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UCI MTB WC IN LENZERHEIDE // SCHURTER SIEGT AUCH DAHEIM // RISVEDS MIT ERSTEM ELITE-TRIUMPH

UCI MTB WC IN LENZERHEIDE // SCHURTER SIEGT AUCH DAHEIM // RISVEDS MIT ERSTEM ELITE-TRIUMPH

UCI MTB WC IN LENZERHEIDE // SCHURTER SIEGT AUCH DAHEIM // RISVEDS MIT ERSTEM ELITE-TRIUMPH

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Ein entfesselter Titouan Carod in der U23, Jenny Risveds mit dem Sieg in der Elite und Sina Frei und Nino Schurter mit dem Heimsieg. Lenzerheide hatte neben Kuhlglocken und Alphörnern auch spannende Rennen zu bieten. Ein Blick zurück auf das Schweizer Weltcupwochenende:

Gerade einmal eine Woche nach den Weltmeisterschaften stand in Lenzerheide mit der vierten Runde des UCI MTB Weltcups schon eines der nächsten Saisonhighlights am Programm. Die frisch angelieferten, mit Regenbogenstreifen geschmückten neuen Teamtrikots bekam man jedoch gar nicht zu sehen im Kampf ums Weltcuppodium, denn sowohl Nino Schurter, als auch Annika Langvad und Samuel Gaze mussten stattdessen das Weltcup-Leadertrikot anlegen. Und dieses galt es zu verteidigen.

 

Titouan Carod siegt mit großem Vorsprung

Den Anfang machte Samuel Gaze. Nachdem an diesem Wochenende auch der Downhillweltcup ausgetragen wurde, fiel der Startschuss für die U23-Herren schon um 9:00 in der Früh. Ausgeschlafen präsentierten sich die Topfavoriten trotzdem und auch einige Zuschauer schafften es pünktlich an die Strecke. Besonders munter präsentierte sich von Anfang an Titouan Carod, der sich für die verpasste Medaille im WM-Rennen revanchierte und sich bereits in der ersten Runde absetzen konnte. Das war der Grundstein für eine überlegene Vorstellung und den Sieg mit unglaublichen 2:15 Vorsprung. Dahinter waren es Samuel Gaze, Simon Andreassen und Lette Arnis Petersons, die um die restlichen Podiumsplatzierungen kämpften. In der ersten Rennhälfte hatte hier noch Gaze die Nase vorne, ab der fünften Runde konnte sich aber Andreassen absetzten. Petersons wurde Vierter, der deutsche Georg Egger Fünfter. Ein wieder ausgesprochen starkes Rennen lieferte der Österreicher Maximilian Foidl, der Elfter wurde.

 

Sina Frei mit dem Heimsieg

Bei den U23-Damen, die leider das undankbare Los mit dem Start nach dem Herren Elite-Rennen gezogen hatten, war noch reich an Hitze, jedoch waren nur noch ein Bruchteil der Zuschauer an der Strecke. Schade eigentlich, denn die Dagebliebenen bekamen einen packenden Zweikampf geboten. Sina Frein und Kate Courtney machten von Anfang an das Rennen und gaben sich keine Blöße im Kampf um den Sieg. Bei Rennhälfte setzte Courtney die erste Attacke. Frei konnte nach circa einer Runde aber wieder aufschließen und die US-Amerikanerin in den letzten beiden Runden distanzieren. Dritte wurde die Niederländerin Anne Tauber. Die österreichische Vertreterin Nadja Heigl musste einem tollen Start leider Tribut zollen und fiel von einer Platzierung unter den Top Ten zurück auf Rang 23.

 

Jenny Risveds mit erstem Elite-Weltcupsieg

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

Die amtierende U23-Weltmeisterin Jenny Risveds sorgte allerdings schon im Elite-Rennen für Furore. Nachdem sie sich von Anfang an unter den ersten drei platzieren konnte, steigerte die Schwedin ihren Rythmus zum Ende hin noch einmal deutlich, setze sich in der fünften von sieben Runden an die Spitze und baute ihren Vorsprung auf über eine Minute aus. Damit feierte die Scott-Odlo- Fahrerin ihren ersten Weltcup-Sieg in der Elite-Kategorie, dem noch einige folgen könnten. Am Anfang war es aber Annika Langvad die gemeinsam mit Risveds und Catherina Pendrel das Tempo machte. Pendrel wurde durch einen Defekt in der dritten Runde zurückgeworfen, Risveds konnte zuerst nicht folgen, drehte dann jedoch noch einmal auf und Langvad musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Die Lokalmatadorin Jolanda Neff arbeitete sich nach verhaltenem Start nach vorne und wurde am Ende Dritte. Auf Platz 4 fuhr die Tschechin Catherina Nash, Fünfte wurde Maja Wloszczowska. Elisabeth Osl landete auf dem 30. Platz.

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

Jenny Risveds nach dem Rennen: „Es war ein unglaublicher Tag für mich”, resümiert die Gewinnerin. „Der Kurs in Lenzerheide macht richtig Spaß, er ist sehr intensiv und es ist extrem wichtig, die Geschwindigkeit zu halten. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich heute hier meinen ersten Weltcup- Sieg in dieser Kategorie erreichen konnte.“

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

 

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

 

Schurter auch in Lenzerheide die Nummer 1

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

Bei den Herren erwarteten die meisten eine Revanche von Jaroslav Kulhavy für die WM der vergangenen Woche, doch Nino Schurter hielt dagegen und holte den Heimsieg. Nachdem sich die zwei in der Anfangsphase des Rennens schon absetzen konnten, wurde das Duell aber durch einen Reifendefekt des Tschechen in der dritten von acht Runden viel zu früh ausgebremst. An die Verfolgung machte sich stattdessen der dieses Jahr sehr konstante Maxime Marotte, der erst in der letzen Runde seinen Landsmann Julien Absalon vorbeiziehen lassen musste und Dritter wurde. Auch Absalon konnte Schurter nicht mehr gefährlich werden und wurde mit gut 30 Sekunden Rückstand Zweiter. Victor Koretzky, der sich bis zur letzten Runde auf Podiumskurs befand, fiel in dieser weit zurück und wurde nur mehr 13. Durchsetzen konnten sich hingegen Kulhavy auf Platz 4 und überraschend der Spanier David Valero auf Rang 5.

Nino Schurter nach dem Rennen: “Ich hatte beim Start eine Schrecksekunde. Ich bin nicht richtig ins Pedal gekommen und hatte Schiss, dass es zu viel Anstrengung braucht, um nach vorne zu kommen. Ich habe es dann aber irgendwie geschafft. Es ist cool, vor heimischen Publikum zu gewinnen – ein super Gefühl!“

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

 

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

 

Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

Alle Ergebnisse aus Lenzerzeide.

 

Entscheidung im österreichischen Olympiakrimi

Ein tolles Rennen machten auch die österreichischen Vertreter Charly Markt und Alexander Gehbauer. Beide fuhren ein konstantes Rennen und konnten sich am Ende noch einmal gegenseitig zu einem phänomenalen Finish pushen, das sie auf die Plätze 17 (Markt) und 19 (Gehbauer) brachte. Für beide ein tolles Ergebnis, das aber nur für Alexander Gehbauer das Ticket nach Rio bedeutete. Nachdem sie im Frühjahr den Kampf um zwei Startplätze gegen Brasilien ganz knapp verloren, war es von da an ein Kopf an Kopf Rennen der beiden Athleten. Schlussendlich waren für den Nationaltrainer Christoph Pernicek drei erreichte B-Limits (Top 25 Weltcup, EM oder WM) von Gehbauer, zwei davon in den letzten zwei Quali-Rennen, ausschlaggebend. Der Ötztaler Karl Markt war an seinem dritten Limit bei der WM in Nove Mesto mit dem 26. Platz nur haarscharf vorbei geschrammt. Gehbauer wird sich nun im Höhentrainingslager auf Teneriffa drei Wochen intensiv auf die Spiele vorbereiten, um dann in Rio seinen 8. Platz von London 2012 topen zu können.

Alex Gehbauer vertritt Österreich auch in Rio
Alex Gehbauer vertritt Österreich nach London 2012 nun auch in Rio (c) GEPA Pictures Mario Kneisl.

 

Für Charly Markt ist der Traum "Olympia 2016" leider zu Ende (c) artisua
Für Charly Markt ist der Traum “Olympia 2016” leider zu Ende (c) artisua.

 

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