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Die Rückkehr eines spektakulären Mountainbikeabenteuers nach drei Jahren Coronapause

Die Rückkehr eines spektakulären Mountainbikeabenteuers nach drei Jahren Coronapause

Die Rückkehr eines spektakulären Mountainbikeabenteuers nach drei Jahren Coronapause

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Über 70 Athleten aus der ganzen Welt wagten sich 2022 auf die 26. Ausgabe der Crocodile Trophy. Das Mountainbikeabenteuer im Australischen Outback bestand aus einem Prolog und acht Etappen, insgesamt waren über 700 Kilometer und 14.000 Höhenmeter zu absolvieren, welche traditionellerweise am Four Mile Beach in Port Douglas am Pazifischen Ozean endete.

Nach einer dreijährigen Zwangspause durch die Corona-Pandemie kehrte das Rennen auf den Fünften Kontinent zurück. „Wir wussten nicht wirklich, was wir nach den zwei abgesagten Editionen und der Covid-Zeit erwarten sollten, aber am Ende kann ich ein sehr zufriedenes Resümee vom Comeback unseres Rennens ziehen“, erklärte Organisator Gerhard Schönbacher. Der frühere Straßenprofi und mehrfache Tour-de-France-Teilnehmer aus Österreich rief den Event 1995 aus der Taufe und entwickelte es seither stetig weiter.

Angefangen von der eindrucksvollen Umgebung des Rennens mit der typisch australischen Buschlandschaft bis hin zum Regenwald sowie dem Campleben und dem daraus entstehenden gemeinsamen Geist entwickelt die Crocodile Trophy ein einzigartiges Erlebnis für die Athletinnen und Athleten.

„Es ist schon eine richtig coole Atmosphäre in einer völlig neuen Welt, in die du da eintauchst“, schilderte Andreas Goldberger. Der frühere Weltklasseskispringer wagte sich 2022 erstmals an das Abenteuer in Australien, musste leider aufgrund eines Sturzes aber das Rennen vorzeitig aufgeben. Doch der Österreicher begleitete auch jene Etappen, die er nicht mehr am Mountainbike bestreiten konnte: „Die Crocodile Trophy zieht dich echt in den Bann und man fiebert auch mit allen Kontrahenten mit. Jeden Abend beim Campfeuer vertieft man die Bekanntschaften untereinander und so einen Spirit wie dort habe ich noch nie erlebt.“

Und auch die gesamte Organisation trägt diesen Teamgeist. „Wir sind eine eingespielte Familie, auch wenn wir nach der langen Pause ein paar Tage diesmal brauchten, bis alles wieder zu 100 Prozent funktionierte“, erinnerte sich Schönbacher, der selbst nach dem Rennen schon wieder an die nächste Ausgabe dachte, die im November 2023 stattfinden wird: „Der neue, etwas spätere Termin in der Saison ist eigentlich sehr gut angenommen und auch klimatisch kamen keine neuen Herausforderungen dazu. Ganz im Gegenteil, es war sogar von den Temperaturen angenehmer als Jahre zuvor.“

Sportlich drückte der Österreicher Wolfgang Krenn dem Rennen seinen Stempel auf und als erster rot-weiß-roter Athlet seit 1998 die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. Sowohl den Prolog als auch drei Etappen konnte der 36-Jährige gewinnen, beendete keinen der sonstigen Abschnitte außerhalb der besten sechs des Tages und zeigte eine eindrucksvoll konstante Leistung. „Ich habe mich wirklich stark gefühlt über das ganze Rennen, auch wenn die Beine nach drei vier Tagen schon richtig schwer waren. Aber ich habe weitergepusht und bin unheimlich glücklich mit dem Sieg. Vor allem, weil dies eines meiner letzten großen Rennen gewesen sein könnte“, schilderte der 36-Jährige, der damit erste Andeutungen auf einen möglichen Rücktritt machte. Mehrmals stand er schon am Podium der Crocodile Trophy, auf der obersten aber nun zum ersten Mal, was sicherlich ein Karrierehighlight für den Österreicher war.

Das Podium komplettierten der Australier Werner van der Merwe und der Belgier Massimo Vanderaerden, dessen Vater Eric mehrere Etappen bei der Tour de France sowie die Flandern-Rundfahrt als auch Paris-Roubaix gewinnen konnte. Der ehemalige Straßenfahrer startete auch schon bei der Crocodile Trophy, feierte wie viele Jahre später sein Sohn, auch einen Etappensieg.

Bei den Frauen war Elodie Kuijper die dominierende Fahrerin. Die Niederländerin gewann acht der neun Etappen, stand aber einen Tag sogar kurz vor dem Aus. Mehrere Defekte sorgten dafür, dass sie auf die zweifache Gesamtsiegerin Sarah White einiges an Zeit einbüßte. Doch Kuijper baute ihren Vorsprung wieder aus und sicherte sich als erste Niederländerin den Gesamtsieg bei der Crocodile Trophy.

Die 27. Austragung wird 2023 erneut im November stattfinden und sieben Etappen umfassen.

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