Saisonfinale der Mountainbike-Elite in Lake Placid: Starke rot-weiß-rote Akzente zum Abschluss
Der Mountainbike-Weltcup 2026 hat auf der US-amerikanischen Olympiastätte von Lake Placid (New York) ein spektakuläres und richtungsweisendes Finale erlebt. Bei wechselhaften Bedingungen – von nassen und harten Short-Track-Bewerben bis hin zu anspruchsvollen Cross-Country-Rennen vor alpiner Traumkulisse – versammelte sich noch einmal die gesamte Weltelite, um die finalen Entscheidungen des Jahres auszustecken. Während bei den Herren unter anderem Charlie Aldridge und im Downhill-Weltcup absolute Thriller für Furore sorgten, blickte das österreichische Lager vor allem gespannt auf die Top-Athletinnen.
Laura Stigger: Starker Kampfgeist und Top-Gesamtrang zum Abschied
Mitten im Epizentrum des Geschehens stand Laura Stigger, die beim Weltcup-Wochenende in Lake Placid noch einmal ihre Klasse unter Beweis stellte. Wie bereits zuvor in Soldier Hollow, hatte die Heeressportlerin zum Auftakt im Short Track (XCC) bei nassen und schwierigen Bedingungen schwer zu kämpfen. Mit Rang zehn beendete sie das harte Rennen, in dem sie sich nach eigener Aussage tief im roten Bereich bewegen musste und auf den letzten Metern wichtige Körner einbüßte: „Es war ein sehr harter Short Track, in dem ich es nicht ganz geschafft habe, vorne dabei zu bleiben und meine Position zu halten. Es hat mich immer etwas zurückgespült. Am Ende hat mir in der letzten Runde die Kraft gefehlt. Ich habe alles aus mir rausgeholt“, so Stigger.
Am darauffolgenden Samstag zeigte die Tirolerin im Cross-Country-Bewerb (XCO) dann aber noch einmal ihre ganze Klasse. Stigger drückte dem Rennen zu Beginn ihren Stempel auf, führte das Feld am Ende der ersten Runde an und hielt sich über weite Strecken an der absoluten Spitze. Am Ende überquerte sie als hervorragende Siebente die Ziellinie.
„Eine meiner erfolgreichsten Saisonen“
Mit diesem starken Resultat im US-Finale zementierte die Fahrerin vom Team Specialized Factory Racing auch ihre Position im Gesamtklassement: Sie beendete sowohl die Short-Track- als auch die Cross-Country-Weltcupwertung auf dem bärenstarken fünften Gesamtrang. Ein Blick auf die nackten Zahlen unterstreicht, warum das Jahr 2026 für sie einen herausragenden Stellenwert einnimmt. Zu den absoluten Glanzlichtern zählten neben konstanten Top-Resultaten vor allem der Weltcupsieg in Nové Město sowie die Krönung zur Short-Track-Weltmeisterin im italienischen Val di Sole. „That’s it! Es war eine meiner erfolgreichsten Saisonen – mit dem Weltcupsieg in Nove Mesto und dem Short-Track-Weltmeistertitel im Val di Sole. Unglaublich! Jeweils Platz fünf in der Short-Track- und der Cross-Country-Wertung machen mich stolz. Ich glaube, ich kann sehr zufrieden sein“, zog Laura glücklich und erleichtert ihre Saisonbilanz.
Nach einem kräftezehrenden und höchst erfolgreichen Sportjahr darf sich Österreichs Bike-Aushängeschild nun auf eine wohlverdiente Off-Season freuen, bevor die Vorbereitungen auf die kommenden Herausforderungen starten.
Foto: Michal Cerveny
