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Zwei neue Sieger und viele erfüllte Träume beim Ötztaler Radmarathon 2022

Zwei neue Sieger und viele erfüllte Träume beim Ötztaler Radmarathon 2022

Zwei neue Sieger und viele erfüllte Träume beim Ötztaler Radmarathon 2022

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4.122 StarterInnen sorgten heute beim 41. Ötztaler Radmarathon für ein grandioses Radfest! Bei perfekten Wetterbedingungen erfüllten sie sich ihren Traum vom Ötztaler. Sechs einhalb Stunden nach dem ersten kanadischen Sieger Jack Burke erreichte der letzte Finisher unter tosendem Applaus der über 5.000 Zuschauer das Ziel. Bei den Damen triumphierte erstmals die Deutsche Catherine Rossmann. Insgesamt 3566 TeilnehmerInnen erreichten das Ziel in Sölden.

Der Ötztaler Radmarathon wurde heute seinem Ruf als Mekka der Radszene einmal mehr gerecht. Über 16.000 RadsportlerInnen meldeten sich im Februar 2022 an, für 3566 TeilnehmerInnen aus knapp 30 Nationen (3350 Männer und 216 Frauen) erfüllte sich heute der Traum vom “Ötztaler”. Bei perfekten Wetterbedingungen mit rund zehn Grad Celsius fiel um 6:30 Uhr in Sölden der Startschuss zum 227 Kilometer langen Klassiker in den Alpen. Die Strecke führte über 5.500 Höhenmeter durch Nord- und Südtirol über die vier hohen Berge Kühtai, Brenner- und Jaufenpass und zum Abschluss wartete noch das 29 Kilometer lange Timmelsjoch.

Der Ötztaler Radmarathon ist ein Wirtschaftsmotor im Ötztal mit rund 20.000 generierten Nächtigungen. Über 1.300 Helfer sorgten mit viel Herzblut für einen reibungslosen Ablauf. “Es war wieder ein richtiges Radfest im Ötztal. Gefeiert wurden alle – vom Sieger bis zu den Letzten. Wir erlebten so viele glückliche Gesichter im Ziel und zum Glück gab es nur wenige Unfälle”, sagte OK-Chef Dominic Kuen. Viel Lob für die Veranstaltung kam neben den zahlreichen Hobbysportlern auch von Prominenten, wie Olympiasieger Benjamin Karl oder den ehemaligen Skisprung-Stars Andreas Goldberger und Martin Koch. Alle erfüllten ihren Traum vom Ötztaler und sahen wohlbehütet das Ziel.

Erster kanadischer Sieger

Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren lag das Tempo über das Kühtai und den Brennerpass relativ hoch. Beim Anstieg zum Jaufenpass wurde das Rennen dann so richtig spannend. Während sich der lange Führende Deutsche Helmut Trettwer noch über den Jaufenpass retten konnte und Anfangs des Timmelsjochs gestellt wurde, drückten vor allem drei Fahrer dem Rennen ihren Stempel auf: Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel, MTB-Marathonweltmeister Alban Lakata und Federspiels Teamkollege Jack Burke. Der Kanadier zeigte am 29 Kilometer langen Timmelsjoch bei Traumwetter, dass er heute am Berg nicht zu schlagen sein wird. Mit mehreren Minuten Vorsprung nahm er als Solist die letzte Abfahrt nach Sölden in Angriff und feierte einen großen Sieg. Dahinter sorgte der Tiroler Dominik Salcher für die Überraschung des Rennens: Auf den letzten Kilomtern berghoch überholte er Lakata und Federspiel und brachte seinen zweiten Platz ins Ziel. Rang drei ging an Alban Lakata.

Absolut glücklich war der 27-jährige Jack Burke mit einer Siegerzeit von 7:10,13 Stunden, der nach seinem Siegesjubel durch einen Sattelbruch unsanft am Asphalt landete. “Das Rennen war brutal, auch für das Material”, schmunzelte er. “Zum Glück ist der Sturz erst nach der Ziellinie passiert. Das war heute ein tolles Rennen für mich. Ab dem Timmelsjoch wusste ich, dass der Sieg möglich ist. Großen Respekt auch vor Dominik Salcher, der extrem stark gefahren ist!”

Premierensieg für Rossmann bei den Damen

Bei den Frauen belauerten sich bis zum Jaufenpass drei Fahrerinnen, ehe die Deutsche Catherine Rossmann eine erste Vorentscheidung gelang. Die Gewinnerin der diesjährigen Tour Transalp setzte sich dort klar Minuten vor die Italienerin Samantha Arnaudo. Als Dritte folgte mit einem Respektabstand die Niederländerin Martha Maltha. So sah dann schließlich auch in Sölden das Podium aus: Catherine Rossmann siegt mit einer Zeit von 8:04,34 Stunden vor Samantha Arnaudo (ITA/plus 6:08 Min.) und Martha Maltha (NED/plus 8:58 Min.). Catherine kommt von der Heimat Sebastian Vettels und siegte heuer bereits bei der Tour Transalp. “Der Sieg hier beim Ötztaler ist für mich aber der größte Erfolg, denn die Konkurrenz war sehr stark. Das Rennen war ein Traum – vor allem die malerische Kulisse in den Bergen und die vielen Zuschauer”, strahlte die 33-Jährige bei ihrem ersten Ötztaler.

Nach dem Ötztaler ist vor dem Ötztaler

Anderes Datum, gleiche Herausforderung. Ab 2023 wird der Ötztaler Radmarathon zum Sommerstart ausgetragen. “Künftig geht der Ötztaler Radmarathon am zweiten Sonntag im Juli über die Bühne”, erläutert Dominic Kuen. Für die 42. Auflage steht der Termin schon fest: Sonntag, 9. Juli 2023. Die Registrierungsphase für den Ötztaler Radmarathon 2023 findet somit bereits von 01. – 30. November statt.

Beitragsbild (c) EXPA/ Johann Groder

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