliegen kann. OK Chef Gregor Lindpointner freut sich – müde aber glücklich – die Veranstaltung gut
über die Bühne gebracht zu haben:


„Wir hatten heuer eine erfreuliche Erholung bei den Teilnehmerzahlen zu verzeichnen. Die
morgendliche Sorge, dass hitzebedingt große Probleme auftauchen könnten, war wegen
zusätzlich aufgestellter Wassertanks unbegründet. Das wichtigste Ziel haben wir mit einer
Abwicklung ohne schwere Unfälle ebenfalls erreicht. Wir sind wirklich rundum zufrieden und
bedanken uns bei allen Teilnehmern fürs Kommen und bei unserem über 1.000 Personen
großen Team für seinen unermüdlichen Einsatz.“

Titelbild (c) Reinhard Hörmandinger

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