3. Pannonia Gravel mit weltmeisterlichem Sieger – Favoriten triumphieren

3. Pannonia Gravel mit weltmeisterlichem Sieger – Favoriten triumphieren

3. Pannonia Gravel mit weltmeisterlichem Sieger – Favoriten triumphieren

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Heute fand das 3. Pannonia Gravel rund um Breitenbrunn am Neusiedler See statt. Bei perfekten Witterungsbedingungen siegte über die Langdistanz der große Favorit Johnny Hoogerland, der sich vor kurzem zum Gravel-Weltmeister der Amateure kürte. Bei den Damen jubelte mit Corinna Pichler, heuer Gesamtsiegerin der Austria Top Tour, ebenfalls die Favoritin. Als Überraschungsgast startete die Doppel-Weltmeisterin Lizz Görgl.

Das Pannonia Gravel für Gravelbiker, Crosser und Mountainbiker feierte heute seine dritte Auflage. Beim spektakulären Event standen zwei Streckenlängen mit 40 Kilometern und 600 Höhenmetern sowie 73 Kilometer und 1.150 Höhenmeter zur Auswahl. Bei traumhaftem Herbstwetter nahmen rund 400 Teilnehmer:innen aus 14 Nationen das Rennen in Angriff. Die einzigartige Strecke führte durch das üblicherweise gesperrte Truppenübungsgelände des Bundesheeres am Leithagebirge. “Wir bekamen erneut eine Sondergenehmigung, an diesem Tag abseits der normalen Radwege durch eine fantastische und “unberührte” Landschaft zu biken. Über 80 Prozent der Strecke führen durchs Gelände und unbefestigte Straßen sowie einem Single Trail”, beschreibt Organisator Johannes Hessenberger, der neben dem jährlich stattfindenden Neusiedler See Radmarathon auch 2029 erstmals in Österreich eine Amateur-Weltmeisterschaft ausrichtet. Staub auf den Schotterwegen, endlose Weiten über dem Neusiedler See, pure Freiheit und eine Herausforderung, die jeden an seine Grenzen bringt – das ist das Pannonia Gravel!

Hoogerland nicht zu schlagen

Der ehemalige Tour de France-Held Johnny Hoogerland drückte dem Pannonia Gravel seinen Stempel auf. Der gebürtige Holländer, der in Villach lebt, setzte sich über die 73 Kilometer Langdistanz wenige Kilometer nach dem Start ab und wurde bis zum Ziel von seinen Konkurrenten nicht mehr gesehen. “Mein Teamkollege Anton Erlbacher hat gleich zu Beginn attackiert und ich setzte eine Konterattacke. Es war ein einsames Rennen an der Spitze, doch ich habe die traumhafte, aber sehr anspruchsvolle Strecke voll genossen”, sagte Hoogerland, Premierensieger des 1. Pannonia Gravel. Erst kürzlich krönte er sich in Australien zum Amateur-Gravel-Weltmeister und in Japan zum UCI Gran Fondo Weltmeister auf der Straße. Mit rund zwei Minuten Rückstand erreichte sein RH77 Factory Racing-Teamkollege Anton Erlbacher, heuer Gesamtsieger der Austria Top Tour, der größten Radmarathonserie des Landes, als Zweiter das Ziel. Dritter wurde Thomas Garber (HUMANPWR Racing) mit einem Respektabstand von eineinhalb Minuten hinter Erlbacher. Der ehemalige Schweizer WorldTour-Profi Reto Hollenstein belegte den siebenten Platz.

Pichler siegt bei ihrer Gravel-Premiere

Bei den Damen war die Oberösterreicherin Corinna Pichler von RH77 Factory Racing eine Klasse für sich. Sie siegte trotz mehrerer Pannen mit einer Fahrzeit von 2:39 Stunden mit mehr als zehn Minuten Vorsprung vor der Ungarin Zsofia Toth. Den dritten Platz holte die Österreicherin Marlene Pühringer. “Es war mein überhaupt erstes Gravelrennen und es war ziemlich hart. Vor allem muss man bei so einem Rennen technisch sauber fahren. Zu Beginn hatte ich Probleme mit dem Sattel, die letzten 15 Kilometer fuhr ich dann mit einem platten Reifen. Aber die Strecke ist echt traumhaft, ich komme bestimmt wieder”, freute sich Pichler.

Über die Kurzdistanzen setzte sich bei den Männern Klaus Haberl (BistroBox Racing) 30 Sekunden vor Florian Knödlstorfer (HILL Racingteam) und Moritz Pieringer (SlipStreamz RC) durch. Bei den Damen setzte sich Annemarie Wilhelm (Hsv Jugend und Multisport Wr. Neustadt) um elf Sekunden gegen Lena Wallner und 20 Sekunden gegen Tanja Braun vom RSC Krems durch. Organisator Johannes Hessenberger zeigte sich mit der 3. Auflage des Pannonia Gravels zufrieden: “So viele strahlende Gesichter! Es war wieder ein toller Radsporttag im Burgenland, zum Glück ganz ohne Unfälle! Ein großer Dank an die Gemeinde Breitenbrunn und allen Sponsoren und Partnern, wie der Radmarke Ridley, die uns heuer erstmals unterstützt haben.”

Übrigens, der ehemalige Skistar Lizz Görgl ließ es über die Langdistanz gemütlich angehen, sie gewann aber trotzdem ihre Altersklasse: “Es war erst mein zweites Radrennen. Ich bin es gemütlich angegangen und hat riesigen Spaß gemacht. Und ein Sieg in meiner Altersklasse ist auch nicht schlecht! Die Strecke ist wunderschön, aber man glaubt es kaum – es geht hier im Burgenland nur rauf und runter!”

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