Mona Mitterwallner holt Bronze bei der MTB-Marathon-WM
Österreichs Mountainbike-Ass verteidigt WM-Bronze – Weinbeer und Seewald holen die Weltmeistertitel
Mona Mitterwallner hat bei den Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften im italienischen Primiero erneut die Bronzemedaille gewonnen. Die Österreicherin musste sich über 95 Kilometer und 4.000 Höhenmeter nur der Schweizerin Anna Weinbeer und der Italienerin Claudia Peretti geschlagen geben. Bei den Männern setzte sich Andreas Seewald (GER) vor den Italienern Gioele De Cosmo und Jakob Dorigoni durch.
Im östlichen Trentino ging es am Samstag um die Regenbogentrikots im Mountainbike-Marathon. Der Primiero Dolomiti Marathon rund um San Martino di Castrozza und Fiera di Primiero bot den Athletinnen und Athleten eine äußerst anspruchsvolle Strecke: 95 Kilometer und rund 4.000 Höhenmeter standen auf dem Programm. Für Österreich gab es dabei erneut eine WM-Medaille: Mona Mitterwallner sicherte sich wie bereits im Vorjahr Bronze.
„2026 ist nach wie vor ein sehr herausforderndes Jahr für mich. Ich bin jetzt beim Marathon meine absoluten Topwerte gefahren, noch nie in meinem Leben habe ich so viel Watt getreten. Von dem her nehme ich die Bronzemedaille mit offenen Armen, auch weil ich mich vor dem Rennen nicht so gut gefühlt habe“, erklärte Mitterwallner nach dem Rennen.
Weinbeer von Beginn an mit hohem Tempo
Die Schweizerin Anna Weinbeer, Europameisterin und Nummer eins der UCI-Marathon-Rangliste, setzte sich früh an die Spitze. Bereits am ersten Anstieg vom Start- und Zielort Fiera di Primiero hinauf zum Col die Cistri auf 1.550 Meter wurde das hohe Tempo der späteren Weltmeisterin deutlich. „Vor allem Anna ist vom Start weg sehr stark gefahren, hat ein hohes Tempo vorgelegt“, schilderte Mitterwallner.
Die Österreicherin entschied sich, ihr eigenes Tempo zu fahren. Der Kurs führte anschließend über ein Hochplateau mit drei weiteren Anstiegen, bevor es wieder hinunter nach Fiera di Primiero ging. Zwei harte Anstiege in einer Schlussschleife sollten schließlich über die Medaillen entscheiden.


Mitterwallner kämpft bis zum Schluss um Silber
Gerade in den Abfahrten konnte Mitterwallner ihre Stärken ausspielen und den Rückstand auf die Führende zwischenzeitlich deutlich verkürzen. „In den Bergabpassagen habe ich immer wieder attackiert, war schon an 50 Sekunden an der Führenden dran.“
Gemeinsam mit der Italienerin Claudia Peretti ging es in den vorletzten Anstieg. Dort wurde Mitterwallners Kampf um Silber jedoch durch einen Defekt gebremst. „Ich bin dann gemeinsam mit der Italienerin in den vorletzten Anstieg, hatte dort aber einen Defekt.“
Damit verlor die Österreicherin den direkten Kontakt zu Peretti und musste sich schließlich mit Bronze begnügen. Aufgeben kam für die 24-Jährige dennoch nicht infrage. „Ich habe nie aufgegeben, gehofft, es geht sich wieder aus, aber es hat halt nicht geklappt. Natürlich war mein Ziel der Titel, aber ich habe gesehen, dafür muss einfach alles passen und das war nicht der Fall“, resümierte Mitterwallner.
An der Spitze ließ Anna Weinbeer nichts mehr anbrennen. Die Schweizerin überquerte nach 5:30:54 Stunden die Ziellinie und sicherte sich den Weltmeistertitel. Claudia Peretti holte Silber, Mitterwallner komplettierte das Podium.


Seewald holt seinen zweiten WM-Titel
Bei den Männern entwickelte sich ebenfalls von Beginn an ein hochklassiges Rennen. Auf den 95 Kilometern konnte sich Andreas Seewald im Verlauf der Strecke zunehmend von seinen Konkurrenten absetzen. Hinter dem Deutschen formierte sich eine große italienische Gruppe. Gioele De Cosmo und Jakob Dorigoni konnten sich im Kampf um die weiteren Medaillen schließlich gemeinsam absetzen. Seewald baute seinen Vorsprung jedoch weiter aus und erreichte das Ziel mit mehr als drei Minuten Vorsprung.
Der Deutsche holte damit seinen zweiten Weltmeistertitel im MTB-Marathon. De Cosmo wurde Zweiter, Dorigoni sicherte sich Bronze. Mit Diego Rosa und Davide Foccoli auf den Rängen vier und fünf sowie Dario Cherchi und Lorenzo Samparisi auf acht und zehn dominierten die Italiener die Top Ten. Aus österreichischer Sicht belegte Hermann Pernsteiner Rang 33. Sein Rückstand auf Weltmeister Seewald betrug 24:42 Minuten.




MTB-Marathon-WM – Elite Frauen
| Rang | Fahrerin | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Anna Weinbeer | SUI | 5:30:54,11 |
| 2 | Claudia Peretti | ITA | 5:34:47,93 |
| 3 | Mona Mitterwallner | AUT | 5:39:13,40 |
| 4 | Melisa Rollins | USA | 5:41:28,41 |
| 5 | Savilia Blunk | USA | 5:42:50,65 |
| 6 | Giada Specia | ITA | 5:45:02,88 |
| 7 | Larissa Hartog | NED | 5:52:24,09 |
| 8 | Lejla Njemčević | BIH | 5:59:45,07 |
| 9 | Chiara Gualandi | ITA | 6:01:06,46 |
| 10 | Debora Piana | ITA | 6:02:27,73 |
MTB-Marathon-WM – Elite Männer
| Rang | Fahrer | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Andreas Seewald | GER | 4:33:47,30 |
| 2 | Gioele De Cosmo | ITA | 4:36:59,17 |
| 3 | Jakob Dorigoni | ITA | 4:37:00,00 |
| 4 | Diego Rosa | ITA | 4:37:43,20 |
| 5 | Davide Foccoli | ITA | 4:38:27,47 |
| 6 | Martin Stošek | CZE | 4:39:57,85 |
| 7 | Keegan Swenson | USA | 4:41:09,43 |
| 8 | Dario Cherchi | ITA | 4:41:30,45 |
| 9 | Hector Leonardo Paez | COL | 4:43:08,57 |
| 10 | Lorenzo Samparisi | ITA | 4:43:31,14 |
| 33 | Hermann Pernsteiner | AUT | +24:42 |
Bilder Mona Mitterwallner (c) Francesco Rachello/SWPix.com/Cycling Austria

