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SHORT TRACK || BESSERER ELIMINATOR ODER XCO IM KURZFORMAT?

SHORT TRACK || BESSERER ELIMINATOR ODER XCO IM KURZFORMAT?
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WELTCUP POST VON MORITZ BSCHERER  #ALBSTADT // Neuer Publikumsmagnet, oder doch nur eine obligatorische Aufwärmrunde für den XCO am Sonntag? Der Short Track startet durch im Weltcup.

 

Der Empfang des Weltcuptrosses in Albstadt verlief ähnlich wie schon in den vergangenen Jahren. Der Geruch nach Bratwurst und deutschem Weißbier, schmierige, rutschige Streckenverhältnisse und lehmiger Schlamm, den man fast nicht mehr von den Rädern bekommt. Alles nichts Neues für die eingesessenen Weltcupteams und Rennfahrer. Eines aber war neu auf der Schwäbischen Alb und sollte sogleich den Startschuss für ein völlig neues Rennformat darstellen. Der Short Track!

Ein Kriterium ohne Zwischenwertungen auf Mountainbikes, ein neuer besserer Eliminator, oder doch ein Cross Country in Kurzformat?

 

Was dieses genau sein soll, ist in den Köpfen der Fans und Fahrer noch nicht allzu deutlich abgespeichert. Ein Kriterium ohne Zwischenwertungen auf Mountainbikes, ein neuer besserer Eliminator, oder doch ein Cross Country in Kurzformat? Diese noch nicht zur Gänze beseitigten Unklarheiten werden nicht nur verschiedene Meinungen der Fahrer, sondern auch Ausführungen der Streckenbauer nach sich ziehen. Die Eckdaten sind dennoch vorgegeben. Der Short Track ist ein Rennen, auf einer kurzen Runde, über eine Dauer von 20-30 Minuten. Die Strecke sollte nicht nur breit genug sein, um Überholmanöver zuzulassen, sondern auch attraktiv für die Zuseher. In Albstadt sahen wir ein taktisches Rennen auf einer langen Asphaltgerade, sowie Wiesenschleife und einem kurzen Downhill.

Startberechtigt sind beim Short Track, sowohl bei Damen als auch Herren, die jeweils besten 40 der Weltrangliste. Gefahren wird um die Startaufstellung für den Hauptbewerb am Sonntag. Das erinnert an den Biathlon, bei dem es nach einem Sprint mit Zeitrückstand in den Verfolgungsbewerb geht. In der Realität scheint der Short Track allerdings geringere Auswirkungen auf das eigentliche Rennen zu haben. Nur die besten 16 vom Freitag bekommen ihr Ergebnis als Startplatz für den Cross Country gutgeschrieben. Das restliche Feld wird ab der dritten Reihe nach der Weltrangliste gereiht.

 

Was könnte dies nun bedeuten?

Als 40. der Weltrangliste ist man startberechtigt für das Rennen, könnte dieses gewinnen und sonntags aus der ersten Reihe starten. Es bedeutet aber auch, dass die Nummer 41 der Welt sich freitags schonen und eine ganz andere Vorbereitung für den XCO einschlagen kann. Dies führt dann eventuell zu einem bedeutenden Vorteil gegenüber der in der Startaufstellung neben ihm stehenden Nummer 40, deren 20-minütige Verausgabung am Freitag leider nur für Rang 17 reichte.

Dass Freitagabend noch andere Auswirkungen haben kann, sieht man am Beispiel Nino Schurters, der mit einem Defekt aufgeben und sich mit Startplatz 17 begnügen musste. Und wer konnte sich durch den Effort am Freitag nun wirklich einen Vorteil verschaffen? Bei den Herren waren das gleich fünf Fahrer von Positionen zwischen 30 und 40 der Weltrangliste, die sich in die ersten zwei Startreihen katapultierten. Allen voran Nicola Rohrbach fuhr mit Nummer 40 auf Rang 16. Bei den Damen war es nur eine Fahrerin jenseits der 30, allerdings trotzdem 4 Fahrerinnen mit Nummern zwischen 20 und 30, die den Sprung nach vorne schafften.

 

Eine deutliche Veränderung also für die FahrerInnen?

Auf jeden Fall! Sowohl eine bedeutende Verbesserung der Startposition, als auch eine nicht zu unterschätzende Verschlechterung eben dieser kann passieren. Für uns Zuseher fällt das Wochenende mit einem zusätzlichen Bewerb zum Mitfiebern natürlich nochmals spannender aus. Und wie lief es für unsere zwei Fallbeispiele dann schließlich im XCO? In Sachen Weltmeister änderte sich nicht viel. Dieser war nach der Startgeraden schon wieder bei den Besten und gewann das Rennen schlussendlich souverän. Nicola Rohrbach nützte seine erkämpfte Startposition jedoch voll aus und holte mit Rang 10 sein bestes Weltcupergebnis.

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