Trendige, österreichische Innovationen auf Nordamerikas größter Fahrradmesse
Wien (OTS/PWK595) – Im riesigen und wettbewerbsintensiven US-Fahrradmarkt sind herausragende Produkte gefragt. Die ideale Plattform zur Vorstellung von Innovationen ist die “Interbike”, Nordamerikas größter Fahrradmesse. Auf dieser Fahrrad-Show präsentiert und informiert sich die Fahrradbranche vom 10. bis 12. September in Las Vegas über Neuheiten und Trends. Unter den über 1.100 Ausstellern stoßen die Bike-Innovationen von österreichischen Firmen wie KTM, MPF Drive und XeNTiS auf großes Interesse. “Die USA sind für österreichische Anbieter aufgrund der Größe und Offenheit für neue Technologien und Design ein attraktiver Markt mit großem Wachstumspotential. Außerdem gehört Radfahren zu den sieben beliebtesten Sportarten der Amerikaner”, sagt Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. Für alle österreichischen Teilnehmer sei die Messeteilnahme ein Muss, um nachhaltig Erfolg auf dem US-Markt zu haben.
KTM Fahrrad GmbH feiert sein 50jähriges Firmenjubiläum und fokussiert sich auf den US-Markt. Der heuer nominierte Exklusiv-Distributor Panda Cycles stellt die KTM-Neuheiten 2015 vor, vom Rennrad bis zum Geländebike, darunter das im Trend liegende Fatbike “Fat Rat”. Das KTM-Racing-Orange schafft Synergien durch den hohen Bekanntheitsgrad als Motorrad-Marke.
XeNTiS Composite Entwicklungs- und Produktions GmbH stellt am Stand seines kanadischen Partners seine ins Auge springenden, handgefertigten Carbon Felgen aus.
Das Wiener Unternehmen MPF Drive stattet die neuen Modelle dreier US-Bike Hersteller mit dem selbst entwickelten innovativen Mittelmotor aus, der sich durch vergleichsweise hohe Laufruhe auszeichnet.
Der US-Fahrradmarkt durchfährt seit Jahren eine Ebene mit leichten auf und abs. 2013 wurden Fahrräder, Zubehör und Bekleidung im Wert von 5,8 Mrd. US Dollar verkauft. Fahrräder werden fast ausschließlich importiert (99%), vorwiegend aus China und Taiwan. Etwa 4.000 spezialisierte Bikeshops verkaufen rund 15% der Fahrräder und sind für etwas mehr als die Hälfte des Branchenumsatzes verantwortlich. Etwa 60.000 US-produzierte Fahrräder werden jährlich verkauft. Um eine Trendwende im US-Fahrradmarkt zu schaffen, sind neben Innovationen wie verbesserten E-bikes, der Ausbau der US-Radinfrastruktur und ein gezieltes ‘Abholen’ vernachlässigter Zielgruppen erforderlich. Der klassische Radfahrer in den USA ist weiß (93%) und gehört dem gehobenen Mittelstand an. African Americans, asiatische und hispanische Bevölkerungsgruppen sind nur mit einem Anteil von 1%-3% vertreten. Hier kann noch ein riesiger Markt erschlossen werden. Hauptgründe für den Fahrradkauf sind Spaß, Bewegung und Erholung. Für Rennzwecke wird nur 1% der Räder erworben. E-Bikes werden verstärkt zum Pendeln eingesetzt, aber nur 1% der Radler pendelt mit dem Rad zur Arbeit, jedoch mit steigender Tendenz. “Der bisherige E-Bike Umsatz in den USA ist zwar größenmäßig mit dem in Österreich vergleichbar, hat aber das Potential in Fitness-affinen Staaten und Städten zum Verkaufshit zu werden”, so Thaler. Motorstärke und Design machen e-Bikes mittlerweile auch für jüngere Käufer interessant.
