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Faszination Donauradweg: Mit dem E-Bike von Passau bis Bratislava

Faszination Donauradweg: Mit dem E-Bike von Passau bis Bratislava

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Faszination Donauradweg: Mit dem E-Bike von Passau bis Bratislava

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Kräftig in die Pedale treten, den Fahrtwind in den Haaren spüren und in die wechselnde Landschaft eintauchen. Das macht für viele den Zauber des Radfahrens aus. Immer mehr Menschen tauschen ihr Bike allerdings gegen die elektrisierte Variante ein: E-Bikes sind nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Kein Wunder, denn damit lässt sich so manche Erhebung weitaus leichter in Angriff nehmen. Doch welche Strecke bietet sich für eine längere Tour an? In Österreich haben Fahrrad-Liebhaber die Qual der Wahl, denn das Land ist äußerst vielseitig und ein Eldorado für Zweirad-Artisten. Ein Klassiker, der dabei auf jeden Fall auf der To-do-Liste – oder sollte man sagen auf der To-ride-Liste? – stehen sollte, ist der Donauradweg. Insgesamt schlängelt er sich auf 2.850 Kilometern vom Donaudelta hinab zum Schwarzen Meer.

Die Donau als verbindendes Element

Wie bereits erwähnt: Der Donau-Radweg ist ein echter Klassiker. 2024 wird er bereits sein vierzigjähriges Jubiläum feiern. Und er ist dabei einer der beliebtesten Fernradwege Europas. Der Grund hierfür ist seine Vielfältigkeit. Radfahrer entdecken dabei nicht nur die Schönheit des zweitgrößten Flusses Europas, sondern durchkreuzen auch zehn Länder, kommen mit verschiedenen Kulturen und Traditionen in Berührung, radeln an Sehenswürdigkeiten wie der UNESCO-Welterbestadt Regensburg, den sonnigen Weinbergen der Wachau, Wien, Bratislava oder Budapest vorbei und tauchen in die wechselnde Natur am Ufer und darüber hinaus ein. Zum Start bietet sich die reizvolle Strecke von Passau bis Bratislava an. Diese eignet sich auch hervorragend für Fahrradanfänger und E-Bike-Neulinge. Und diese Route nehmen wir im Folgenden etwas genauer unter die Lupe.

Entlang des Nord- oder Südufers

Jede mehrtägige Radtour erfordert eine gründliche Vorbereitung und sorgfältige Planung. Wer den Donauradweg von Passau bis Bratislava erkunden möchte, muss sich jedoch zunächst die Frage stellen, ob er am Nord- oder am Südufer entlangradeln möchte:

Wer sich für die Variante entlang des Nordufers entscheidet, hat eine Strecke von 381 Kilometern vor sich, wobei 345 Höhenmeter bergauf und 496 Höhenmeter bergab zu meistern sind. Kalkuliert werden hierfür knapp 26 Stunden. Wer hingegen die Alternative entlang des Südufers präferiert, muss 393 Kilometer in Angriff nehmen, wobei 456 Höhenmeter bergauf und 591 Höhenmeter bergab einzuplanen sind. Etwas mehr als 26 Stunden wurden hierfür berechnet. Wofür Sie sich auch entscheiden: Sie starten auf jeden Fall in der Bischofsstadt Passau, die auch als das Bayerische Venedig bekannt ist. Von dort aus geht es durch das Naturschutzgebiet Donauleiten mit steilen Hängen und dichten Wäldern. Ein erster Höhepunkt ist die Schlögener Schlinge – dort ändert die Donau zweimal ihre Richtung. Über Feldkirchen an der Donau und Ottensheim gelangen Sie in die Landeshauptstadt Linz. Weiter geht es in die fruchtbare Ebene des Machlandes, durch den Strudengau und den Nibelungengau. Kurz danach thront die Wallfahrtskirche Maria Taferl auf einem Berg. Vorbei am Stift Melk, radeln Sie durch die Wachau mit ihren sanften Weinbergen und markanten Trassen. In der nahen Ruine Dürnstein, die im weiteren Streckenverlauf erreicht wird, wurde vor Jahrhunderten übrigens Richard Löwenherz gefangen gehalten. Sie lassen Krems hinter sich und gelangen ins Weinbaugebiet Wagram. Kurz danach grüßt auch schon die Bundeshauptstadt Wien von weitem, die Sie durch die Lobau, ein Naturschutzgebiet, wieder verlassen. Über Hainburg und Wolfsthal gelangen Sie schließlich zum Ziel: Bratislava.

Die richtige Vorbereitung

Wer mit dem E-Bike entlang des Donauufers unterwegs ist, wird zweifelsohne viel sehen und erleben, jedoch sollten Sie vorab bei der Planung ein paar Punkte beherzigen:

Ladestellen: Denken Sie an das notwendige Aufladen des E-Bike-Akkus. Informieren Sie sich daher vorab in Tourismusbüros oder im Internet über die genauen Standorte der Ladestationen und planen Sie Ihre Route dementsprechend.

Übernachtungsmöglichkeiten: Vor allem im Frühling und im Herbst ist der Donauradweg ein beliebtes Ausflugsziel, ebenso gelten gewisse Regionen, wie etwa das Mühlviertel, als Geheimtipps. Es kann also durchaus möglich sein, dass das Zimmerangebot knapp wird. Kümmern Sie sich daher schon vorab um passende Übernachtungsmöglichkeiten. Nach einem gemütlichen Start von Passau ausgehend, können Sie am ersten Tag in Neustift im Mühlkreis übernachten. Die Gemeinde liegt nur wenige Fahrminuten vom Donauradweg entfernt. Nach dem zweiten Tag mit etwas mehr Fahrkilometern, eignet sich Ybbs an der Donau als zweiter Stopp. Für die dritte Übernachtung suchen Sie am besten nach einer Unterkunft in Wien, die speziell für Radfahrer geeignet ist. Diese bieten sichere Abstellmöglichkeiten sowie Reparaturgelegenheiten. Wien ist der ideale Ort für einen Tag Pause, um die Stadt zu erkunden.

Pausen: Bei mehrtägigen oder mehrwöchigen Fahrradtouren ist es ratsam, pro Woche einen Tag Pause einzulegen, sodass auf drei Tage Fahrradfahren jeweils ein Erholungstag folgt. Während dieser Tourpause muss nicht komplett aufs Radfahren verzichtet werden, allerdings sollten wesentlich weniger Tageskilometer gefahren werden. Nutzen Sie diese Tage, um interessante Orte entlang der Strecke zu erkunden oder einen kleinen Spaziergang durch die Landschaft zu machen. 

Selbsteinschätzung: Unerlässlich ist zudem die richtige Selbsteinschätzung. Überfordern Sie sich nicht und legen Sie sich für den Bedarfsfall einen Notfallplan zurecht, sollten Sie eine besonders intensive Etappe nicht bewerkstelligen können. 

Titelbild: Adobe Stock

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