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SERIENSIEGER HUBER GEWINNT AUCH IN RIVA

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Urs Huber (SUI) hat die Ronda Extrema des Rocky Mountain BIKE Marathons für sich entschieden. Der Schweizer Profi wiederholte seinen Erfolg von 2014 über die 90,43 km und 3.838 Höhenmeter rund um den Gardasee in 4:17.03,3 Stunden. Damit bleibt Huber weiterhin ungeschlagen nach seinem Erfolg beim Cape Epic und dem Tilliment UCI Marathon von letzer Woche. Hermann Pernsteiner als dritter am Podium. Außerdem überrascht Jolanda Neff mit einem Start.

Urs Huber ist wohl in der Form seines Lebens. Der Team Bulls-Fahrer blieb bei besten Mountainbike-Bedingungen sogar sechs Minuten unter der Zeit von Vorjahressieger Kristian Hynek (CZE,Topeak Ergon), der sich als Elfter mit rund 20 Minuten Rückstand deutlich geschlagen geben musste.

Medvedev-Huber-Pernsteiner-Riva-Bike-Festival-Finish-Podium
Medvedev, Huber, Pernsteiner

Rang zwei und drei gingen an Alexey Medvedev (RUS, Trek Selle San Marco, 4:18.15,5) und Hermann Pernsteiner (AUT, Centurion Vaude, 4:20.25), die lange Zeit gemeinsam mit dem späteren Sieger das Rennen bestimmt hatten. Das Trio hatte sich gemeinsam mit Ex-Weltmeister Roel Paulissen (BEL, Torpado Factory Team) bereits im ersten Anstieg hoch nach Calino vom restlichen internationalen Spitzenfeld, darunter der amtierende Weltmeister aus Österreich, Alban Lakata (Topeak Ergon), der am Ende noch Vierter wurde sowie der Olympiasieger von 2012, Jaroslav Kulhavy (CZE, Specialized Racing), mit rund 45 Sekunden Vorsprung absetzen können. Am ersten Anstieg befanden sich auch Manuel Pliem und David Schöggl (beide KTM-RAD.SPORT.SZENE) lange in dieser Gruppe, mussten diese dann aber etwas ziehen lassen.

In der Folge war es dann aber immer wieder Huber, der die Führungsarbeit übernahm und fortlaufend aufs Tempo drückte.

Urs Huber im Ziel
Urs Huber im Ziel

„Ich habe mich super gefühlt, außerdem konnten die Bedingungen auch nicht besser sein als heute. Ich habe ab dem ersten Anstieg das Rennen bestimmt, bin ohne Probleme über die Runden gekommen und habe alles unter Kontrolle gehabt. Ich habe auch in den letzten Anstiegen immer das Tempo hoch gehalten. Ich bin sehr glücklich, dass es in diesem starken Feld gereicht hat“, sagte Huber.

Nachdem im weiteren Verlauf Paulissen abreißen lassen musste und Pernsteiner in der finalen 500 Höhenmeter-Rampe hoch zur Bocca di Tovo den Anschluss verlor, rasierte Huber mit Medvedev seinen letzten Kontrahenten um den Sieg in der abschließenden langen Abfahrt über Treni, Volta di No und Varignano zurück an den Gardasee.

„Medvedev war schon ziemlich schwarz im letzten Anstieg. Es hätte mir aber nichts gebracht, wenn ich versucht hätte, mich noch bergauf abzusetzen. Ich bin als Erster in die Schlussabfahrt gegangen, habe eine saubere Linie gehalten und alles klar gemacht.“

Für seine herausragende Leistung zollte ihm dann auch sein russischer Gegenspieler Respekt: „Ich bin glücklich über den zweiten Platz. Urs war wirklich sehr, sehr stark heute und hat sich den Sieg mehr als verdient.“ Und auch Hermann Pernsteiner, im Vorjahr noch Fünfter, zeigte sich nach der Zieleinfahrt mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. „Es war heute brutal. Von Anfang an ist die Post abgegangen. Ich habe versucht, so lange wie möglich dran zu bleiben, aber irgendwann habe ich gespürt, dass ich rausnehmen muss. Aber ich bin überglücklich. Mein Ziel war das Podium, und dass ich das bei diesem starken Starterfeld geschafft habe, ist genial.“

Die beiden KTM-RAD.SPORT.SZENE Teamfahrer David Schöggl und Manuel Pliem bleiben heute unter ihren Erwartungen. „Ich bekam kaum mehr Luft. Bis dorthin lief es wirklich gut, danach konnte ich mein Leistungsvermögen nicht mehr abrufen. Richtig schade, denn heute wäre es wohlmöglich in Richtung Top Ten gegangen“, berichtet Schöggl. Pliem musste das Rennen nach einem Sturz beenden. Dennoch überwiegt das Positive für den Bad Mitterndorfer. „Ich weiß, dass die Form und die Beine gut sind. Nächste Woche wartet die WM-Generalprobe für nächste Saison in Deutschland am Bodensee. Ich hoffe das ich ohne Probleme in Singen starten kann“, resümiert Pliem. http://team.radsportszene.at

Neff mit gelungener EM-Vorbereitung am Gardasee

Neben den Marathon-Assen mischten auf den kürzeren Distanzen auch einige Cross Country-Spezialisten mit. So setzte sich Jolanda Neff (SUI, Stöckli Pro Team) über die 74km lange Ronda Grande durch, nachdem sie sich kurzfristig für einen Start entschieden hatte. Die Weltranglistenerste im Cross Country erklärte: „Das war für mich eine Vorbereitung auf die Cross-Country-EM. Ich hatte noch einen Platten und einen Sturz, aber sonst war es echt ein cooles Rennen. Es hat Spass gemacht, mal einen Marathon zu fahren.“

BIKE Festival Riva del Garda 2016 / Ergebnis Ronda Extrema Elite:
1. Urs HUBER (SUI) 4:17.03
2. Alexey MEDVEDEV (RUS) + 1:12
3. Hermann PERNSTEINER (AUT) + 3:22
4. Alban LAKATA (AUT) + 5:58
5. Roel PAULISSEN (BEL) + 8:48
13. Christoph SOUKUP (AUT) + 24:07
19. David SCHÖGGL (AUT) + 36:03

Die kompletten Ergebnislisten findest du hier: http://riva.bike-festival.de/de/ergebnisse.html

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