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Geismayr zeigt bei Trans Germany mächtig auf

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Mit dem zu erwartenden knappen Schlussakkord ist die dritte Etappe der CRAFT BIKE TRANS GERMANY 2012 von Lermoos, Österreich, nach Seefeld, Österreich, zu Ende gegangen. Nach 58,96 Kilometern und 1.864 Höhenmetern setzte sich das Mountainbike-Talent Thomas Litscher (SUI) von Felt Ötztal X-Bionic nach 2:19.37,2 Stunden im Sprint einer neunköpfigen Spitzengruppe durch.

Foto: Craft Bike Trans Germany/Oliver Kraus

Zweiter wurde Matthias Bettinger von Centurion Vaude mit fünf Zehnteln Rückstand. Der Gesamtführende Christoph Sauser (SUI) von Specialized Racing überquerte sechs Zehntel hinter dem Sieger als Dritter die Ziellinie der Österreich-Etappe.

Bereits rund zwei, drei Kilometer vor dem Ziel war der Kampf um die besten Plätze losgegangen; immer wieder mittendrin Thomas Litscher, dem knapp zehn Kilometer vor dem Ziel beinahe ein Ausreißversuch geglückt wäre, aber wie bereits gestern wieder eingeholt wurde.

Dementsprechend jubelte der amtierende U23-Weltmeister nach dem erfolgreichen Schlussspurt. „Ich bin froh, dass es heute aufgegangen ist und ich meine Sprinterqualitäten nutzen konnte. Ich habe die gestrige Attacke heute richtig gespürt und an den Bergen ganz schön gelitten“, so der 22-Jährige, der zur Hälfte der Strecke hinauf zur Ehrwalder Alm abreißen lassen musste.

„Aber zum Glück hatte ich eine schnelle Gruppe, die gut zusammengearbeitet hat. In der Abfahrt ins Gaistal haben wir die Spitzengruppe wieder eingeholt.“

Sauser pariert Attacke von George

Die hatte allerdings ihrerseits ordentlich in der Verfolgung arbeiten müssen. Im Anstieg zum Dach der Trans Germany, dem Übergang über die Ehrwalder Alm ins Gaistal, hatte der auf Platz zwei des Gesamtklassements liegende Südafrikaner David George das Tempo angezogen und sich erfolgreich abgesetzt.

Bis zum Gipfel, den der Führende der Bergwertung als Erster erreichte und somit seinen Punktestand auf 70 Punkte im Kampf um das Grüne Trikot der Bayerischen Staatsforsten powered by fi’zi:k aufstockte, hatte „King George“ mehr als eine Minute herausgefahren; letztlich aber erfolglos, was der Träger des Gelben Trikots während der Aufholjagd bereits geahnt hatte.

„Das war eigentlich keine Gefahr, denn es geht im Tal zu lange im Gegenwind flach dahin. Hinzu kam, dass die orangenen Vaude-Jungs mit dabei waren. Da wusste ich, dass die volle Kanne fahren werden“, erklärte Christoph Sauser nach der Etappe.

Der amtierende Marathon-Weltmeister ist sich aber noch keineswegs sicher, den angepeilten Trans Germany Titel-Hattrick eingetütet zu haben.

„Morgen kommen noch einmal 75 km, auf denen noch einiges passieren kann. Ich werde aber keinesfalls abwarten. Das ist nicht mein Ding“, so der 36-Jährige kämpferisch.

Geismayr auf Rang 4 im Gesamtklassement

Der Österreicher zeigt mächtig auf und liegt nach drei von vier Etappen auf dem vierten Gesamtrang der Trans Germany. Mit Sicherheit eine der besten Vorstellungen des jungen Vorarlbergers.

 

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