Dreimal Top Ten am dritten XWM-Tag in Andorra
Am dritten Tag der Weltmeisterschaften im Mountainbike in Andorra auf 2.000 Meter Seehöhe standen gleich sechs Medaillenentscheidungen am Programm. Im Short Track der Elitefrauen landete Laura Stigger auf Rang neun. Für Katharina Sadnik gab es in der U23 den neunten Platz und bei den Juniorinnen, wo das Olympische Cross-Country stattfand, holte die Steirerin Antonia Grangl den siebten Platz.
“Es war hart und staubig”, fasste Stigger nach dem Rennen sich zuerst kurz. Die Tirolerin versuchte lange den Anschluss an die Weltbesten rund um Olympiasiegerin Pauline Ferrand-Prevot zu halten, musste aber zur Rennmitte abreißen lassen. “Das Level in unserem Sport ist so enorm hoch im Moment”, befand die Haimingerin.
“Natürlich erhofft man sich immer eine bessere Platzierung, aber nach dem Rennen musst du nehmen, was dir angezeigt wird”, meinte sie zu ihrer Platzierung und fügte an: “Für den Sonntag war es sicherlich eine gute Vorbelastung. Das Tempo dann wird sicher gleich schnell sein, nur über eineinhalb Stunden und der Kurs wird auch nicht leichter.” Am Sonntag wartet noch der Cross-Country auf sie. Den Sieg holte sich im Sprint die Britin Evie Richards, die auf den letzten Metern noch Ferrand-Prevot abfing. Bronze sicherte sich die Schwedin Jenny Rissveds, vor einem Monat auch Dritte bei den Olympischen Spielen in Paris.
Tamara Wiedmann belegte den 19. Rang. “”Ich habe mich in der Höhe vorbereitet, aber Andorra ist anders. Man spürt die Höhe und es ist mega staubig”, so die Einzelkämpferin aus Haiming, die in diesem Jahr ihr erstes Elitejahr ohne Profiteam im Rücken bestritt. “Ich bin von weit hinten gestartet, da ist es nicht leicht vorzukommen, aber ich habe es geschafft und darauf bin ich stolz”, sagte die Tirolerin, die sich von Startplatz 33 nach vorne kämpfte: “Das ganze Rennen habe ich mir gesagt, dass ich nicht explodieren werde. Der Plan war perfekt für mich.” Sie bildet mit Stigger und Mona Mitterwallner am Sonntag ein rot-weiß-rotes Trio dann im Cross-Country-Rennen der Frauen. “Die Form ist richtig gut und das will ich auch am Sonntag nochmals zeigen”, blickte sie voraus.
Sadnik hatte im U23-Short Track die Medaillenplätze in Reichweite
Einen starken Eindruck hinterließ im Rennen der U23-Frauen Katharina Sadnik. Die Kärntnerin war immer unter den besten Zehn des Wettbewerbes zu finden. Am Ende fehlten ihr nur 17 Sekunden auf Bronze. “Wenn man so knapp dran ist, dann ärgert man sich natürlich schon, aber insgesamt hat mein Rennen gepasst. Es ist schade, wenn man die Medaillenränge immer vor sich sieht, aber man muss in der Höhe aufpassen, dass man sich nicht übernimmt und dafür bezahlt. Eine Top Ten Platzierung bei Weltmeisterschaften in der U23 ist aber ein super Ergebnis und darauf kann ich stolz sein”, bilanzierte Sadnik.
Bei den U23-Männern gab es die Ränge 24 und 25 für Lukas Hatz und Alexander Hammerle. “Am Start bin ich nur mittelmäßig weggekommen, lag in den ersten Runden auf Rang 13, was ganz gut war. Dann hat es mir leider den Stecker gezogen”, berichtete Hatz. Der Steirer musste auf dem schnellen Kurs auf über 2.000 Metern Höhe seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen: “Vermutlich war es die Höhe und ich bin Runde für Runde zurückgefallen. Ich versuchte konstante Zeiten zu fahren, bin aber so gar nicht zufrieden mit dem Rennen.”
Nur einen Platz hinter ihm landete sein Landsmann Alexander Hammerle. “Die Startphase war richtig hart. Erst nach sechs, sieben Runden habe ich meinen Rhythmus gefunden, konnte ein paar Plätze gutmachen. Platz 25 ist akzeptabel für den ersten internationalen Short Track, aber ich fühle, dass da noch Luft nach oben ist”, erklärte der Tiroler.
Antonia Grangl holt Rang sieben im Cross-Country der Juniorinnen
Den dritten Tag in Andorra eröffneten die Juniorinnen mit ihren Titelkämpfen im Cross-Country. Gleich von Beginn an machte sich die Slowakin Viktoria Chladonova, Siegerin der Bergankunft am Hochkar der Sportland NÖ Womens Tour, von ihren Gegnerinnen auf und davon und eroberte souverän die Goldmedaille. Dahinter kämpfte Antonia Grangl um die Top Ten und die Steirerin landete schlussendlich auf dem 7. Rang.
“Eigentlich hatte ich mir die Top 15 vorgenommen, aber alles lief richtig perfekt und ich bin überglücklich”, freute sich Österreichs beste Juniorin nach dem WM-Rennen. Eva Herzog beendete den Bewerb auf Rang 15. Für die Kärntnerin war es das erste Rennen nach einer längeren Verletzungspause, sie hatte sich bei den Europameisterschaften in Rumänien eine Handfraktur zugezogen.
“Nach der langen Pause ist das ein gutes Ergebnis. Ich konnte mir das Rennen gut einteilen, wusste, dass ich ganz vorne nicht mitfahren konnte aufgrund des Trainingsrückstandes”, erklärte sie. Auch die dritte rot-weiß-rote Athletin, die Wienerin Leyla Höfer, schaffte den Sprung in die Top 30, exakt mit Platz 30: “Der Kurs hatte einen guten Flow und ich konnte mich gut nach vorne kämpfen.” Von Platz 45 aus war sie gestartet und überholte in den vier Runden zahlreiche Kontrahentinnen. “Ich wäre gerne noch ein wenig weiter vorne gelandet, aber mit dem Rennen bin ich ganz zufrieden”, fügte sie an.
Bei den Junioren verteidigte der Däne Albert Philipsen erfolgreich seinen Titel von 2023. Auch in Andorra war der zukünftige Straßenprofi eine Klasse für sich und siegte vor dem Spanier Hugo Franco Gallego und seinem Teamkollegen Nikolaj Hougs. Bester Österreicher wurde Anatol Friedl auf Rang 24.
“Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden. Ich weiß nicht warum es so gar nicht gepasst hat heute”, rätselte der junge Steirer, der auch einen Sturz zu verkraften hatte. Auf Platz 28 folgte sein Landsmann Valentin Hofer. “Ich hatte leider keinen guten Start und musste mich dann wieder vorkämpfen. Auf dieser Höhenlage darfst du nicht überpacen, weil das spürst du dann am Ende gewaltig”, erzählte der Oberösterreicher, der gleich in der Startrunde sehr gefordert war.
“Dreimal wäre ich fast in einen Sturz verwickelt gewesen, gerade der Anfang ist immer ein brutaler Kampf bei diesen Rennen”, fügte er an. Auf Rang 56 kämpfte sich Maks Barret Maunz ins Ziel. “Irgendwie hatte ich heute nicht die Beine. Trotzdem war es eine gute Erfahrung und der Kurs hat viel Spaß gemacht.
Titelbild (c) Monica Gasbichler/Cycling Austria


