Die Craft Bike Trans Germany 2010 und 2011 hat Christoph Sauser bereits für sich entschieden. Knapp einen Monat vor dem Start der sechsten Auflage des Mountainbike-Etappenrennens gibt sich der amtierende Champion aus der Schweiz erneut betont kämpferisch: „Ich will den Hattrick landen“, so der 36-jährige Profi aus Sigriswil.

Dass der Olympiadritte von Sydney 2000 zu Recht den Anspruch auf eine erneute Titelverteidigung erhebt, zeigt seine auch in diesem Jahr bestechende Frühform.
Gemeinsam mit dem Südafrikaner Burry Stander konnte der zweimalige Weltmeister im Dienste des Team Specialized das Cape Epic gewinnen und ist damit wieder der Gejagte Nummer 1 auf den 275 Kilometern von Sonthofen nach Garmisch-Partenkirchen.
Was Sauser über die kommende Trans Germany denkt, steht im kompletten Interview.
Frage: Wie geht es dir rund einen Monat vor dem Startschuss zur Trans Germany?
Christoph Sauser: Danke, bestens! Mir stehen mit den letzten beiden Weltcups unserer Olympia-Qualifikation drei ganz wichtige Wochen bevor. Darauf habe ich im Training jetzt voll den Fokus gelegt.
Gleich danach folgt dann die Trans Germany, die du zuletzt zwei Mal in Folge gewinnen konntest. Das Ziel kann also nur der Titel-Hattrick sein!
Ja, ich will den Hattrick landen!
Erneut wirst du aber ohne Teamunterstützung auf der Strecke antreten. Wie geht man damit um, im Feld alleine auf sich gestellt zu sein?
Wenn man alleine antritt, muss man auf der Hut sein. Eine gut geplante Attacke von einer Mannschaft kann einen den Gesamtsieg kosten. Ich darf also nicht im Feld herumträumen!
In den Vorjahren hast du dir das Gelbe Trikot auf der ersten Etappe gesichert und dann verteidigt. Fällt dieses Jahr erneut die Vorentscheidung am ersten Tag?
Das könnte durchaus sein, da die erste Etappe standesgemäß immer die härteste ist. Es ist viel einfacher, das Trikot zu verteidigen als einen Rückstand aufholen zu müssen – zumal es technisch nicht sonderlich anspruchsvoll wird.
Hast du dir die Streckenführung etwa schon eingeprägt?
Nein, ich nehme es von Etappe zu Etappe. Am Renntag klebt dann das Höhenprofil auf meinem Lenker. Mir ist es wichtig, im Rennen zu wissen, wo genau ich mich befinde und was mir noch bevorsteht.
Was hältst du aber davon, dass die Strecke erneut überarbeitet wurde?
Es ist perfekt, mit Seefeld einen neuen Etappenort kennenzulernen. Es ist immer gut, etwas Neues einzubauen aber auch traditionelle Orte beizubehalten. Außerdem ist es gut, dass es keine vorverlegten Ziele in der Pampa mehr gibt. Die Ziellinie sollte immer im Zentrum sein!
Dir ist das Rennen also wichtig?
Es ist mir sehr wichtig, da Etappenrennen mehr Gewicht haben als Einzelrennen. Die Trans Germany ist ein gut vermarktetes Rennen, das in vielen Ländern wahrgenommen wird.
Anmeldung auf www.bike-transgermany.de
Für alle Kurzentschlossenen bietet sich auch jetzt noch die Chance, sich mit dem Dominator der letzten Jahre auf der Strecke zu messen. Auf www.bike-transgermany.de ist weiterhin die Online-Anmeldung möglich. Außerdem kann auch in diesem Jahr eine komplette Mannschaft bestehend aus mindestens vier Mountainbikern für die SCOTT Mannschaftswertung gemeldet werden.
Die Craft Bike Trans Germany ist ein viertägiges Mountainbike-Etappenrennen für Einzelstarter, das über 275 Kilometer und rund 8.500 Höhenmeter von Sonthofen über Pfronten, Lermoos (AUT) und Seefeld (AUT) bis nach Garmisch-Partenkirchen führt.

