Berta dominiert Weltcup-Wochenende in Soldier Hollow – Stigger zweimal Zehnte

Berta dominiert Weltcup-Wochenende in Soldier Hollow – Stigger zweimal Zehnte

Berta dominiert Weltcup-Wochenende in Soldier Hollow – Stigger zweimal Zehnte

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Laura Stigger hat den vorletzten Cross-Country-Weltcup der Saison 2026 in Soldier Hollow mit zwei zehnten Plätzen abgeschlossen. Sowohl im Short Track als auch im olympischen Cross Country fuhr die frischgebackene Weltmeisterin in die Top Ten. Beide Rennen entschied Martina Berta für sich. Auch die weiteren Österreicherinnen und Maximilian Foidl sammelten in Utah Weltcuppunkte.

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Nach den Weltmeisterschaften in Val di Sole ging es für die Cross-Country-Elite am vergangenen Wochenende über den Atlantik nach Soldier Hollow im US-Bundesstaat Utah. Auf der neuen Strecke im ehemaligen Olympia-Gebiet von 2002 standen am Samstag zunächst die Short-Track-Rennen auf dem Programm, ehe am Sonntag die klassischen XCO-Bewerbe folgten. Für Laura Stigger war Soldier Hollow dabei ein besonderer Auftritt: Die Tirolerin ging erstmals seit ihrem Weltmeistertitel im Short Track von Val di Sole im Regenbogentrikot an den Start.

Stigger im Short Track auf Rang zehn

Im Short Track der Elite-Frauen entwickelte sich über neun Runden ein enges und schnelles Rennen. Martina Berta setzte sich in der Schlussphase ab und feierte in 22:06 Minuten ihren ersten Weltcup-Sieg im Short Track. Dahinter komplettierten Alessandra Keller und Sina Frei das Podium. Stigger kam 15 Sekunden hinter Berta als Zehnte ins Ziel. Mona Mitterwallner belegte Rang 25, Tamara Wiedmann wurde 26. Damit verpassten die beiden Österreicherinnen nur knapp eine bessere Startposition für das XCO-Rennen.

„Es war ein extrem hartes und schnelles Rennen. Ich habe mich schwer getan mit dem Positionieren“, sagte Stigger nach dem Short Track. Für den folgenden XCO-Bewerb kündigte sie an: „Aus der zweiten Startreihe werde ich voll angreifen.“

Bei den Männern setzte sich ebenfalls ein Weltmeisterschafts- und Weltcup-erfahrener Fahrer durch: Der Neuseeländer Samuel Gaze gewann das Short Track vor Luca Martin und Charlie Aldridge. Maximilian Foidl belegte Rang 35. Auch in der U23 gab es österreichische Beteiligung. Katrin Embacher wurde im Short Track 17. Den Sieg holte sich die Kanadierin Rafaelle Carrier.

Im XCO lange mitten in der Spitze

Am Sonntag folgte mit dem XCO das Hauptrennen des Wochenendes. Stigger erwischte einen starken Start und hielt sich über weite Strecken in der Spitzengruppe. Die neue Soldier-Hollow-Strecke verlangte den Fahrerinnen mit längeren Anstiegen und technischen Abfahrten einiges ab. Im Rennverlauf musste Stigger dem hohen Tempo allerdings Tribut zollen. Gegen Ende verlor sie den Anschluss an die vordersten Positionen und kam schließlich erneut als Zehnte ins Ziel. Ihre Zeit: 1:17:47 Stunden, der Rückstand auf Siegerin Berta betrug 1:56 Minuten. Damit stand für Stigger nach dem Wochenende zweimal Rang zehn zu Buche – sowohl im XCC als auch im XCO. Auch ihre eigene Bilanz fiel entsprechend positiv aus.

„Es war ein weiteres hartes Rennen heute. Ich bin eigentlich ganz zufrieden, denn ich habe gekämpft bis zum Schluss. Es war echt eine coole Strecke. Gegen Schluss raus hat einfach die Pace gefehlt. Mein Körper ist inzwischen nach der WM und den ganzen Reisen etwas ermüdet“, erklärte Stigger nach dem XCO. Mit Blick auf das Saisonfinale in Lake Placid ergänzte sie: „Mit zwei Top-Ten-Ergebnissen in Soldier Hollow kann ich aber leben. Jetzt heißt es nochmal gut erholen und dann all out beim Weltcup-Finale.“

Berta gelingt perfektes Wochenende

An der Spitze war Martina Berta die große Figur des Wochenendes. Nach ihrem Sieg im Short Track setzte sich die Italienerin auch im XCO durch und feierte damit einen perfekten Doppelerfolg. Sie gewann nach 1:15:51 Stunden mit 13 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Gwendalyn Gibson. Sina Frei wurde Dritte. Berta bestimmte das Rennen von Beginn an mit und setzte schließlich auf der letzten Runde die entscheidende Attacke. Gibson, die auf heimischem Boden ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis in der Elite einfuhr, konnte den zweiten Platz verteidigen. Sina Frei komplettierte das Podium.

Der Doppelsieg war zugleich eine besondere Premiere: Berta war die erste Italienerin, die einen XCC-Weltcup gewinnen konnte, und vollendete anschließend als erst elfte Elite-Fahrerin überhaupt einen XCC-XCO-Doppelsieg an einem Weltcup-Wochenende.

Mitterwallner und Wiedmann im XCO auf 25 und 28

Hinter Stigger folgten mit Mona Mitterwallner und Tamara Wiedmann zwei weitere Österreicherinnen im Elite-Feld. Mitterwallner beendete das XCO-Rennen nach 1:23:16 Stunden auf Rang 25. Wiedmann folgte auf Platz 28 in 1:24:25 Stunden.

Für Mitterwallner war Soldier Hollow der nächste Weltcup-Auftritt nach ihrer Bronzemedaille bei den Marathon-Weltmeisterschaften in Italien. Im XCC war sie ebenfalls 25. geworden. Wiedmann verbesserte sich gegenüber dem Short Track, wo sie Rang 26 belegt hatte, im XCO auf Platz 28.

Embacher mit Platz zwölf in der U23

In der U23-Kategorie konnte Katrin Embacher am Sonntag gegenüber dem Short Track deutlich zulegen. Nach Rang 17 im XCC fuhr die Tirolerin im XCO auf den zwölften Platz. Damit gelang ihr ein weiterer Top-15-Platz im Weltcup. Den U23-XCO-Sieg holte sich Valentina Corvi aus Italien vor Rafaelle Carrier und Makena Kellerman. Corvi setzte damit ihre starke Saison in der Nachwuchsklasse fort.

Foidl arbeitet sich im XCO nach vorne

Bei den Elite-Männern war Maximilian Foidl der einzige österreichische Starter im Hauptrennen. Nach Rang 35 im Short Track verbesserte sich der KTM-Fahrer im XCO deutlich und beendete das Rennen auf Platz 22. Den Sieg sicherte sich der Chilene Martín Vidaurre. Der Specialized-Fahrer setzte sich in der Schlussphase durch und gewann nach 1:28:55 Stunden fünf Sekunden vor dem Kanadier Cole Punchard. Mathis Guay aus Frankreich wurde Dritter.

Besonders bemerkenswert: Vidaurre arbeitete sich aus der 25. Startposition bis zum Weltcupsieg nach vorne. Für den Chilenen war es der erste XCO-Weltcupsieg der Saison.

Finale in Lake Placid

Mit dem Wochenende in Soldier Hollow ist der Weltcup 2026 in die entscheidende Phase eingetreten. Der letzte Saisonstopp findet in Lake Placid im US-Bundesstaat New York statt. Für Stigger geht es dort nach einer intensiven Saison mit Weltmeistertitel, Weltcupsiegen und zahlreichen internationalen Einsätzen um einen letzten starken Auftritt. Aus Soldier Hollow nimmt die Tirolerin zwei zehnte Plätze mit – einen im Short Track und einen im XCO.

Ergebnisse Soldier Hollow – Österreich

BewerbAthlet/inPlatz
XCC Elite FrauenLaura Stigger10.
XCC Elite FrauenMona Mitterwallner25.
XCC Elite FrauenTamara Wiedmann26.
XCC U23 FrauenKatrin Embacher17.
XCC Elite MännerMaximilian Foidl35.
XCO Elite FrauenLaura Stigger10.
XCO Elite FrauenMona Mitterwallner25.
XCO Elite FrauenTamara Wiedmann28.
XCO U23 FrauenKatrin Embacher12.
XCO Elite MännerMaximilian Foidl22.
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