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Faul sein ist schnell! Lerne deine faulen Gewohnheiten in Trailspeed umzuwandeln!

Faul sein ist schnell! Lerne deine faulen Gewohnheiten in Trailspeed umzuwandeln!

Faul sein ist schnell! Lerne deine faulen Gewohnheiten in Trailspeed umzuwandeln!

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Macht schnell sein faul, oder braucht es eine gewisse Faulheit, um schnell zu werden? Auf jeden Fall gibt es eine Menge Möglichkeiten das Tempo im Gelände nach oben zu schrauben, ohne dafür härter in die Pedale treten zu müssen. So holst du dir ein bisschen Extraspeed auf dem Bike:

Faulheit auf zwei Rädern muss weder Ausdruck einer fehlenden Leistungsbereitschaft sein, noch im Griff zum E-Bike resultieren. Gründe für diese reichen vom Schonen der Kräfte für eine späte Attacke, bis hin zum Wunsch der Shredd-Gesellschaft von eigentlich zu schnellen Bike Kollegen. Folgender Guide stellt nicht nur sich nach Tempo verzehrenden Rennfahrern ein paar extra km/h in Aussicht, sondern ist zugleich auch eine beruhigende Nachricht für alle auf zwei Rädern wandelnde Faultiere da draußen: Man kann auch ohne zusätzlichen Tretaufwand ein Plus im Trailtempo erzielen. Wie, erfährst du hier: 

Die Geschichte des überflotten Trailfaultiers lässt sich in zwei Kapiteln zusammenfassen. Dem Versuch möglichst wenig zu treten und der Taktik nur dann Energie aufzuwenden, wenn sie sich auch wirklich lohnt.

Tretpause:

Der eigentliche Trumpf des faulen Rennfahrers liegt darin nicht zu treten und trotzdem schnell zu sein. Dafür ist vor allem Folgendes gefragt: Schwung möglichst aufrecht zu erhalten und zusätzlichen durch alternative Techniken aufzubauen.

Julien Absalon hat sich seinen Schwung schon erarbeitet und kann in diesem Streckenabschnitt daher getrost die Beine hängen lassen. (Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool)

Vermeide eines in jedem Fall – Stillstand

Der größte Feind jeglichen Fahrtempos ist Stillstand. Schaffst du es, diesen zu vermeiden, hast du schon eine Menge richtig gemacht. Denn reduziert sich deine Geschwindigkeit in Richtung Null, musst du sie in weiterer Folge auch wiederaufbauen. Um diesem Schauspiel keine Bühne zu bieten, musst du dich vorausschauend und mit Bedacht über den Trail bewegen.

Bremse früher und rolle länger

Dazu gehört es deine Bremsen mit Köpfchen einzusetzen, womit nicht gemeint ist diese unangerührt zu lassen. Ganz im Gegenteil, um deinem Schwung keinen Abbruch zu tun, empfiehlt es sich lieber einmal zu viel als zu wenig in die Eisen zu steigen. Reduziere dein Tempo rechtzeitig, um in weiterer Folge entspannt durch die Kurve oder technische Passage zu cruisen. Dein Vorteil: Du nimmst diese kontrollierter in Angriff, machst weniger Fehler und kannst deine Finger schon früher wieder von den Hebeln nehmen. 

Konzentrier dich auf die Ausfahrt

Hast du die richtige Geschwindigkeitswahl in deine Biker-DNA aufgenommen, kannst du zum nächsten Schritt übergehen und dich auf das optimale Ausfahrtstempo konzentrieren. Um möglichst wenig treten zu müssen und so weit wie möglich rollen zu können (zwei Credos des faulen Bikers), empfiehlt es sich so schnell wie möglich aus wichtigen Abschnitten herauszuschießen. 

Egal ob bei technischer Wurzelabfolge, Offcamber oder Rockgarden, in praktisch jeder Situation gibt es ein ausschlaggebendes Detail, das für einen Großteil der Ausfahrtsgeschwindigkeit verantwortlich gemacht werden kann. Die überraschende Wahrheit zum Thema Schwung ist, solange du diesem Detail die nötige Aufmerksamkeit entgegenbringst, ist es oft egal mit welchem Tempo du die vorangegangen Meter zurücklegst.

Halte also Ausschau nach der hohen Line, der kleinen Kompression oder dem vertrauenserweckenden Anlieger, durch welchen du dein Gewicht in Fahrtempo verwandeln kannst. Hast du deinen Schwungbringer einmal für dich entdeckt, lasse ihn zur Priorität des Trailabschnitts werden.

Um möglichst wenig treten zu müssen und so weit wie möglich rollen zu können (zwei Credos des faulen Bikers), empfiehlt es sich so schnell wie möglich aus wichtigen Abschnitten herauszuschießen. 

Halte erst Abstand, um ihn dann zu verkürzen

Auch wenn dies erst einmal Paradox erscheint, ist Folgendes vor allem für Rennfahrer interessant. Manchmal ist man am schnellsten, wenn man die Gruppe vor sich erst einmal davon rollen lässt. Dies trifft vor allem zu auf enge Switchbacks, kurze steile Anstiege und jegliche andere Situation, vor der ein kleiner Puffer, um sich zu sammeln den entscheidenden Vorteil bieten kann. 

In keinem Fall willst du dort, wo es ernst wird, abbremsen, um einen Auffahrunfall zu vermeiden. Ganz im Gegenteil kannst du eine Menge Energie einsparen, wenn du stattdessen mit mehr Schwung in entscheidende Abschnitte einbiegst. Alles richtig gemacht, rollst du über die Steilstufe, ohne allzu viel Druck aufs Pedal bringen zu müssen und vielleicht auch noch an deinen Kontrahenten vorbei, die durchs Auffahren vom Rad gezwungen wurden.

Rolle dort wo du nicht treten kannst

Der von Faulheit getriebene Rennfahrer macht dennoch eines am liebsten – gar nicht treten. Und kann mit diesem Verlangen manchmal sogar schneller sein, als jener welcher jeden Meter der Rennstrecke ausnützen will, um Tempo zu machen. Schon einmal probiert einen Pumptrack durch zu kurbeln? Dann ist dir sicher aufgefallen, dass du durch Gewichtsverlagerungen mehr Geschwindigkeit erreichen kannst.

Grobes, leicht abfallendes oder welliges Gelände, wie auch nasse Wurzeln verhalten sich ähnlich. Suche also auch hier nach dem versteckten Pumptrack und jeglicher Möglichkeit dein Gewicht einzusetzen, statt ohne Nutzen Kräfte aufzubrauchen.

Voller Einsatz:

Wenn du schon mit voller Kraft in die Pedale trittst, sollte sich dies auch lohnen. Dem werden nicht nur du, sondern auch deine Beine zustimmen. Glücklicherweise kannst du dir aber selber aussuchen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, die Hufe zu schwingen und deine Muskeln spielen zu lassen. Lass es der Richtige sein.

Mathieu van der Poel bringt seine Power dort zum Einsatz, wo er sie auch auf den Boden bringt. Auf der Weltcupstrecke in Lenzerheide bietet der Anstieg durch die Feedzone dafür die perfekte Möglichkeit. (Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool )

Mache das Tempo wo es leichtfällt

Wer mit Highspeed über die Trails rauschen will, muss diesen erste einmal aufbauen. Für dieses Vorhaben gibt es mehr oder weniger geeignete Abschnitte. Um Kraft in Geschwindigkeit umzuwandeln, braucht es den richtigen Untergrund, oder eine Menge Einsatz. Im Sinne der Faulheit empfiehlt es sich also dort Tempo zu machen, wo die Voraussetzungen dafür gegeben sind. 

Auch wenn unsere Bikes fürs Grobe gemacht sind, verwandelt der harte Waldboden unsere Kraft besser in Geschwindigkeit, als lose Steine dies tun. Ebenso haben trockene Stellen mehr Beschleunigungspotential, als nasse Trailabschnitte und im Flachen lässt sich das Tempo eher steigern als bergauf. Überlege dir also gut, wo du all in gehst, erarbeite dir deinen Speed, wo es leichtfällt und habe ihn schon dort, wo du ihn brauchst.

So wirst auch du zum Trailfaultier:

– Vor allem in Begleitung bekommst du direkte Rückmeldung, welche Aktionen und Linien den größten Vorteil bringen. Musst du Bremsen, um nicht aufzufahren, hast du alles richtig gemacht.

– Falls du alleine unterwegs bist, versuche immer wieder Abschnitte ohne treten zu absolvieren und merke dir wie weit du in weiterer Folge Schwung mitnimmst.

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