Im Test // Hellion 20 von Early Rider

Im Test // Hellion 20 von Early Rider

Im Test // Hellion 20 von Early Rider

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Wer auf der Suche nach einem richtig coolen Trail Bike für Kids ist, der ist beim Hellion 20 von Early Rider goldrichtig. Wir haben uns das edle Teil vom britische Kinderrad-Hersteller genauer angesehen und getestet. Unseren Erfahrungsbericht liest du hier.

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Hellion 20 – Die Fakten

Ein rennfertiges Profi-Trailbike, gebaut, um Singletracks, Dirt Jumps und alles dazwischen zu verschlingen. Verstärkter Alurahmen, Performance-Geometrie und Wettkampf-Specs. Gebaut für 6-8-Jährige mit dem Podium im Visier.

Für Kids, die beim Abenteuer mehr wollen

Das Hellion 20 ist ein leistungsorientiertes MTB mit einem dreifach konifizierten Aluminiumrahmen, CNC-gefrästem Kettenstrebenjoch, Gewindesteckachsen, verschiebbaren Ausfallenden und interner Kabelführung – gebaut für maximale Robustheit, Steifigkeit und Anpassungsfähigkeit. Ein Narrow-Wide-Kettenblatt und geschmiedete Kurbeln liefern effiziente Kraftübertragung und Power. Mit einem Ritchey Jr. Cockpit, einer 80-mm-RST-Spex-Federgabel sowie Komponenten von SRAM und Shimano für Antrieb und Bremsen ist das Hellion 20 ein wettkampftaugliches High-End MTB.

Der Rahmen des Hellion 20 ist auf reine Performance ausgelegt. Der dreifach konifizierte Alurahmen bringt die nötige Leichtigkeit – ohne an den entscheidenden Stellen an Steifigkeit einzubüßen. Und das CNC-gefräste Kettenstrebenjoch steckt harte Schläge locker weg. Die Rahmenrohre sind so konstruiert, dass sie dort besonders stabil sind, wo es zählt – und sonst so leicht wie möglich. Steckachsen sorgen für zusätzliche Steifigkeit und verschiebbare Ausfallenden machen das Bike anpassbar, wenn die jungen Fahrerinnen und Fahrer größer werden. Außerdem ist der Rahmen für Dropper-Posts vorbereitet, was die Installation einer bevorzugten Vario-Satteltstütze einfach ermöglicht.

Antrieb

Die Kurbelgarnitur mit dem 1x-Setup verpasst dem Hellion 20 eine kraftvolle Mischung aus Leistung, Sicherheit und Pedaleffizienz. Das Narrow-Wide-Kettenblatt verhindert, dass die Kette schlägt – und harmoniert mit den geschmiedeten Aluminium-Direct-Mount-Kurbeln für maximale Kraftübertragung, wenn es darauf ankommt. Das 1x-Setup spart Gewicht und ermöglicht es ambitionierten, jungen Fahrern, sich voll und ganz auf den Trail zu konzentrieren. Der SRAM GX 1×10 ist ein robuster, effizienter und vielseitiger Antrieb, der Einfachheit mit Performance in Einklang bringt. Das wartungsarme Setup spart wertvolles Gewicht, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. Mit seinen sanften, präzisen Schaltvorgängen, dem geringen Gewicht und der robusten Bauweise gibt es einen Grund, warum SRAM GX der Antrieb der Wahl für so viele Profis ist.

Cockpit

Das Ritchey Jr. Cockpit ist anatomisch auf Fortschritt und Kontrolle ausgelegt. Wenn alles richtig passt, wird das Lenken präziser und kontrollierter. Die Lock-On-Griffe verhindern ein Abrutschen der Hände auch an den unvermeidlichen, nassen und schlammigen Tagen.

Federgabel

Das Hellion 20 ist mit der für harte Einsätze gebauten RST Spex Federgabel mit 80 mm Federweg ausgestattet. Mit den gleichen Einstellmöglichkeiten, die man sonst nur bei deutlich größeren Kinderrädern findet, steckt sie so ziemlich alles weg, was kleinen Rippern in den Sinn kommt. Dank feinjustierbarer Luftfederung sowie einstellbarer Druck- und Zugstufendämpfung lässt sich das Fahrverhalten exakt auf Können, Gelände und Fahrergewicht abstimmen.

Bremsen

Mit ihrem Leichtgewicht, der feinen Modulation, vielen Einstellmöglichkeiten und ultra-zuverlässiger Bremsleistung überzeugt die Shimanos Deore MT500. Die Bremsrückmeldung ist vorhersehbar mit einer Modulation, die unnötige Notbremsungen verhindert, während die 160-mm-6-Loch-Rotoren mutigen Fahrern das Selbstvertrauen geben, das sie brauchen, um hart zu rippen – und noch härter zu bremsen.

Laufräder

Vollständig gedichtete Lagernaben, Tubeless-kompatible, doppelwandige Felgen und eine optimierte Speichenanzahl sorgen dafür, dass diese Laufräder rocken. Gedichtete Lager halten Schlamm, Wasser und Korrosion fern, während doppelwandige Felgen doppeltes Vertrauen auf Felsen und Wurzeln geben. Steckachsen machen die seltenen Reifenwechsel zum Kinderspiel und die optimierte Speichenanzahl stellt sicher, dass man sich keine Sorgen um verbogene Felgen machen muss.

Montage

Das Hellion 20 wurde sicher verpackt in einem großen Karton geliefert. Mitgeliefert wurde auch eine gut verständliche Montageanleitung, mit der sich das Bike in einfachen Schritten und wenigen Minuten fahrbereit machen lässt. Besonders praktisch, das benötigte Werkzeug wird mitgeliefert, ebenso ist die Ausrüstung für den Straßenverkehr im Lieferumfang enthalten. Zu beachten gilt, dass die Bremsen (und auch der Schalthebel) vom britischen Hersteller genau seitenverkehrt montiert werden und daher vor der ersten Fahrt zu tauschen sind, um keine Stürze durch Verwechseln von Vorder- und Hinterbremse zu provozieren.

Auch eine einfache Videoanleitung ist als Hilfestellung für die Montage vorhanden.

In der Praxis

Was gebaut ist für den Trail, funktioniert auch für den Trail. Schon beim ersten Mal aufsitzen sticht die sportliche, lange, tiefe und flache Geometrie ins Auge und hebt auch sofort das Selbstvertrauen. Der niedrige Schwerpunkt sorgt für Stabilität auf Trails und der flache Lenkwinkel nimmt selbst bei steileren, ruppigen Abfahrten den Schrecken. Besonders positiv wirkt sich der breite flache Lenker ab der ersten Sekunde auf die allgemeine Fahrsicherheit der Testerin, auch im Straßenverkehr, aus.

Wenig überraschend überzeugen die hochwertig verbauten Komponenten – egal ob Bremsen, Schaltung oder Federgabel – auch in der Praxis und funktionieren ohne Kompromisse, sodass sich die Testerin voll und ganz auf den Trail konzentrieren kann. Auch der Schaltvorgang an sich funktioniert einwandfrei und ist für die junge Bikerin mit 6 Jahren gut zu bewältigen. Die letzte Sicherheit geben die montierten Reifen, die auf rutschigem Gelände und über Wurzeln für den nötigen Gripp sorgen. Auch in Sachen Style kommt das Early Rider Hellion nicht nur bei der jungen Testerin und ihren Eltern sondern auch bei allen Nachbar-Kindern richtig gut an.

Auffallend war der, im Vergleich zum Vorgängerbike in 20 Zoll, doch große Gewichtsunterschied (7,8 kg vs 9,6kg). Dies liegt jedoch sicherlich nicht an der schweren Bauweise von Early Rider, ganz im Gegenteil ist die britische Marke doch für Leichtbau bekannt, sondern vielmehr am Bike-Modell an sich. Was bleibt ist jedoch der Gewichtsunterschied der unterschiedlichen Modelle, dessen man sich als kaufende Eltern bewusst sein soll. Denn was am Trail bergab leichter fällt, fällt im Anstieg dann eventuell etwas schwerer – dies bzw. die Haupteinsatzbereiche des Bikes gilt es unsere Meinung nach bei der Modellwahl zu bedenken. Gut, dass Early Rider für alle Einsatzbereiche das richtige Bike bereit hält.

Zu beobachten ist auch, dass die junge Testerin ihre technischen Fähigkeiten, ob der sportlichen Geometrie, bereits nach ca. 4 Testwochen derart weiterentwickelt hat, sodass sie auch insgesamt und im alltäglichen Gebrauch sicherer am Bike unterwegs ist.

Wer mit seinem Kind also richtig ins Gelände und Trails fahren will, der ist mit dem Hellion definitiv gut bedient. Es eignet sich perfekt fürs Fahren von Trails, den Einsatz im Bikepark, für kleine und größere Dirtjumps und alles was dazwischen liegt.

Der Preis

Die Kinderfahrräder und Laufräder von Early Rider sind generell dem absoluten Premium-Segment zuzuordnen. Sie sind robust, mit top Komponenten ausgestattet und gleichzeitig sehr leicht, auch das Design mit dem typischen gebürsteten Aluminiumrahmen überzeugt in Sachen Style. Wenig überraschend also, dass die Bikes auch in puncto Preis in der obersten Liga fahren. Das Hellion 20 kommt auf einen UVP von €1.399,-. Sicher gesalzen für ein Kinderrad in 20 Zoll aber hinsichtlich Qualität und Komponenten ist der Preis auch gerechtfertigt und ein Blick auf den Gebraucht-Markt zeigt, dass auch der Wiederverkaufswert relativ hoch ausfällt.

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