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Frischer Wind am heimischen Teammarkt

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Ein neues Mountainbike-Weltcup-Team ist aus der Taufe gehoben! Als österreichische Mannschaft will „Ötztal SCOTT Racing“ künftig im Mountainbike-Weltcup Akzente für den heimischen Bike-Sport setzen. Das Projekt ist auf mehrere Jahre ausgelegt und soll kontinuierlich wachsen.

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Karl Markt, Gregor Raggl, Simon Scheiber und Daniel Federspiel – das sind jene vier Tiroler Mountainbiker, rund um die das neue „Ötztal SCOTT Racing Team“ gegründet worden ist.  In den vergangenen Monaten hat sich die Idee eines neuen österreichischen MTB-Weltcup-Teams formiert und wurde im Ötztal in die Realität umgesetzt. War das Ötztal bisher als Sponsor im MTB-Weltcup engagiert, so will man nun einen Schritt weitergehen und selbst den heimischen MTB-Sport fördern und bei zahlreichen Weltcupeinsätzen in Szene setzen.

„Das Ötztal bekennt sich seit Jahren mit einer klaren touristischen Positionierung zum Thema Mountainbike. Wir arbeiten intensiv daran, als attraktive Bikedestination international wahrgenommen zu werden. Dieses Engagement auf höchstem sportlichen Niveau gibt uns die Möglichkeit, unser Engagement in Sachen Bike entsprechend zu kommunizieren“, fasst Oliver Schwarz, GF von Ötztal Tourismus, dieses Engagement im Spitzensport zusammen. „Das Ötztal profitiert seit einigen Jahren von seinem starken Image als Bike-Hotspot. Es ist uns daher wichtig, auch sie sportliche Seite des Bikens zu unterstützen.“

Die Fahrer

2013 startet „Ötztal SCOTT Racing“ mit vier Top-Fahrern aus Tirol in die erste Weltcupsaison. Teamkapitän und Gallionsfigur ist Karl Markt aus Haiming, der seit vielen Jahren international im MTB-Sport die Fahne Österreichs vertritt. Markt gewann unter anderem 2011 und 2012 in Folge den Austriacup und belegte bei den Olympischen Spielen in London den 20. Platz. „Ich bin sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, ein österreichisches Weltcup-Team zu gründen. Das ist für die heimische MTB-Szene ein Zeichen der Wertschätzung und gibt Mut für die Zukunft unseres Sports“, erklärt Karl Markt, der mit seiner langjährigen Erfahrung im Weltcup nicht nur selbst für Spitzenplätze sorgen will, sondern auch die Teamleitung übernimmt.

Mit dem Roppener Gregor Raggl ist der aktuelle U23-Staatsmeister mit im Team bei „Ötztal SCOTT Racing“. Der Jahrgang 1992 konnte nicht nur bei Nachwuchsrennen schon für Furore sorgen (u. a. 4. Rang bei der Junioren-EM 2010), sondern kann auf erfolgreiche Einsätze im Weltcup verweisen. „Für einen jungen Fahrer wie mich ist dieses neue österreichische Team einfach perfekt. In den vergangenen Monaten wurde hier eine höchst professionelle Infrastruktur für uns Fahrer geschaffen. Wir können uns nun in aller Ruhe und mit konsequenter Arbeit auf die sportlichen Ziele konzentrieren“, ist der junge Athlet überzeugt.

Mit dem Sölder Simon Scheiber ist auch ein Ötztaler mit an Bord. 1988 geboren, konnte Scheiber u. a. 2012 beim Forest-Cross in Haiming den dritten Platz belegen. „Als Ötztaler ist es für mich eine besondere Ehre, bei diesem Team dabei zu sein. Es zeigt, dass man im Ötztal dem Radsport ganz allgemein einen hohen Stellenwert zuspricht und voller Engagement die Ambitionen junger, heimischer Sportler unterstützt.“

Als viertes Teammitglied konnte der Imster Daniel Federspiel gewonnen werden, der 2012 seine bisher erfolgreichste Saison absolviert hat. Höhepunkt dabei war sicherlich der dritte Platz bei der XCE-Weltmeisterschaft in Saalfelden, der XCE-Staatsmeister in Kaprun sowie der dritte Gesamtrang im XCE-Weltcup 2012. Daniel war auch im Marathon schon sehr erfolgreich, dort wurde er 2009 U23–Europameister und 2008 Vize–Europameister.  „Ich möchte sportlich an die Erfolge des vergangenen Jahres anschließen und sehe in dem neuen österreichischen Team eine ausgezeichnete Chance, diese Entwicklung voranzutreiben. Das Umfeld ist professionell. Die Vorbereitungen laufen sehr gut. Jetzt geht es daran, diese Professionalität zu nutzen und im Weltcup Akzente zu setzen“, erklärt Federspiel.

Engagierte Ziele

Die Ziele des neuen „Ötztal SCOTT Racing Team“ für das erste Jahr sind klar definiert. Sportlich will man sich im Weltcup im vorderen Feld positionieren und Erfahrungen sammeln. In Österreich hofft man auf den einen oder anderen Staatsmeistertitel. Viel wichtiger ist den Verantwortlichen aber, mit diesem Engagement ein Zeichen für den Radsport zu setzen. „Das Ötztal hat sich in den vergangenen Jahren sowohl unter Mountainbikern als auch unter Rennradfahrern einen ausgezeichneten Namen gemacht“, erklärt Lukas Grüner, Bike Verantwortlicher bei Ötztal Tourismus. „Die Wertschätzung jedem Hobbysportler gegenüber, der zu uns ins Ötztal kommt, transferieren wir nun auch auf den Profisport. Wer vom Radsport touristisch profitiert, hat auch die Verantwortung, etwas für diesen Sport zu tun.“

Wir leben Radsport

„Ötztal SCOTT Racing“ ist ein Projekt, das nicht nur darauf abzielt, internationale Erfolge einzuspielen. Vielmehr soll mit den vier heimischen Fahrern im Ötztal ein emotionales Feuer entfacht werden. „Wir leben selbst den Radsport. Hunderte ambitionierte Ötztaler Hobbysportler zeigen uns jeden Tag, wie faszinierend die Bewegung auf dem Bike ist. Das Ötztal ist daher authentisch in Sachen Radsport – und das spürt schlussendlich der Gast und kommt gerne wieder“, erklärt Oliver Schwarz. „Unser eigenes Weltcupteam dokumentiert als Sperrspitze diese starke persönliche Identifikation mit der Sache.“

Professionelles Umfeld

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet. Es ist geglückt, für die vier Tiroler Fahrer ein sehr professionelles Umfeld zu schaffen, das sich international sehen lassen kann. Mit dem Radhersteller „SCOTT“ konnte eine der Top-Marken der MTB-Szene mit ins Boot geholt werden. Vom neuen Teamfahrzeug bis hin zum eigenen Mechaniker sind die Voraussetzungen ideal für ausgezeichnete sportliche Leistungen. „Ohne diese vielen Sponsoren wäre dieses Engagement nicht möglich“, bedankt sich Oliver Schwarz bei den vielen helfenden Händen. „Wir haben in den Aufbau eines professionellen österreichischen MTB-Weltcup-Teams viel Herzblut und Zeit investiert. Darum ist unser Engagement auch auf mehrere Jahre zu sehen und hat Entwicklungspotenzial.“ Eines dieser langfristigen Ziele ist sicherlich, dass Ötztal SCOTT Racing mit seinen Fahrern 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten sein will.

Das Jahr 2013

Besonders stolz ist man bei Ötztal Scott Racing darauf, die vier besten Tiroler Mountainbiker nun in einem Team vereinen zu können. Der Terminkalender für 2013 zeigt, dass Ötztal SCOTT Racing bereits im ersten Jahr des Bestehens international punkten will. Bereits am kommenden Wochenende startet für die vier Top-Mountainbiker die Saison in Zypern – beim Sunshinecup 2013. Zum Einsatz kommen die vier Tiroler sowohl in der  „Mountainbike Liga Austria (MLA)“ als auch im Weltcup. Im Blickfeld des engagierten Teams sind auch die Europameisterschaften in Bern, der Marathon-Weltmeisterschaft in Kirchberg und die Weltmeisterschaft in Südafrika.

Weitere Informationen:

http://racingteam.oetztal.com/

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