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UCI MTB MARATHON WM // DIE GROSSE VORSCHAU

UCI MTB MARATHON WM // DIE GROSSE VORSCHAU
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Unter dem Motto „From the lake to the sky“ finden in knapp 2 Wochen die MTB Marathon Weltmeisterschaften 2018 in Auronzo di Cadore (ITA) statt. Am 15. September werden unsere MTB-Crackz rund um Alban Lakata und Daniel Geismayr die Farben des österreichischen Nationalteams überstreifen und um Ruhm, Ehre und sicherlich auch Medaillen kämpfen. Wir haben die Region, die Strecke und das Event rund um den 3Epic MTB Marathon genauer unter die Lupe genommen und die Stimmen & Erwartungen der österreichischen Favoritinnen eingefangen.

 

DIE REGION //

Die Region rund um Cadore – Auronzo – Misurina möchte mit der Austragung der UCI MTB Marathon WM den Grundstein für eine neue Entwicklung legen. Das ausgesprochene Ziel ist es, einen Wendepunkt einzuläuten und die Alpenregion zur Radtourismus-Region zu etablieren. Landschaftlich steht diesem Vorhaben sicherlich nichts im Weg: Gelegen in den Belluneser Dolomiten ist die Region von den Gipfel des Piz Popena, des Monte Cristallino, der Drei Zinnen, des Sorapiss und der Berggruppe der Marmarole umgeben und liefert damit beste Voraussetzungen für unvergessliche und immer neue Panoramen. Mountainbiker können und zwischen umfassenden Routen auf Bergwegen und dem Langen Weg der Dolomiten wählen, der von Calalzo di Cadore über Cortina d’Ampezzo bis nach Toblach in Südtirol geht.

Das Gebiet rund um Auronzo ist eine geschichtsträchtige und kulturell reiche Region, eine Vergangenheit, die auch in der gesamten Vermarktung und dem Video zur Mountainbike WM miteinbezogen wird.

Video: 

DIE STRECKE//

Satte 4.500 Höhenmeter und 113 Kilometer haben die Herren zurückzulegen. Nicht weniger beeindruckend ist mit 3.600 Höhenmetern und 98 Kilometern das Streckenprofil der Damen. Das Rennen startet im Ortskern von Auronzo di Cadore. Nach wenigen flachen Kilometern rund um den Lago di Cadore wird es gleich steil. Ein knapp 700 Höhenmeter langer und extrem steiler Schotter- und Wiesenanstieg auf den Monte Agudo. Hier wird sich das Feld bereits ordentlich in die Länge ziehen. Danach folgen ruppige, steinige Schotterabfahrten mit teils giftigen Gegenanstiegen, ehe die Fahrer auf einen Rad- und Wanderweg kommen. Zu Beginn noch eher flach, wird der ca. 800 Höhenmeter lange Anstieg am Ende immer steiler bis zum Misurina See – einem Hotspot der WM. Hier kommen die Herren gleich zweimal vorbei. Nach einer Zusatzschleife zum Torre del Diavolo und Col de Varda, über eine knifflige Abfahrt geht’s wieder zurück nach Misurina.

Nun beginnt der lange Anstieg auf den höchsten Punkt der Strecke, zum Rifugio Auronzo. Mit dem Auto führt die Straße direkt zum höchsten Punkt hinauf, für die Fahrer gibt es noch eine Zwischenabfahrt vor und nach der Mautstelle Castello Pedaggio. Die letzten Kilometer geht es dann allerdings auf der Straße die steilen Kehren hoch. Oben angekommen folgt eine sehr schwere Abfahrt über einen verblockten Wanderweg retour zur Mautstelle Castello Pedaggio. Danach muss nochmals der Anstieg auf den Col de Varda bewältigt werden. Nun folgt eine nicht enden wollende Abfahrt. Viele Kilometer Pfade und Singletrails lassen keine Erholung zu. Erst später kommen die Fahrer wieder auf den gut rollenden Rad- und Wanderweg Richtung Auronzo. Doch die Strecke zweigt noch einmal davon ab. Eine kleine Extraschleife nach Val Marzon könnte die endgültige Entscheidung um die WM Krone bringen. Die letzten Kilometer verlaufen flach bzw. leicht abfallend ins Ziel.

„Ein extrem kräftezehrender und schwieriger WM Kurs. Nur ein technisch sehr guter Bergfahrer mit extremer Ausdauer, der genau weiß, wie man sich so ein langes Rennen einteilen muss, wird hier Weltmeister werden können.“

 

DIE STRECKENCHECKS DER CRACKZ//

DIE STIMMEN DER TOP ATHLETINNEN AUS ÖSTERREICH//

Daniel Geismayr (Team Centurion Vaude)

ÖM 2018: 1. Platz
Bestes WM-Ergebnis: WM Dritter (Singen, 2017)

„Ich kenne die Strecke vom Vorjahr des 3Epic und habe sie auch vor kurzem noch einmal in der finalen WM-Version besichtigt. Das Rennen wird sicherlich eine harte Nuss werden und einen würdigen Weltmeister hervorbringen. Die größte Herausforderung wird es sein, sich mental auf die härtesten Stunden des Jahres einzustellen, es gilt am Tag X das absolute Maximum aus dem Körper herauszuholen, jedes Detail zählt. Das Team um mich herum kann mir noch den letzten Stress nehmen und mir den bestmöglichen Support liefern. Nach dem 11,7, und 3 Platz der letzten drei Jahre strebe ich nun den Platz ganz oben an. In den letzten Wochen war ich noch eine Weile in der Höhe, um mich optimal auf den Wettkampf vorzubereiten und nun heißt es, sich nochmals mental auf das Rennen einzustimmen und natürlich noch 1-2 Wochen gut zu trainieren.“

Alban Lakata (Canyon Factory Racing Team)

ÖM 2018: 2. Platz
Bestes WM-Ergebnis: 3-facher Weltmeister (2010, 2015, 2017)

„Mein Ziel ist ganz klar eine Medaille. Ich fühle mich bombastisch und kenne die Strecke wirklich gut. Ich bin sie bereits 3 Mal komplett abgefahren. Nachdem das Rennen zeitlich relativ lang werden wird, was ich grundsätzlich für gut halte, wird es wichtig sein, sich das Ganze gut einzuteilen. Mittlerweile habe ich einen Großteil meines Trainings für die WM hinter mir. Die letzten zwei Wochen vor der WM will ich die Form nur mehr kommen lassen. Gut essen, den Körper pflegen und so wenig wie möglich Stress an mich ranlassen, das ist meine Devise.“

Manuel Pliem (KTM Pro Team)

ÖM 2018: 3. Platz
Bestes WM-Ergebnis: Rang 27 (Pietermaritzburg, 2014)

„Ich bin die bisher beste Saison meiner Karriere gefahren und freue mich schon richtig auf die WM. Die Strecke ist fordernd und abwechslungsreich. Ich habe die letzten zwei Monate nochmal sehr hart für das Saisonende gearbeitet und eine Höhenvorbereitung gemacht. Nun ist es mein Ziel, das Optimum herauszuholen. Ich möchte meine beiden Top30 Ergebnisse von Pietermaritzburg/Südafrika und Wolkenstein/Italien verbessern. Für mich ist es wichtig, am Tag X die richtige Spannung aufzubauen und das Rennen optimal einzuteilen. Der Hauptteil der Arbeit ist erledigt. Nun stehen die Regeneration sowie die mentale Einstellung auf den wichtigsten Tag im Rennkalender im Vordergrund.“

David Schöggl (KTM Pro Team)

ÖM 2018: 4. Platz
Bestes WM-Ergebnis: Rang 55 (Laissac 2016)

“Die Strecke ist ein wirkliches Monster mit steilen Anstiegen und selektiven Abfahrten. Obwohl die Länge mit 102 Kilometern und 4.000 Höhenmetern für einen Marathonfahrer eigentlich nichts außergewöhnliches ist, ist dieser Kurs ganz besonders hart und ich kenne keinen vergleichbaren, schweren Marathon. Der Kurs könnte mir aber liegen. Die letzten Rennen sind für mich optimal verlaufen und ich hoffe, dass ich eine ähnlich gute Form bei der WM haben werde. Ich war mit meinen bisherigen WM Platzierungen nie wirklich zufrieden, heuer ist eine Platzierung unter den besten 30 mein großes Ziel. Ich habe bis zur WM noch den Dolomitenmann geplant um meine aktuelle Form aufrechtzuerhalten. Besonderen Augenmerk werde ich dennoch auf die Regeneration und die Erholungsphasen dazwischen legen um nicht müde nach Auronzo zu fahren.”

Uwe Hochenwarter (Willer Force 7C)

ÖM 2018: 5. Platz
Bestes WM-Ergebnis: 52 (Singen, 2017)

„Ich kenne die Strecke mittlerweile recht gut, da ich ein paar Mal dort war, um sie zu besichtigen. Es ist eine tolle Strecke, auf der der komplette Biker gewinnen wird. Es erwarten uns steile Anstiege, eine lange Renndauer und auch technisch gibt die Strecke einiges her. Mein Ziel ist es, meine Taktik und das Trainierte umzusetzen, ich denke, dann ist ein gutes Ergebnis drinnen. Ich bin aktuell in einer sehr guten Verfassung und mit dem Trainingsverlauf zufrieden. In den kommenden Wochen möchte ich auf einen guten Mix aus Belastung und Erholung setzen. Jetzt noch im Training zu übertreiben bringt nichts. Am Renntag selbst wird es meine größte Challenge sein, nicht allzu nervös zu werden und mich nicht vom schnellen Anfangstempo verleiten zulassen.”

Christina Kollmann (Team Simplon Texpa)

ÖM 2018: krankheitsbedingt nicht am Start
Bestes WM-Ergebnis: Rang 5 (Singen, 2017)

„Ich mag das schwere Strecken-Profil und denke, dass mir und meinen Fähigkeiten der Kurs sehr entgegen kommt. Mein Ziel ist daher ganz klar eine Medaille. Ich war letztes Jahr mit Rang 5 schon ganz knapp dran und das auf einem Kurs der mir nicht lag. Mit Sicherheit wird auch das Wetter eine große Rolle spielen. Zu der Jahreszeit ist dort – bis hin zu Schneefall – theoretisch alles möglich. Ansonsten ist die Challenge für mich eigentlich nur der Kampf gegen mich selber. An diesem Tag mein Optimum rauszuholen und das perfekte Rennen zu liefern. Die letzten Wochen war ich noch einmal auf Höhentraining, es läuft alles nach Plan und ich fühle mich gut.“

 

Sabine Sommer (Vitalmonitor ARBÖ Racing Team)

ÖM 2018: krankheitsbedingt nicht am Start
Bestes WM-Ergebnis: Rang 14

“Da ich heuer von Mitte Mai bis Anfang Juli wegen einer schweren Erkrankung keine Rennen fahren konnte, fehlt mir der internationale Vergleich. Ich wäre also sehr zufrieden, wenn ich in Auronzo einen Top-20 Platz erreichen könnte. Alle Rennen seit meiner Erkrankung verliefen sehr gut; ich versuchte nicht nur meine physischen, sondern auch meine psychischen Stärken auszuspielen. Wenn ich diese „Gesamtform“ betrachte, würde ich sagen, dass ich stärker bin als je zuvor. Für mich wird v.a. auch der WM-Vortag eine große Challenge werden, zuerst noch schnell in die Arbeit und dann schauen, dass ich rechtzeitig zur Registrierung in Auronzo bin.” 

 

Diese ÖsterreicherInnen haben sich außerdem für die WM qualifiziert//

Dollinger Andreas
Feichtegger Martin
Stadler Alexander

DAS WM-PROGRAMM//

Donnerstag 13. SEPTEMBER 2018
09.00 – 17.00
09.00 – 17.00 Streckenbesichtigung, Training der Athleten & Inspektion der Strecke durch die UCI

Freitag 14 SEPTEMBER 2018
14.00 – 16.00 Registrierung, Startnummernausgabe
16.30 Presse Konferenz
17.00 Team Manager Meeting
18.00 Eröffnungsfeier
18.30 Einzug der Nationalflaggen
19.00 Offizielle Eröffnungsfeier

Samstag 15. SEPTEMBER 2018
08.30 Warm Up & FahrerInnenpräsentation
09.00 Start Herren
09.45 Start Damen
14.30 Geplante Zielankunft Herren
15.00 Geplante Zielankunft Herren
16.00 Presse Konferenz

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