Österreichs MTB-Asse sorgen für eine WM der Superlative

Österreichs MTB-Asse sorgen für eine WM der Superlative

Österreichs MTB-Asse sorgen für eine WM der Superlative

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Drei Weltmeistertitel, fünf Medaillen und zahlreiche Topplatzierungen: Österreich blickt auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Mountainbike-Weltmeisterschaft 2026 im italienischen Val di Sole zurück.

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Was für eine WM-Woche für Österreich: Gleich am ersten Tag sorgte das rot-weiß-rote Team für die ersten Medaillen, am Ende standen drei Weltmeistertitel, eine Silber- und eine Bronzemedaille zu Buche. Dazu kamen zahlreiche Top-10-Platzierungen in den verschiedenen Altersklassen und Disziplinen.

Gold und Bronze zum Auftakt

Für den perfekten Start sorgte Anna Spielmann. Die Tirolerin verteidigte ihren Weltmeistertitel im E-MTB Cross-Country erfolgreich. Besonders an den Anstiegen konnte sie sich von der Konkurrenz absetzen und feierte nach 48:26 Minuten ihren zweiten WM-Titel in Folge. Dahinter sorgte Tamara Wiedmann für die nächste Überraschung. Die 25-Jährige hatte sich erst wenige Tage vor der WM für einen Start entschieden und absolvierte in Val di Sole ihr erstes E-MTB-Rennen überhaupt. Ohne spezielle Vorbereitung fuhr sie dennoch auf Anhieb zur Bronzemedaille.

Auch in der Mixed-Team-Staffel zeigte Österreich eine starke Leistung. Das Sextett mit Alexander Hammerle, Mario Bair, Michael Hettegger, Mona Mitterwallner, Johanna Piringer und Antonia Grangl führte den Bewerb über weite Strecken sogar an und lag lange auf Medaillenkurs. Am Ende wurde es Rang sechs.

Hettegger holt Silber bei den Junioren

Am zweiten WM-Tag komplettierte Michael Hettegger den österreichischen Medaillensatz. Der 17-jährige Oberösterreicher fuhr im Cross-Country der Junioren von Beginn an an der Spitze und musste sich erst gegen Ende dem Australier Connor Wright geschlagen geben. Hettegger holte damit Silber, während Teamkollege Michael Ortner mit Rang acht ebenfalls ein starkes Ergebnis einfuhr.

Stigger krönt sich zur Weltmeisterin

Für den emotionalsten Moment aus österreichischer Sicht sorgte Laura Stigger im Short Track der Elite. Die Tirolerin hielt sich während des gesamten Rennens im Spitzenfeld und schien vor dem Ziel bereits auf Rang vier zu liegen. Doch dann zündete Stigger ihren Turbo: Auf den letzten 100 Metern sprintete sie noch an Evie Richards, Sina Frei und Jenny Rissveds vorbei und holte sich hauchdünn den Weltmeistertitel. Für die 25-Jährige war es der erste WM-Titel in der Eliteklasse.

„Alles oder nichts“ lautete ihre Devise für den Schlusssprint – und die Rechnung ging perfekt auf. Auch die weiteren österreichischen Starter zeigten solide Leistungen. Maximilian Foidl wurde im Elite-Short-Track 20., Maks Alfred Barret Maunz erreichte in der U23 Rang zwölf.

Höll macht das WM-Quintett voll

Den dritten österreichischen Weltmeistertitel holte Valentina Höll im Downhill. Auf der anspruchsvollen Black-Snake-Strecke war die Salzburgerin von der ersten Zwischenzeit an in Führung und ließ sich diese bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Damit schrieb Höll erneut Geschichte: Zum fünften Mal in Folge sicherte sie sich den Weltmeistertitel im Elite-Downhill. Seit 2022 ist das Regenbogentrikot damit ununterbrochen in ihrem Besitz.

Auch Andreas Kolb zeigte eine starke Leistung. Der Steirer lag lange auf Podiumskurs und beendete das Rennen schließlich auf Rang fünf.

Stigger auch im XCO in den Top Ten

Zum Abschluss der WM bestätigte Laura Stigger ihre starke Woche mit einem achten Platz im olympischen Cross-Country. Nach ihrem Short-Track-Titel ging sie ohne Druck ins Rennen und kämpfte sich bei großer Hitze und einem extrem anspruchsvollen Rennen durch.

„In Summe bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Weltmeisterschaften. Ich hätte nie gerechnet, dass ich ein Regenbogentrikot mitnehme“, bilanzierte Stigger.

Auch in der U23 gab es mit Katrin Embacher auf Rang acht eine weitere österreichische Top-Ten-Platzierung. Antonia Grangl wurde 14.

Fünf Medaillen – und ein starkes Signal

Am Ende stehen für Österreich fünf WM-Medaillen:

🥇 Anna Spielmann – E-MTB Cross-Country
🥇 Laura Stigger – Short Track Elite
🥇 Valentina Höll – Downhill Elite
🥈 Michael Hettegger – Cross-Country Junioren
🥉 Tamara Wiedmann – E-MTB Cross-Country

Dazu kommen starke Platzierungen wie die Ränge fünf von Andreas Kolb, acht von Laura Stigger und Katrin Embacher sowie der sechste Platz der Mixed-Staffel. Damit war Val di Sole für Österreich nicht nur eine erfolgreiche WM, sondern auch ein eindrucksvoller Beleg für die Breite und Qualität des heimischen Mountainbike-Sports – von den Junioren bis zur Elite und vom E-MTB über Cross-Country bis zum Downhill. Die drei Goldmedaillen durch Höll, Stigger und Spielmann, Silber durch Hettegger und Bronze durch Wiedmann ergeben eine außergewöhnlich starke österreichische WM-Bilanz.

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