CYPRUS SUNSHINE CUP// XCO Rennen Amathous

CYPRUS SUNSHINE CUP// XCO Rennen Amathous

CYPRUS SUNSHINE CUP// XCO Rennen Amathous

13
0

Belomoina dominiert / Cink profitiert von Skarnitzls Fehler

Die Ukrainerin Yana Belomoina hat in den Ruinen von Amathous das abschließende Rennen des Cyprus Sunshine Cup gewonnen. Sie siegte vor Githa Michiels aus Belgien und der Russin Kristina Ilina. Bei den Herren sah man einen tschechischen Doppelsieg durch Ondrej Cink und Jan Skarnitzl. Dritter wurde der Deutsche Georg Egger. Die Organisatoren zogen trotz Regentagen eine positive Bilanz. 

Zum Abschluss des Cyprus Sunshine Cup hatten es die Mountainbiker nicht leicht. Der Sonne am Nachmittag waren Regenfälle vorausgegangen. Die 4,72 Kilometer lange Cross-Country-Strecke vor den Toren von Limassol war dadurch teilweise matschig, teilweise rutschig. Besonders eine Passage auf der 2,7 Kilometer langen Startrunde war schwierig. Die Herren hatten es etwas leichter, denn da war die Strecke schon etwas abgetrocknet. Aus der Startrunde kamen Timofei Ivanov (Russian National Team), Ondrej Cink (Kross Racing) und Georg Egger (Lexware Mountainbike Team) mit einer Führung, doch Afxentia-Sieger Jan Skarnitzl (Mitas Mercedes-Benz Trek) konnte noch aufschließen. Er übernahm in der zweiten Runde die Führung und produzierte ein Tempo, dem Egger und Ivanov nur eine halbe Runde lang folgen konnten. So blieb ein tschechisches Duo an der Spitze des Rennens. Der Abstand auf Egger, der Ivanov etwas distanziert hatte, wuchs langsam aber sicher an.

Cink optimistisch für das Cape Epic

In der vorletzten von sechs Runden unterlief Skarnitzl in einem technischen Anstieg ein Fehler. Er musste an der Schaltung etwas korrigieren. Die kleine Lücke nutzte Ondrej Cink zur Attacke.
„Bis dahin sind wir gemeinsam ein gutes Tempo gefahren, aber als die Lücke da war, bin ich Vollgas gefahren“, erklärte Cink. Der WM-Dritte von 2015 konnte Skarnitzl auf Distanz halten, obschon sein Landsmann immer auf Schlagdistanz blieb. Im Ziel trennten die beiden nach 1:24:52 Stunden nur zwei Sekunden.

„Weil ich vor dem Afxentia krank war, bin ich froh über meine Form und freue mich über den Sieg. Ich glaube, für das Cape Epic kann ich optimistisch sein“, meinte Cink. Für Jan Skarnitzl bedeutete Platz zwei den Gewinn der Cyprus Sunshine Cup-Wertung, zum dritten Mal in seiner Karriere. „Heute ging es besser als ich dachte. Ich konnte mit Ondrej zusammenarbeiten, aber dann habe ich den Fehler gemacht“, sagte Skarnitzl.

Sehr erfreut war der Deutsche Vize-Meister Georg Egger über seinen dritten Rang. Er hatte lange Timofei Ivanov im Nacken, in der vorletzten Runde konnte er seinen Vorsprung dann aber entscheidend vergrößern. „Bis zum Freitag habe ich gebraucht, um mich vom Afxentia zu erholen, aber ich habe gestern schon gemerkt, dass es gut geht. Als Jan Druck gemacht hat, war für mich bald klar, dass ich so weit noch nicht bin. Ich freue mich aber über den dritten Platz“, kommentierte Egger sein Resultat, genau drei Minuten hinter Cink. Der Niederländer David Nordemann (CST Sandd Bafang) konnte Timofei Ivanov in der letzten Runde mit einem starken Finish noch vom vierten Rang verdrängen.

Miltiadis mit großem Pech

Andreas Miltiadis, Überraschungsmann beim Afxentia, konnte zwischen den Ruinen von Amathous nicht die gleiche Rolle spielen wie die Woche zuvor. Der Zypriote hatte Pech, weil seine Federgabel in den ersten beiden Runden blockiert war. In der Mitte des Rennens kam auch noch ein Reifendefekt dazu, direkt nachdem er die Technische Zone passiert hatte. „Schade“, zuckte Miltiadis mit den Schultern, „ich habe mich eigentlich ganz gut gefühlt. Das Afxentia war ein Traum für mich und es wäre schön gewesen so was hier noch mal zu erreichen.“
Jetzt konzentriere er sich erst einmal auf Straßenrennen, bevor er nach den nationalen Straßenmeisterschaften dann wieder aufs Mountainbike zurückkehren will.

Damen: Belomoina mit viel Unterstützung

Yana Belomoina (CST Sandd Bafang) hatte nur bis zur zweiten von fünf Runden eine echte Konkurrentin. Die Russin Kristina Ilina war überraschend stark gestartet und hielt bis zur Hälfte der zweiten Runde mit der Weltcup-Siegerin von 2017 mit. Dann zog die Ukrainerin unaufhaltsam davon und holte sich nach 2017 souverän zum zweiten Mal den Sieg in Amathous.

Vergangene Woche hatte Belomoina noch Mühe gehabt dem Tempo der Spitzenfahrerinnen zu folgen, in Amathous schien sie einen Schritt weiter zu sein. „Schwer zu sagen“, meinte Belomoina. „Vergangene Woche war es mir einfach auch zu kalt. Ich bin happy, dass ich mit einen Sieg nach Hause fliegen kann.“  Die matschigen Bedingungen an diesem Sonntag vor den Toren von Limassol machten ihr aber offenbar nichts aus. „Am Start war es so rutschig und ich musste Ilina erst mal hinterher fahren. Ich fühle mich besser und bin froh, dass ich wieder zurück bin. Ich hatte hier auch viel Unterstützung an der Strecke durch Leute aus der Ukraine und Russland“, erklärte sie mit einem Lachen.

Österreichs Lisa Pasteiner siegt beim Sunshine Cup

Githa Michiels (Primaflor-Mondraker) und Marika Tovo (Ghost Factory Racing) kämpften um den Anschluss. Michiels sprach von einer schwierigen Startphase. „Alle haben auf dem rutschigen Boden die beste Linie gesucht“, so die Belgierin. Sie entschied sich offenbar nicht für die beste Linie und verlor den Anschluss. Offenbar aber hat sie sich von ihrer Krankheit erholt, die sie beim Afxentia noch zurückgebunden hatte, erholt. Sie machte sich auf die Verfolgung, ließ die Italienerin zurück und passierte in der dritten Runde Kristina Ilina. In der Schlussrunde stürzte sie noch, so dass sich ihr Lenker lockerte, doch sie brachte den zweiten Platz ins Ziel, 3:21 Minuten hinter Belomoina und 1:23 vor Kristina Ilina (Russian National Team).

Die zeigte sich „geschockt“ über dieses für sie überragende Resultat. „Ich war ziemlich aufgeregt als ich mit Yana Belomoina vorne war. Im Startloop hatten alle Probleme, aber ich bin irgendwie am besten durchgekommen. Nach der ersten Runde bin ich etwas müde geworden. Im Downhill war ich schneller als Yana aber im Anstieg hatte ich keine Chance“, erklärte Ilina. „Ich bin sehr glücklich, damit hätte ich nicht gerechnet. Die beiden Ghost-Fahrerinnen Marika Tovo und Lisa Pasteiner landeten auf den Plätzen vier (+5:39) und fünf (+8:36).  Pasteiner holte sich mit ihrem Tages-Ergebnis auch das orangene Jersey der Cyprus Sunshine Cup-Gesamtsiegerin.

Hinter der Schwedin Linn Gustavzzon (ML Racing) belegte Irina Kalentieva (Möbel Märki) Rang siegen (+14:27). Die zweifache Ex-Weltmeisterin aus Russland hatte Pech als ihr in der Startphase die Kette verklemmte. „Damit war ich Letzte und das Rennen irgendwie schon vorbei. Das erste Rennen war hart und dann noch solche Bedingungen. Wenn die Beine gut sind, kann ich solche Rennen gut fahren, aber so habe ich es halt überlebt“, meinte sie mit einem breiten Grinsen im mit Dreck verschmierten Gesicht.

Die Gesamtsieger der Cyprus Sunshine Cup 2019: Jan Skarnitzl und Lisa Pasteiner (c) Armin M. Küstenbrück

Trotz Regen positive Bilanz

Nach den Rennen zog Mike Hadjioannou von der Agentur Bikin’ Cyprus eine positive Bilanz des Cyprus Sunshine Cup 2019, auch wenn das Wetter diesmal nicht so mitspielte wie man das von der Insel sonst gewohnt ist.  „Für die Organisation war es diesmal etwas härter, aber mit den Teilnehmer-Zahlen können wir zufrieden sein“, meinte Hadjioannou. „Jetzt schauen wir nach vorne, um die Veränderungen im Format anzugehen, die wir für die nächsten Jahre ins Auge gefasst haben.“ 

(Visited 13 times, 1 visits today)

LEAVE YOUR COMMENT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Webp.net-gifmaker